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Wall Street-Schluss: Deutliche Zugewinne nach Ölpreisrückgang, Zahlen im Fokus
Der Dow Jones gewann am Ende 1,18 Prozent auf 11.602,50Punkte, der S&P 500 legte 1,35 Prozent auf 1.277,00 Zähler nach. Die Technologiebörse NASDAQ verzeichnet wiederum ein Plus von 1,07 Prozent auf 2.303,96 Punkte.
Bei UAL ging es um überragende 68 Prozent nach oben. Die Muttergesellschaft der zweitgrößten US-Fluglinie United Air Lines hatte heute erklärt, dass sie ihre Liquiditätslage deutlich verbessert hat. Demnach wird die Airline ihre Kreditkarten-Vereinbarung mit der Chase Bank USA und Paymentech deutlich ausweiten und die Liquidität des Konzerns um 1,2 Mrd. Dollar verbessern. Zuvor hatte die UAL bereits gemeldet, dass sie im zweiten Quartal einen Milliarden-Verlust erwirtschaftet hat, was auf Sonderbelastungen und hohe Kerosinpreise zurückzuführen ist.
Im Technologiesektor knickten Papiere von Apple um gut 2,6 Prozent ein. Der Unterhaltungselektronikkonzern hat im abgelaufenen Quartal einen unerwartet kräftigen Umsatz- und Gewinnanstieg erzielt. Für das derzeit laufende Fiskalquartal hat Apple allerdings einen überraschend schwachen Ausblick abgegeben.
Für Texas Instruments ging es um mehr als 14 Prozent in die Tiefe. Der weltgrößte Hersteller von Mobiltelefon-Chips musste im vergangenen Vierteljahr einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen und hat damit die Erwartungen verfehlt.
Caterpillar legten im positiven Trend 2,4 Prozent zu. Der Baumaschinenhersteller hat im letzten Quartal von der robusten Nachfrage in den Emerging Markets profitiert und einen unerwartet starken Umsatz- und Ergebnisanstieg verbucht. Zudem wurde der Ausblick angehoben.
Dagegen war bei Merck ein Minus von über 11 Prozent auszumachen. Der Pharmakonzern hat im abgelaufenen Quartal besser als erwartet abgeschnitten, allerdings wurden zugleich negative Studienergebnisse zum Cholsterin-Senker Vytorin veröffentlicht. Das Medikament wird zusammen mit Schering-Plough, die ebenfalls gute Zahlen vorgelegt haben, vermarktet. Schering-Plough legten dagegen 5 Prozent zu.
Anteilsscheine des Chemieriesen DuPont, der im zweiten Quartal dank der weltweit starken Nachfrage im Agrarchemie-Bereich einen Ergebnisanstieg verbucht hat, lagen wiederum mit mehr als 2,5 Prozent im Plus.
Die Aktie von Wachovia stieg um mehr als 27 Prozent an. Im Zusammenhang mit Goodwill-Abschreibungen und erhöhten Rückstellungen für Kreditausfälle hat die viertgrößte Bankgesellschaft in den USA im zweiten Quartal einen Verlust von fast 9 Mrd. Dollar erwirtschaftet. Die Erwartungen der Analysten wurden dabei deutlich verfehlt.
Daneben kamen von American Express keine guten Nachrichten. Wie am Vorabend bekannt wurde, musste der Finanzkonzern wegen der US-Finanzkrise im abgelaufenen Quartal einen unerwartet deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Der Wert verlor daraufhin über 7 Prozent.
Dagegen hat der Logistikkonzern UPS Ergebnisse im Rahmen der Erwartungen auf den Tisch gelegt. Am Ende konnte der Wert 4,5 Prozent zulegen.
Lockheed Martin gewannen nach Ergebnisvorlage ebenfalls 2,3 Prozent. Der Rüstungskonzern verbuchte im zweiten Quartal dank höherer Umsatzerlöse einen Gewinnanstieg. (22.07.2008/ac/n/m)
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