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Wall Street: Rote Vorzeichen, Micron und Research In Motion legen deutlich zu, Red Hat +14 Prozent
Neben einigen Unternehmensergebnissen stehen auch wichtige Konjunkturdaten im Blick. So gab das Handelsministerium einen weiteren Anstieg der saisonbereinigten persönlichen Einkommen und Ausgaben im November bekannt. Die persönlichen Einkommen wuchsen im Vormonatsvergleich um 0,3 Prozent, während die persönlichen Konsumausgaben um 0,5 Prozent anzogen. Volkswirte hatten im Vorfeld Zuwächse von 0,4 Prozent bei den Einkommen und 0,6 Prozent bei den Konsumausgaben prognostiziert. Daneben veröffentlichte das Ministerium für November einen Anstieg beim Auftragseingang langlebiger Güter. Demnach wuchs die Zahl der Bestellungen auf Monatssicht um 1,9 Prozent, während Volkswirte nur ein Plus von 1,5 Prozent bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren prognostiziert hatten.
Im Technologiesektor preschen Papiere des Linux-Anbieters Red Hat um über 14 Prozent nach oben. Der Konzern musste im vergangenen Quartal einen Gewinneinbruch hinnehmen, bereinigt um Einmaleffekte konnten die Erwartungen des Marktes aber klar übertroffen werden. Die Analysten der Citigroup und First Albany reagierten umgehend auf das Zahlenwerk und stuften den Titel hoch. Ein Kursplus von rund 3 Prozent verbuchen Aktien von Micron. Der Speicherchip-Hersteller verzeichnete im vergangenen Vierteljahr einen kräftigen Gewinnsprung, ferner lag das Ergebnis damit klar über den Erwartungen der Analysten. Ein weiterer Gewinner ist das Papier von Research In Motion. Der kanadische BlackBerry-Hersteller gab am Vorabend bekannt, dass er seinen Gewinn im dritten Fiskalquartal deutlich gesteigert und die Erwartungen übertroffen hat. In der Folge gewinnt der Titel knapp 3 Prozent,
Rote Vorzeichen prägen das Bild indes bei QUALCOMM, nachdem der Spezialist für Mobilfunktechnologie seine Gewinnprognose für das erste Quartal nach unten korrigiert hat. Die Anleger strafen den Wert mit einem Abschlag von 1,5 Prozent ab. Die größte amerikanische Drugstore-Kette Walgreen wiederum teilte heute mit, dass sie ihren Gewinn im ersten Quartal aufgrund eines stärkeren Pharmageschäfts um 25 Prozent steigern konnte. Am Markt werden die Ergebnisse gut aufgenommen, die Aktie gewinnt 2,3 Prozent. Titel des Pharmakonzerns Pfizer, dessen scheidender CEO eine Gesamtvergütung von fast 200 Mio. Dollar erhalten könnte, wenn er das Unternehmen im Februar verlässt, tendieren quasi unverändert.
Wie aus einer SEC-Mitteilung vom Donnerstag hervorgeht, könnte Henry A. McKinnell, der scheidende CEO des US-Pharmakonzerns Pfizer Inc. (ISIN US7170811035/ WKN 852009), eine Gesamtvergütung von fast 200 Mio. Dollar erhalten, wenn er das Unternehmen im Februar verlässt. Demnach beläuft sich das Abfindungspaket des Top-Managers auf mehr als 180 Mio. Dollar. Es setzt sich zusammen aus geschätzten 82,3 Mio. Dollar an Pensionsansprüchen, 77,9 Mio. Dollar an aufgeschobener Vergütung sowie mehr als 20,7 Mio. Dollar in Form von Barzahlungen und Aktien. Zusätzlich könnte McKinnell noch 18,3 Mio. Dollar im Rahmen eines Stock Award-Programms erhalten, was jedoch von der künftigen Aktienkursentwicklung abhängig ist. Im Rahmen der Pensionsansprüche wurde McKinnell eine lebenslange Pension in Höhe von 6,6 Mio. Dollar pro Jahr gewährt, hieß es. McKinnell, der fast 35 Jahre beim weltgrößten Pharmakonzern tätig war, wurde im Juli dieses Jahres angesichts eines niedrigen Aktienkurses überraschend seines Amtes enthoben. Ursprünglich sollte er bis Februar 2008 als CEO fungieren. Zu seinem Nachfolger wurde Jeffrey B. Kindler bestellt.
Die größte amerikanische Drugstore-Kette Walgreen Co. (ISIN US9314221097/ WKN 855826) teilte heute mit, dass sie ihren Gewinn im ersten Quartal aufgrund eines stärkeren Pharmageschäfts um 25 Prozent steigern konnte. Der Nettogewinn belief sich auf 431,7 Mio. Dollar bzw. 43 Cents pro Aktie, im Vergleich zu 345,6 Mio. Dollar bzw. 34 Cents pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum um 17 Prozent auf 12,71 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 41 Cents pro Aktie bei einem Umsatz von 12,55 Mrd. Dollar ausgegangen. Für das laufende dritte Quartal stellen sie EPS-Ergebnis von 60 Cents bei Erlösen von 13,85 Mrd. Dollar in Aussicht.
Der kanadische BlackBerry-Hersteller Research In Motion Ltd. (RIM) (ISIN CA7609751028/ WKN 909607) gab am Donnerstag nach US-Börsenschluss bekannt, dass er seinen Gewinn im dritten Fiskalquartal deutlich gesteigert und die Erwartungen übertroffen hat. Das Unternehmen profitierte dabei von der starken Nachfrage nach seinen Produkten. Der Nettogewinn machte einen Sprung um 49 Prozent auf 176,6 Mio. Dollar bzw. 93 Cents pro Aktie, nach einem Überschuss von 120,2 Mio. Dollar bzw. 63 Cents pro Aktie im Vorjahr. Vor Aktienoptionskosten betrug der Gewinn 95 Cents pro Aktie. Der Umsatz kletterte um 26 Prozent auf 835,1 Mio. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 92 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 808,2 Mio. Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal erwarten sie ein EPS von 96 Cents bei Erlösen von 815,7 Mio. Dollar.
Der amerikanische Speicherchip-Hersteller Micron Technology Inc. (ISIN US5951121038/ WKN 869020), meldete am Donnerstag nach Börsenschluss die Ergebnisse für das erste Fiskalquartal. Dank starker Umsätze und höherer Preise für Speicherchips verzeichnete der Konzern einen kräftigen Gewinnsprung. Der Nettogewinn belief sich auf 192 Mio. Dollar bzw. 25 Cents pro Aktie, nach 63 Mio. Dollar bzw. 9 Cents pro Aktie im Vorjahr, und lag damit klar über den Erwartungen der Analysten, die nur 20 Cents prognostiziert hatten. Der Umsatz erhöhte sich von 1,36 Mrd. Dollar auf 1,58 Mrd. Dollar, während Analysten Erlöse von 1,64 Mrd. Dollar erwartet hatten. Für das laufende Quartal stellen sie ein EPS von 15 Cents bei Erlösen von 1,60 Mrd. Dollar in Aussicht.
Die Red Hat Inc. (ISIN US7565771026/ WKN 923989) hat am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das dritte Fiskalquartal 2006/07 veröffentlicht. Der amerikanische Linux-Anbieter musste dabei aufgrund von Aufwendungen für Aktienoptionen sowie Steuerzahlungen einen Gewinneinbruch hinnehmen. Der Nettogewinn sank von 24,6 Mio. Dollar bzw. 12 Cents je Aktie auf 14,6 Mio. Dollar bzw. 7 Cents je Aktie. Bereinigt um die Einmaleffekte belief sich das Ergebnis auf 29,6 Mio. Dollar bzw. 14 Cents je Aktie, während Analysten im Vorfeld nur einen Gewinn von 12 Cents je Aktie erwartet hatten. Die Umsatzerlöse stiegen von 73,1 Mio. Dollar auf 105,8 Mio. Dollar. Analysten hatten zuvor Erlöse von 104,2 Mio. Dollar prognostiziert. Für das vierte Quartal erwarten Analysten im Schnitt einen Gewinn von 13 Cents je Aktie bei Umsatzerlösen von 111.2 Mio. Dollar.
Die amerikanische QUALCOMM Inc. (ISIN US7475251036/ WKN 883121), ein Spezialist für Mobilfunktechnologie, gab am Donnerstag nach Börsenschluss bekannt, dass sie ihre Gewinnprognose für das erste Quartal nach unten korrigiert hat, was mit höheren Kosten für rechtliche Auseinandersetzungen und verzögerte Zahlungen eines Kunden zusammenhängt. Demnach rechnet der Hersteller von Mobiltelefon-Chips nun mit einem Gewinn von 41 bis 42 Cents pro Aktie vor Einmaleffekten, nach zuvor erwarteten 42 bis 44 Cents pro Aktie. Der Umsatz (Pro-Forma) soll im laufenden Quartal am oberen Ende des Plankorridors von 1,98 bis 2,08 Mrd. Dollar liegen. Analysten stellen für das erste Quartal ein EPS-Ergebnis von 43 Cents und Erlöse von 2,06 Mrd. Dollar in Aussicht. QUALCOMM ist der größte Lieferant von Chips für Mobiltelefone auf Basis von CDMA (Code Division Multiple Access) - der am weit verbreitetsten Mobilfunktechnologie in den USA. Zudem entwickelt man Chips für die WCDMA-Technologie, die in Europa verbreitet ist.
Alan Mulally, der neue Chef der Ford Motor Co. (ISIN US3453708600/ WKN 502391), plant zur Erreichung der Profitabilität bis 2009 Presseangaben zufolge radikale Veränderungen im Konzern. Wie das "Wall Street Journal" heute in seiner Online-Ausgabe berichtet, hat der CEO des zweitgrößten Automobilherstellers in den USA demnach konkrete Vorstellungen, wie der Turnaround vollzogen werden soll. Diese habe er in einer Board-Sitzung vergangene Woche gegenüber den Directors geäußert. Nach Angaben der Zeitung, die sich auf eine E-Mail von Mulally beruft, sagte der ehemalige Boeing-Manager dem Ford-Konzern voraus, dass einige sehr gute und loyale Mitarbeiter das Unternehmen bis zum nächsten Sommer verlassen müssten, was schwer für alle sein werde. So entmutigend dieser Weg jetzt auch sein möge, der Aufstieg werde umso erfreulicher ausfallen, so Mulally.
Der US-Medienkonzern News Corp. (ISIN US65248E2037/ WKN A0DLJS) gab heute bekannt, dass er seine Beteiligung an der DIRECTV Group Inc. (ISIN US25459L1061/ WKN A0B9XB), andere Assets und Bargeld gegen den 11 Mrd. Dollar teueren Anteil der Liberty Media Corp. (ISIN US5307181058/ WKN 796472) an der News Corp. tauschen wird. Im Rahmen des Abkommens wird die News Corp. ihre 38,6-prozentige Beteiligung am größten US-Betreiber von Satellitenfernsehen, drei regionale Sportnetzwerke sowie 550 Mio. Dollar in bar gegen den 16,3 Prozent-Anteil von Liberty Media am ehemals australischen Konzern eintauschen. Der Asset-Tausch wurde von den Boards beider Unternehmen bereits genehmigt und soll bis Mitte 2007 abgeschlossen werden. (22.12.2006/ac/n/m)
| 17.11.2008 | Pfizer buy | Banc of America Securities LLC | |
| 31.10.2008 | Pfizer halten | Raiffeisen Centrobank AG | |
| 22.10.2008 | Pfizer accumulate | Jyske Bank Group | |
| 21.10.2008 | Pfizer overweight | Barclays Capital | |
| 16.10.2008 | Pfizer kaufen bis 16 Euro | Focus Money |
Aktien in diesem Artikel
| Pfizer | 12,4 | -2,2% | |
| Walgreen | 18,8 | -4,0% | |
| Research In Motion | 28,9 | -14,8% | |
| Micron Technology | 1,7 | -12,6% | |
| Red Hat | 6,7 | -9,1% | |
| The News b 1 | 5,9 | -7,8% | |
| QUALCOMM | 24,6 | -0,4% | |
| Ford Motor | 2,2 | +17,5% |
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