Bear Stearns Cos Aktie [WKN: 870272 / ISIN: US0739021089]

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14.09.2006 16:09
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Wall Street: Leichte Verluste zum Auftakt, Bear Stearns und XM Satellite im Fokus

New York (aktiencheck.de AG) - Die US-amerikanischen Börsen sind mit leicht roten Vorzeichen in den Tag gestartet. Der Dow Jones Index verbucht aktuell ein Minus von 0,27 Prozent und fällt damit auf 11.512,50 Punkte zurück. Der S&P 500 verschlechtert sich gleichzeitig um 0,17 Prozent auf 1.315,82 Zähler, während die NASDAQ 0,21 Prozent auf 2.222,93 Indexpunkte abgibt.

Im Blickfeld stehen zahlreiche Konjunkturdaten. So veröffentlichte das Handelsministerium für August 2006 einen überraschenden Anstieg beim Einzelhandelsumsatz. Im Vormonatsvergleich wuchsen die Umsatzerlöse um 0,2 Prozent an, während Volkswirte mit einem Umsatzrückgang um 0,2 Prozent gerechnet hatten. Laut Angaben des Arbeitsministeriums fielen gleichzeitig die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stärker als erwartet. Die Importpreise legten im August gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent zu. Analysten waren lediglich von unveränderten Preisen ausgegangen.

Aktien der Investmentbank Bear Stearns geben im frühen Handel leicht ab, obwohl der Konzern im dritten Quartal einen Ergebnisanstieg verbuchte, der deutlich über den Erwartungen des Marktes lag. Daneben tendieren Papiere von General Electric etwas schwächer. Der Mischkonzern hat sich im Rahmen seines Umstrukturierungsprogramms für insgesamt rund 3,8 Mrd. Dollar von der Geschäftssparte Advanced Materials getrennt. Belastet wird der Titel aber durch eine Abstufung durch die UBS.

Aufwärts geht es hingegen für Aktien von Anadarko Petroleum. Der Öl- und Gasproduzent meldete heute, dass er seine vollständige Tochter Anadarko Canada für 4,24 Mrd. Dollar an Canadian Natural Resources verkaufen wird. Im Technologiesektor profitieren XM Satellite von einer Aufstufung durch die Credit Suisse und rücken um mehr als 9 Prozent vor. Titel des Chip-Konzern Xilinx legen über 5 Prozent zu. Das Unternehmen hat seine Umsatzprognose am Vorabend nach unten korrigiert, wurde heute aber im Walker Loyalty Report für die Halbleiterindustrie als "Loyalty Leader" genannt, was sich positiv auf den Kurs auswirkt.

Die amerikanische Investmentbank Bear Stearns Cos. Inc. (ISIN US0739021089/ WKN 870272) verbuchte im dritten Quartal aufgrund der starken Entwicklung in den Kerngeschäftsfeldern Rentenhandel und Vermögensverwaltung einen Ergebnisanstieg. Wie die Bankgesellschaft heute erklärte, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 438 Mio. Dollar bzw. 3,02 Dollar je Aktie, nach 378 Mio. Dollar bzw. 2,69 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Der Gesamtumsatz verbesserte sich im Vorjahresvergleich von 1,8 Mrd. Dollar um 17 Prozent auf 2,1 Mrd. Dollar. Dabei kletterten die Umsatzerlöse im Bereich Vermögensverwaltung für wohlhabende Kunden um 36 Prozent, während man im Renten- und Anleihensegment einen Umsatzanstieg von 19 Prozent vorweisen konnte. Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von 2,87 Dollar sowie einen Umsatz von 2,05 Mrd. Dollar erwartet. Für das laufende Quartal liegen die Analystenerwartungen bei einem EPS von 3,19 Dollar sowie einem Umsatz von 2,16 Mrd. Dollar.

Der amerikanische Mischkonzern General Electric Co. (ISIN US3696041033/ WKN 851144) hat sich im Rahmen seines Umstrukturierungsprogramms von der Geschäftssparte Advanced Materials getrennt. Wie der Konzern heute bekannt gab, wurde der auf die Herstellung von Silikon, Quarz und Keramik für industrielle Kunden spezialisierte Geschäftsbereich an den Finanzinvestor Apollo Management, L.P. für insgesamt rund 3,8 Mrd. Dollar in bar veräußert. Nach Abschluss der Transaktion, der noch unter dem Vorbehalt der Wettbewerbsbehörden steht und noch vor Ende dieses Jahres erwartet wird, hält General Electric einen Anteil von 10 Prozent an der neuen Gesellschaft und erhält außerdem Unternehmensanleihen im Gesamtwert von 400 Mio. Dollar. GE Advanced Materials generiert mit weltweit rund 5.000 Beschäftigten einen Jahresumsatz von rund 2,5 Mrd. Dollar.

Der amerikanische Öl- und Gasproduzent Anadarko Petroleum Corp. (ISIN US0325111070/ WKN 871766) meldete heute, dass er seine vollständige Tochter Anadarko Canada Corp. (ACC) für 4,24 Mrd. Dollar (einschließlich Working Capital-Anpassungen) an die Canadian Natural Resources Ltd. (ISIN CA1363851017/ WKN 865114) verkaufen wird. Die Anteile von Anadarko am Mackenzie Delta und an anderen Projekten an der kanadischen Arktis sind von der Transaktion ausgeschlossen. Canadian Natural geht davon aus, dass die Akquisition, die bis Ende Oktober abgeschlossen werden soll und rückwirkend zum 30. Juni 2006 wirksam wird, den Cash-Flow in 2006 um 24 Cents pro Aktie und in 2007 um 99 Cents pro Aktie steigern wird. Das Ergebnis soll indes nicht beeinflusst werden. ACC produzierte zum 30. Juni 2006 rund 340 Millionen Kubikfuß Äquivalente pro Tag, davon 85 Prozent Erdgas. Zum Jahresende 2005 verfügte ACC über gesicherte Reserven von 262 Millionen BOE (Barrels of Oil Equivalent), davon sind 75 Prozent bereits entwickelt.

Der amerikanische Chip-Konzern Xilinx Inc. (ISIN US9839191015/ WKN 880135) gab am Mittwoch bekannt, dass er seine Umsatzprognose für das zweite Quartal aufgrund eines schwachen Asien/Pazifik-Geschäfts nach unten korrigiert hat. Demnach rechnet der Hersteller programmierbarer Logikbausteine nun mit einem Umsatzrückgang gegenüber dem Vorquartal von 4 bis 7 Prozent, was einen Umsatz von 447,7 bis 462,1 Mio. Dollar bedeuten würde. Zuvor hatte man noch einen Rückgang der Erlöse von 0 bis 5 Prozent (457,3 bis 481,4 Mio. Dollar) erwartet. Analysten stellen derzeit einen Umsatz von 472,6 Mio. Dollar in Aussicht.

Der US-Möbelhändler Pier 1 Imports Inc. (ISIN US7202791080/ WKN 864967) gab heute bekannt, dass er seinen Verlust im zweiten Quartal mehr als versiebenfacht hat, was mit rückläufigen Umsätzen, höheren Fixkosten und Sonderbelastungen zusammenhängt. Der Nettoverlust aus dem laufenden Geschäft belief sich auf 73,1 Mio. Dollar bzw. 84 Cents pro Aktie, gegenüber einem Fehlbetrag von 10,2 Mio. Dollar bzw. 12 Cents pro Aktie im Vorjahr. Der Verlust vor Sonderbelastungen betrug 34 Cents pro Aktie. Der Umsatz lag mit 370,7 Mio. Dollar um 12,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Analysten waren im Vorfeld von einem Verlust von 28 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 386,7 Mio. Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal prognostizieren sie ein EPS-Ergebnis von -10 Cents bei Erlösen von 434,9 Mio. Dollar. (14.09.2006/ac/n/m)

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