26.06.2008 22:32
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Wall Street-Schluss: Dow Jones verliert fast 360 Punkte, Ölpreisrekord belastet

New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen mussten am Donnerstag mit dramatischen Abschlägen aus dem Handel gehen. Nach der gestrigen Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed standen erneut Konjunkturdaten und der rekordhohe Ölpreis im Fokus. Zwischenzeitlich war hier die 140-Dollar-Marke geknackt worden.

Das BIP-Wachstum in den USA hat sich im ersten Quartal 2008 beschleunigt. So wurden in der dritten und damit endgültigen Schätzung des US-Handelsministeriums die vorläufigen Angaben zur Wirtschaftsentwicklung leicht nach oben korrigiert. Gegenüber dem Vorquartal wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,0 Prozent, während vorläufig lediglich ein Anstieg um 0,9 Prozent gemeldet worden war.

Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 21. Juni 2008 stabilisiert. So verharrte die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bei 384.000, während Volkswirte im Vorfeld einen Rückgang auf 375.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 381.000 auf 384.000 nach oben korrigiert.

Die saisonbereinigte Verkaufszahl bestehender Eigenheime ist im Mai 2008 stärker als erwartet angewachsen. So erhöhte sich die Zahl gegenüber dem Vormonat um 2,0 Prozent auf 4,99 Millionen. Volkswirte hatten mit einem geringeren Zuwachs auf 4,95 Millionen gerechnet, nachdem sich die Verkaufszahl im April auf 4,89 Millionen belaufen hatte.

Der Dow Jones verlor am Ende 3,03 Prozent auf 11.453,42 Punkte, der S&P 500 gab wiederum 2,94 Prozent auf 1.283,15 Zähler nach. Die Technologiebörse NASDAQ verzeichnet wiederum ein Minus von 3,33 Prozent auf 2.321,37 Punkte.

Oracle hat gestern nach US-Börsenschluss die Zahlen zum vierten Fiskalquartal 2007/08 veröffentlicht. Dabei konnte der US-Softwarekonzern seinen Umsatz um 24 Prozent und seinen Gewinn um 27 Prozent steigern und so auch die Erwartungen übertreffen. Dennoch gab die Aktie rund 5 Prozent nach.

Nike, der weltgrößte Hersteller von Sportschuhen und -bekleidung, meldete gestern nach US-Börsenschluss, dass sie ihren Gewinn im vierten Fiskalquartal 2007/08 aufgrund einer positiven Umsatzentwicklung in allen Bereichen um 12 Prozent steigern konnte. Dennoch enttäuschten die Zahlen und die Aktie brach um knapp 10 Prozent ein.

Der kanadische BlackBerry-Hersteller Research In Motion gab gestern nach US-Börsenschluss bekannt, dass er seinen Gewinn im ersten Fiskalquartal 2007/08 mehr als verdoppelt hat. Aufgrund der starken Nachfrage war auch der Umsatz verdoppelt worden. Die Erwartungen wurden allerdings verfehlt. In der Folge ging es auch hier mehr als 13 Prozent bergab.

Der Sanitärausrüster Bed Bath & Beyond gab gestern nach US-Börsenschluss bekannt, dass sein Gewinn im ersten Quartal um 27 Prozent gesunken ist, was mit höheren Kosten zusammenhängt. Die Erwartungen konnten jedoch geschlagen werden. Gegen den Trend gewann der Titel mehr als 4 Prozent.

Rite Aid, eine der größten Drugstore-Ketten in den USA, legte heute die Geschäftszahlen für das erste Quartal vor. Dabei wurde ein Verlust ausgewiesen, während der Umsatz deutlich zulegen konnte. Am Ende ging es hier fast 23 Prozent abwärts.

Lennar, der zweitgrößte US-Baukonzern für Eigenheime, konnte seinen Verlust im zweiten Quartal halbieren. Dennoch wurde der Markt nicht überzeugt und die Aktie verlor 8,4 Prozent.

Der Gewürzhersteller McCormick gab heute bekannt, dass sein Gewinn im zweiten Quartal aufgrund höherer Verkaufspreise gestiegen ist. Zudem wurde die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr bestätigt, während die Umsatzplanung leicht angehoben wurde. Die Aktie tendierte 1,4 Prozent leichter.

Der Lebensmittelhersteller ConAgra Foods hat im vierten Quartal einen Gewinnanstieg erzielt, was auf ein starkes Trading & Merchandising-Geschäft zurückzuführen ist. Die ConAgra-Aktie verlor bis zum Abend 5,5 Prozent.

Der größte US-Reifenhersteller Goodyear Tire & Rubber kündigte heute ein umfangreiches Maßnahmenpaket an, das neben höheren Einsparungen auch umfangreiche Investitionen vorsieht. Zudem beabsichtigt der Konzern, bis Ende 2008 ein Reifenwerk in Australien zu schließen. Die Goodyear-Aktie fiel um 11 Prozent.

Der Brauereikonzern Anheuser-Busch wird die unaufgeforderte Offerte des belgischen Wettbewerbers InBev nach Angaben des "Wall Street Journal" frühestens diese Woche zurückweisen. Die Anheuser-Busch-Aktie notierte 0,7 Prozent leichter. (26.06.2008/ac/n/m)

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