03.07.2008 19:25
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Wall Street-Schluss: Durchmischter Handel, Ölpreisrekord belastet

New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen mussten am Donnerstag nach einem verkürzten Handelstag mit uneinheitlichen Tendenzen ins Wochenende gehen. Morgen bleibt die Wall Street aufgrund des Nationalfeiertags geschlossen. Im Fokus standen zum Wochenschluss weiter ein neuer Rekordstand beim Ölpreis sowie einige Konjunkturdaten.

Die Geschäftsaktivitäten des Dienstleistungssektors haben sich nach Angaben des Institut for Supply Management im Juni 2008 deutlich verschlechtert. So sank der ISM-Service-Index von 51,7 Zählern im Vormonat auf nun 48,2 Zähler. Volkswirte hatten im Vorfeld lediglich einen Rückgang auf 51,0 Punkte prognostiziert.

Das US-Arbeitsministerium in Washington legte am Donnerstag die Arbeitsmarktdaten für den Monat Juni vor. Demnach lag die Arbeitslosenquote im Berichtsmonat bei 5,5 Prozent, nachdem diese im Vormonat bei 5,5 Prozent gelegen hatte. Volkswirte hatten im Vorfeld eine Arbeitslosenquote von 5,4 Prozent erwartet.

Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 28. Juni 2008 verschlechtert. So stieg die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf 404.000, während Volkswirte im Vorfeld lediglich 385.000 Erstanträge prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 384.000 auf 388.000 nach oben korrigiert.

Der Dow Jones gewann am Ende 0,65 Prozent auf 11.288,54 Punkte, der S&P 500 legte wiederum 0,11 Prozent auf 1.262,90 Zähler zu. Die Technologiebörse NASDAQ verzeichnet wiederum ein Minus von 0,27 Prozent auf 2.245,38 Punkte.

Anteilsscheine von NVIDIA stachen mit einem satten Abschlag von mehr als 30 Prozent aus der Masse hervor. Angesichts der anhaltenden Schwäche in vielen Absatzmärkten, der verzögerten Einführung einer neuen Generation von Grafik-Chips sowie geringerer Absatzpreise hat der Grafikchip-Hersteller am Vorabend seine Prognosen für das zweite Quartal nach unten revidiert. Zahlreiche Analysten haben ihre Einschätzung für den Wert daraufhin gesenkt.

Die Aktie von AMR gewann 4,5 Prozent dazu. Einem Bericht der "Financial Times" zufolge stehen die Muttergesellschaft der Fluggesellschaft American Airlines, British Airways und Iberia kurz vor der Beantragung der so genannten Antitrust Immunity für die Gründung eines Joint Ventures.

Bei Delta Air Lines ging es mehr als ein Prozent nach oben. Die Fluggesellschaft hatte im Juni weniger Passagiere bei gleichzeitig rückläufiger Auslastung zu verzeichnen.

Daneben gaben Circuit City Stores um 0,4 Prozent nach. Laut einem Bericht der "New York Post" könnte die Filmverleihkette Blockbuster, die ihre Offerte für Circuit City in dieser Woche zurückgezogen hat, versuchen, den Elektronikhändler zu einem späteren Zeitpunkt zu übernehmen. Blockbuster-Aktien legten 0,7 Prozent zu.

Rite Aid, eine der größten Drugstore-Ketten in den USA, musste im vergangenen Monat bei den vergleichbaren Filialumsätzen einen leichten Rückgang hinnehmen. Die Aktie gab bis zum Abend 0,7 Prozent nach. (03.07.2008/ac/n/m)

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