Micron Technology Aktie [WKN: 869020 / ISIN: US5951121038]

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03.04.2008 15:53
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Wall Street: Negativer Auftakt, Micron und Research In Motion im Blick

New York (aktiencheck.de AG) - Belastet von enttäuschenden Konjunkturdaten sind die US-amerikanischen Börsen schwächer in den Handel gestartet. Der Dow Jones sackt kurz nach der Eröffnung um 0,47 Prozent ab und steht bei 12.546,48 Punkten. Der S&P 500 verliert daneben 0,48 Prozent auf 1.360,98 Zähler. Beim NASDAQ Composite ist gleichzeitig ein Minus von 0,68 Prozent auf 2.345,45 Indexpunkte auszumachen. Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Vorwoche unerwartet verschlechtert. Wie das Arbeitsministerium bekannt ab, kletterte die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 38.000 auf 407.000, wogegen Volkswirte im Vorfeld einen Rückgang auf 365.000 prognostiziert hatten.

Im Technologiesektor stechen Anteilsscheine von Micron mit einem Plus von rund 4 Prozent ins Auge. Der Speicherchip-Hersteller hat am Vorabend die Ergebnisse für das abgelaufene Quartal auf den Tisch gelegt und die Erwartungen der Analysten verfehlt. Allerdings profitiert der Wert von einer Aufstufung der Investmentbank Goldman Sachs. Daneben ziehen Papiere von Research In Motion um knapp 3 Prozent an. Der kanadische BlackBerry-Hersteller konnte Umsatz und Ergebnis im vergangenen Vierteljahr kräftig steigern und die Schätzungen des Marktes deutlich übertreffen.

Einen Blick ist auch die Aktie von Oracle wert. Zur Finanzierung der Übernahme von BEA Systems hat der Software-Konzern heute eine milliardenschwere Anleiheemission angekündigt. Der Titel gibt aktuell 1 Prozent ab. Papiere von Schering-Plough ziehen indes um 3,5 Prozent an. Wie der Pharmakonzern am Vorabend angekündigt hat, plant er im Zuge des wachsenden Drucks auf die Pharmaindustrie weitere Kosteneinsparungen. Die Aktie von Schnitzer Steel profitiert daneben von unerwartet starken Quartalsergebnissen und gewinnt knapp 4 Prozent.

Unternehmensmeldungen:

Der amerikanische Speicherchip-Hersteller Micron Technology Inc. (ISIN US5951121038/ WKN 869020) meldete am Mittwoch nach US-Börsenschluss die Ergebnisse für das zweite Fiskalquartal 2007/08. Angesichts eines branchenweiten Preisverfalls musste der Konzern seinen Verlust ausweiten und verfehlte die Erwartungen. Der Umsatz ging leicht zurück und verfehlte die Erwatungen ebenfalls.

Der kanadische BlackBerry-Hersteller Research In Motion Ltd. (RIM) (ISIN CA7609751028/ WKN 909607) gab am Mittwoch nach US-Börsenschluss bekannt, dass er seinen Gewinn im vierten Fiskalquartal 2007/08 kräftig gesteigert hat. Aufgrund der starken Nachfrage konnte der Umsatz verdoppelt werden. Das Nettoergebnis zog um rund 120 Prozent an. Die Erwartungen der Analysten wurden damit übertroffen.

Die Oracle Corp. (ISIN US68389X1054/ WKN 871460) hat heute eine milliardenschwere Anleiheemission zur Finanzierung der Übernahme des Wettbewerbers BEA Systems Inc. (ISIN US0733251021/ WKN 906523) angekündigt. Demnach will der auf Unternehmens-Software spezialisierte US-Konzern Unternehmensanleihen im Gesamtwert von 5 Mrd. Dollar begeben. Der Großteil der Emissionserlöse soll dabei zur Finanzierung der Übernahme von BEA Systems verwendet werden, für den Oracle inklusive der übernommenen Barreserven von 1,3 Mrd. Dollar eine Übernahmeofferte in Höhe von insgesamt 7,2 Mrd. Dollar vorgelegt hatte.

Der US-Pharmakonzern Schering-Plough Corp. (ISIN US8066051017/ WKN 850469) gab am späten Mittwoch bekannt, dass er im Rahmen eines Productivity Transformation Program weitere Kosteneinsparungen plant. Demnach beabsichtigt der Konzern, insgesamt 1,5 Mrd. Dollar pro Jahr an Kosten einzusparen. Die Kürzungen werden vor allem in den USA erfolgen. Das jüngste Programm beinhaltet die bereits im November angekündigten 500 Mio. Dollar an Kosteneinsparungen aus der Übernahme der Organon BioSciences. Hintergrund der Maßnahmen sind ein erhöhter Druck auf die Pharmaindustrie, vor allem in den USA, und die zuletzt von Kardiologen geforderte, verminderte Nutzung der Cholesterin-Medikamente Vytorin und Zetia, die über ein Joint Venture mit der Merck & Co. Inc. (ISIN US5893311077/ WKN 851719) verkauft werden.

Die amerikanische Schnitzer Steel Industries Inc. (ISIN US8068821060/ WKN 899146) verbuchte im zweiten Quartal dank höherer Absatzpreise bei Stahl- und Metallschrott einen Ergebnisanstieg. Wie der Konzern heute erklärte, stieg der Nettogewinn im Berichtszeitraum unerwartet deutlich um 29 Prozent. Der Konzernumsatz verbesserte sich um 24 Prozent, was vor allem auf höhere Absatzpreise bei Stahlschrott zurückzuführen war.

Der größte US-Automobilkonzern General Motors Corp. (GM) (ISIN US3704421052/ WKN 850000) zieht Presseangaben zufolge in Betracht, weitere Pensionsverpflichtungen des bankrotten US-Automobilzulieferer Delphi Corp. (ISIN US2471261055/ WKN 918726) zu übernehmen. Wie das "Wall Street Journal" am Mittwoch berichtete, will der GM-Konzern seiner ehemaligen Tochter mit diesem Schritt dabei helfen, sich aus dem Gläubigerschutz nach Chapter 11 zu befreien. (03.04.2008/ac/n/m)

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