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Wall Street-Schluss: Bernanke-Rede sorgt für kräftige Abschläge
Bernanke hat in seiner Rede erneut auf die derzeit schwierige Lage an den internationalen Finanzmärkten sowie die schwachen konjunkturellen Rahmenbedingungen in den USA hingewiesen. Insgesamt erwartet er zunächst eine Phase mit einem verhaltenen Wirtschaftswachstum, wobei er gegen Ende des Jahres von einer tendenziellen Erholung der US-Wirtschaft ausgeht. Dabei dürfe man jedoch laut Bernanke die nach wie vor bestehenden Risiken nicht unterschätzen, wobei die US-Notenbank falls notwendig weitere Maßnahmen zur Unterstützung der Märkt ergreifen werde.
Wie das Handelsministerium vorbörslich mitteilte, hat sich das Defizit beim Handel mit Waren und Dienstleistungen im Dezember 2007 deutlich reduziert. So hat sich das Handelsbilanzdefizit binnen Monatsfrist um 6,9 Prozent auf 58,8 Mrd. Dollar verringert, während Volkswirte nur einen Rückgang auf 61,5 Mrd. Dollar prognostiziert hatten. Außerdem hat sich die Arbeitsmarktsituation in der Vorwoche verbessert. Laut dem Arbeitsministerium fiel die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 9.000 auf 348.000, während Volkswirte im Vorfeld nur einen Rückgang auf 350.000 prognostiziert hatten.
Am Ende schloss der Dow Jones Industrial Average mit einem Minus von 1,40 Prozent bei 12.376,66 Zählern. Der S&P 500 schloss bei 1.348,87 Zähler und damit 1,34 Prozent leichter. Der NASDAQ Composite wiederum ging 1,74 Prozent leichter bei 2.332,54 Punkten aus dem Handel.
Anteilsscheine von Marriott gewannen rund ein Prozent. Der größte Hotelbetreiber in den USA meldete zuvor, dass sein Gewinn im vierten Quartal um 20 Prozent gesunken ist. Der Gewinn aus dem laufenden Geschäft traf zwar exakt die Prognosen, allerdings enttäuschte der Ausblick.
Die Aktie des Kabelnetzbetreibers Comcast, dessen Gewinn im vierten Quartal unerwartet deutlich um 54 Prozent gestiegen ist, verfestigte sich um rund 8 Prozent. Der größte US-Kabelnetzbetreiber führte den Gewinnsprung vor allem auf ein solides Umsatzwachstum als Folge verstärkter Kundenausgaben zurück.
Ingram Micro, der weltgrößte Großhändler für Produkte der Informationstechnologie, meldete am Vorabend Quartalszahlen. Zwar übertraf der Konzern die Erwartungen, enttäuschte jedoch mit dem Ausblick. Am Ende verlor die Aktie rund 3 Prozent.
NVIDIA knickten um fast 16 Prozent ein. Der Grafikchip-Hersteller hat im letzten Vierteljahr mehr als erwartet verdient. Allerdings schauen die Anleger besorgt auf die Kostenseite.
Titel des Reifenherstellers Goodyear sind ebenfalls einen Blick wert. Der Konzern konnte im vierten Quartal dank verbesserter Umsatzerlöse einen Ergebnisanstieg vorweisen und hat die Erwartungen übertroffen. Der Wert zog daraufhin um rund 7 Prozent an.
Titel der Bekleidungskette Liz Claiborne brachen nach einer Gewinnwarnung um 18 Prozent ein. So wird der Konzern die Erwartungen der Analysten im vierten Quartal verfehlen, was mit der schwachen Entwicklung einiger Marken zusammenhängt. Demnach rechnet man nun mit einem Gewinn von 15 bis 25 Cents pro Aktie vor Restrukturierungs- und anderen Kosten. (14.02.2008/ac/n/m)
| 13.09.2007 | Marriott buy | Stifel, Nicolaus & Co., Inc. | |
| 30.05.2007 | Marriott sector outperform | CIBC World Markets | |
| 20.04.2007 | Marriott outperform | Wachovia Sec | |
| 12.02.2007 | Marriott buy | Banc of America Sec. | |
| 12.02.2007 | Marriott market outperform | JMP Securities |
Aktien in diesem Artikel
| Marriott International | 23,0 | +1,2% | |
| Comcast | 14,2 | -1,3% | |
| Goodyear TireRubber | 18,6 | +1,9% | |
| Ingram Micro | 11,4 | +0,3% | |
| NVIDIA | 15,4 | +0,7% | |
| Liz Claiborne | 11,8 | -2,7% |
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