07.07.2008 22:25
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Wall Street-Schluss: Deutliche Abschläge, Yahoo! gesucht

New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen mussten am Montag mit deutlichen Abschlägen aus dem Handel gehen. Erneut belasteten die anhaltenden Rekordstände beim Ölpreis die Stimmung. Wenngleich auch hier etwas Entspannung angesagt war.

Der Dow Jones verlor am Ende 0,50 Prozent auf 11.231,96 Punkte, der S&P 500 gab wiederum 0,84 Prozent auf 1.252,31 Zähler nach. Die Technologiebörse NASDAQ verzeichnet wiederum ein Minus von 0,09 Prozent auf 2.243,32 Punkte.

Bei Yahoo! ging es fast 12 Prozent aufwärts. Der Internet-Konzern hatte zuvor erklärt, dass er weiter für Gespräche mit dem Software-Konzern Microsoft über eine Transaktion offen ist. Zuvor hatte Microsoft bekannt gegeben wieder an einer Transaktion mit Yahoo! interessiert zu sein, sollte der Internet-Medienkonzern eine neue Führung erhalten. Microsoft sei daran interessiert, mit einem neuen Board eine groß angelegte Transaktion zu diskutieren. Dabei plane man entweder die Übernahme des Suchgeschäfts oder des gesamten Unternehmens. Die Microsoft-Aktie legte leicht zu.

Daneben standen Anteilsscheine von General Motors verstärkt im Blick. Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge plant der Konzern die Streichung tausender Angestellten-Arbeitsplätze und zieht zudem in Betracht, weitere Marken zu verkaufen oder deren Produktion einzustellen. Am Markt kommt der Bericht offenbar weniger gut an, der Titel gewann 1,2 Prozent.

Die Aktie von General Electric stand 0,7 Prozent fester im Handel. Wie am Wochenende bekannt wurde, hat die Medien-Tochter NBC Universal zusammen mit den Private-Equity-Gesellschaften Blackstone und Bain Capital die Übernahme des Weather Channel von Landmark Communications vereinbart.

Im Finanzsektor gaben Merrill Lynch um 2,4 Prozent nach. Die Investmentbank befindet sich einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge kurz vor dem Verkauf von Beteiligung an dem US-Vermögensverwalter BlackRock und an dem Finanznachrichtendienst Bloomberg.

Papiere von APP Pharmaceuticals sprangen um rund 30 Prozent nach vorne, nachdem der deutsche Gesundheitskonzern Fresenius die Übernahme des Generikaherstellers angekündigt hat. Der Barkaufpreis einschließlich aller Wandlungs- und Optionsrechte beträgt vor einer Erfolgsbeteiligung rund 3,7 Mrd. Dollar.

Nach der Vorlage der Passagierzahlen für Juni verfestigten sich außerdem US Airways um knapp 3 Prozent. Die Fluggesellschaft musste dabei einen Rückgang bei Passagierzahlen und Auslastung vermelden.

Anteile von Anheuser-Busch tendierten wiederum kaum verändert. Der belgische Bierbrauer InBev gab heute bekannt, dass er beabsichtigt, das Board seines US-Mitbewerbers auszutauschen, um seine Übernahmeofferte durchzusetzen. (07.07.2008/ac/n/m)

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