29.01.2008 22:21
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Wall Street-Schluss: Deutliche Zugewinne, Zinssenkungsphantasie beflügelt weiter

New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen konnten auch am Dienstag deutliche Zugewinne verzeichnen. Mit Spannung warten dabei die Anleger weiter auf die morgige Fed-Sitzung. Dabei wird allgemein mit einer weiteren Zinssenkung gerechnet. Zudem hat das Repräsentantenhaus am Abend dem 150-Mrd.Dollar Hilfspaket von Präsident Bush zugestimmt.

Wie das Handelsministerium vorbörslich mitteilte, verzeichnete der Auftragseingang langlebiger Güter im Dezember einen kräftigen Zuwachs. Bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren wuchs die Zahl der Bestellungen binnen Monatsfrist um 5,2 Prozent, während Volkswirte lediglich einen Anstieg um 1,5 Prozent erwartet hatten. Daneben hat sich das US-Verbrauchervertrauen in die Wirtschaftsentwicklung im Januar 2008 weniger verschlechtert als erwartet. So sank der Gesamtindex auf 87,9 Punkte, während Volkswirte sogar einen Rückgang auf 87,0 Punkten prognostiziert hatten. Für den Vormonat wurde der Indexstand von vorläufig 88,6 auf 90,6 Punkte nach oben korrigiert.

Am Ende schloss der Dow Jones Industrial Average mit einem Plus von 0,78 Prozent bei 12.480,30 Zählern. Der S&P 500 schloss bei 1.362,30 Zähler und damit 0,62 Prozent fester. Der NASDAQ Composite wiederum schloss 0,35 Prozent fester und ging bei 2.358,06 Punkten aus dem Handel.

Unternehmensseitig standen erneut einige Quartalszahlen im Blick. Papiere von 3M gewannen ein knappes Prozent, nachdem der Mischkonzern im abgelaufenen Quartal mehr als von Analysten erwartet verdient hat.

Die Aktie von Dow Chemical verteuert sich um mehr als ein Prozent. Der größte Chemiekonzern in den USA hatte im vierten Quartal mit einem deutlich rückläufigen Ergebnis zu kämpfen. Die Prognosen der Analysten wurden jedoch übertroffen.

Titel des Pharmakonzerns Eli Lilly, der ebenfalls den Blick in seine Bücher freigegeben hat, legten knapp 2 Prozent zu. So war der Gewinn im vierten Quartal drastisch gestiegen, was das Ergebnis von neuen Medikamenten und einer Sonderbelastung im Vorjahr war.

Im Technologiesegment knickten Papiere von EMC rund 6 Prozent ein, obwohl der Konzern im abgelaufenen Quartal mehr als geschätzt verdient hat. Der Grund für den Kursrutsch ist bei der Tochter VMware zu finden. Der Spezialist im Bereich der Virtualisierung konnte sein Ergebnis im letzten Vierteljahr massiv steigern, blieb dabei jedoch leicht hinter den Umsatzerwartungen zurück. Die Aktie brach daraufhin um rund 33 Prozent ein.

Anders das Bild bei Lexmark. Der Druckerhersteller konnte im vierten Quartal trotz Restrukturierungsaufwendungen einen Ergebnisanstieg ausweisen und die Erwartungen in den Schatten stellen. Der Wert zog um fast 15 Prozent an.

American Express legten ebenfalls rund ein Prozent zu. Der Finanzkonzern konnte seinen Umsatz im vergangenen Quartal steigern und trotz eines Gewinnrückgangs die Erwartungen treffen.

Daneben knickten Papiere des Stahlkonzerns United States Steel nach schwachen Ergebnissen um fast 7 Prozent ein. Demnach verbesserte sich der Gesamtumsatz im Vorjahresvergleich dank gestiegener Absatzpreise und höherer Produktauslieferungen um 20 Prozent. Beim Nettoergebnis wurde ein deutlicher Rückgang ausgewiesen. Die angekündigte Dividendenerhöhung um 25 Prozent half dennoch wenig. (29.01.2008/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

3M 44,1 -2,9%
Dow Chemical 21,9 +0,8%
Eli Lilly and 30,7 +4,0%
EMC 8,5 -1,8%
VMware 26,1 +5,0%
Lexmark International 20,6 +0,0%
American Express 25,8 +0,2%
United States Steel 99,0 -0,4%
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