03.12.2007 22:21
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Wall Street-Schluss: Deutliche Abschläge - Activision gesucht, Autowerte schwächer

New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen präsentierten sich am Montag mit deutlichen Abschlägen. Im Fokus stand auf Seiten der Konjunkturdaten der ISM-Index. Dieser zeigt im November 2007 eine weitere Verschlechterung der Geschäftsaktivitäten des Verarbeitenden Gewerbes. So fiel der Index von 50,9 Zählern im Oktober auf nun 50,8 Zähler. Damit ist er den fünften Monat in Folge gesunken, lag jedoch weiterhin über der Marke von 50 Punkten. Volkswirte waren hingegen von einer Zunahme auf 51,0 Punkte ausgegangen.

Am Ende schloss der Dow Jones Industrial Average mit einem Minus von 0,43 Prozent bei 13.314,57 Zählern. Der S&P 500 gab um 0,59 Prozent auf 1.472,42 Zähler nach. Der NASDAQ Composite wiederum schloss 0,90 Prozent schwächer und ging bei 2.637,13 Punkten aus dem Handel.

Papiere von Activision stiegen um knapp 13 Prozent. Zuvor meldete der französische Medien- und Mobilfunkkonzern Vivendi, dass er sich in einer 9,8 Mrd. Dollar schweren Transaktion mehrheitlich an Activision beteiligt. Dabei wird Vivendi sein Videospielegeschäft im Rahmen der Transaktion mit Activision zusammenlegen. Papiere des Mitbewerbers Electronic Arts gaben um 2 Prozent ab.

Bei den Automobilwerten standen die US-Absatzzahlen für November im Fokus. Bei Ford zeichnete sich dabei eine leichte Verbesserung ab, wenngleich dies dem besseren Nutzfahrzeuggeschäft geschuldet ist. Die Aktie reagierte mit einem Minus von mehr als 3 Prozent. Beim Branchenführer GM ging der Absatz sogar deutlich zurück. In der Folge gab die Aktie mehr als 4 Prozent nach.

Die Aktie von UAP war ebenfalls einen Blick wert. Wie der kanadische Düngemittelhersteller Agrium heute meldete, wird er das amerikanische Agrarunternehmen für insgesamt 2,65 Mrd. Dollar übernehmen. Titel von UAP gewannen daraufhin 28 Prozent.

Dagegen sackten Anteile von MetLife um 1,5 Prozent ab. Der größte Lebensversicherer in den USA rechnet für das vierte Quartal und das laufende Geschäftsjahr mit einem höheren operativen Gewinn, der jedoch unter den Erwartungen der Analysten liegt.

Leichte Verluste waren daneben bei Amgen auszumachen, nachdem der Konzern am Freitagabend enttäuschende Zwischenresultate einer klinischen Studie für das Medikament Aranesp auf den Tisch gelegt hat.

Der IT-Dienstleister BearingPoint konnte seinen Umsatz im abgelaufenen Quartal leicht steigern. Der Nettoverlust wurde dabei allerdings deutlich ausgebaut, zudem wurden die Schätzungen der Analysten klar verfehlt. Die Anleger strafen den Wert mit einem drastischen Minus von mehr als 20 Prozent ab.

Der Hardwarehersteller Dell hat einen Großauftrag an die britische WPP Group vergeben. So wird man künftig mit dem Werbekonzern beim Aufbau einer internationalen Marketing- und Kommunikationsagentur zusammenarbeiten. Im Rahmen des unter der Bezeichnung "Project DaVinci" laufenden Großprojekts wird WPP in den kommenden drei Jahren ein Marketing-Budget von insgesamt 4,5 Mrd. Dollar von Dell verwalten. Dell-Aktien gaben rund 2,3 Prozent nach. (03.12.2007/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

Activision 19,8 +0,1%
Vivendi Universal 24,5 +2,0%
Ford Motor 2,9 +3,2%
Agrium 62,9 +1,3%
UAP 25,0 -0,4%
MetLife 33,2 +0,5%
Dell 14,8 +3,1%
WPP Group 6,0 +1,0%
Amgen 32,2 -0,7%
BearingPoint 0,5 +0,0%
General Motors 6,7 +1,7%
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