27.02.2008 22:11
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Wall Street-Schluss: Durchwachsener Handel

Westerburg (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen gingen am Mittwoch nach einem durchwachsenen Handel kaum verändert in den Feierabend. Im Fokus standen unter anderem der Rekordölpreis sowie das Dollar-Tief. Wie das Handelsministerium vor Handelsstart mitteilte, verzeichnete man im Januar beim Auftragseingang langlebiger Güter einen kräftigen Rückgang. Demnach sank bei Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren die Zahl der Bestellungen binnen Monatsfrist um 5,3 Prozent, während Volkswirte lediglich ein Minus von 4,0 Prozent prognostiziert hatten. Für Aufsehen sorgte auch eine Rede von Fed-Chef Ben Bernanke vor dem Repräsentantenhaus. Hier deutete Bernanke weitere Zinssenkungen an.

Am Ende schloss der Dow Jones Industrial Average mit einem Plus von 0,07 Prozent bei 12.693,80 Zählern. Der S&P 500 schloss bei 1.380,01 Zähler und damit 0,09 Prozent leichter. Der NASDAQ Composite wiederum ging 0,37 Prozent fester bei 2.353,78 Punkten aus dem Handel.

Zur Wochenmitte fand sich die Aktie von Microsoft im Blick. Wie die EU-Kommission heute mitteilte, hat sie gegen den Software-Riesen ein Rekordstrafgeld in Höhe von 899 Mio. Euro verhängt. Der Wert verlor leicht.

Für Anteilsscheine von Nortel Networks ging es indes um mehr als 13 Prozent nach unten. Der kanadische Netzwerkausrüster ist im abgelaufenen Quartal angesichts einer hohen Sonderbelastung noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Gleichzeitig kündigte der Konzern den Abbau von rund 2.100 Arbeitsplätzen an.

Autodesk, der Hersteller der Design-Software AutoCAD, hat am Vorabend einen Blick in seine Bilanzen gewährt. Dabei hat der Konzern die Schätzungen der Analysten verfehlt, zudem enttäuschte der Ausblick. Die Aktie brach in der Folge um über 15 Prozent ein.

DreamWorks legten unterdessen mehr als 5 Prozent zu. Das US-Filmstudio konnte Umsatz und Ergebnis im vergangenen Vierteljahr deutlich steigern und die Erwartungen übertreffen.

Papiere des Hypothekenfinanzierers Fannie Mae, der für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Milliardenverlust ausweisen musste, verbesserten sich um knapp 2 Prozent. Der größte Hypothekenfinanzierer in den USA hatte trotz des Einbruchs am US-Häusermarkt die Erwartungen geschlagen.

Anteilsscheine von Toll Brothers stehen ebenfalls auf der Einkaufliste der Anleger und gewannen 2 Prozent. Angesichts hoher Abschreibungen musste der Baukonzern im ersten Quartal einen Verlust verbuchen. Vor Einmaleffekten wurde indes überraschend ein Gewinn verbucht.

Der kanadische Automobilzulieferer Magna International meldete für das vierte Quartal einen leichten Gewinnrückgang. Vor Einmaleffekten lag der jüngste Gewinn unter den Prognosen des Marktes. Am Ende verlor der Titel rund 1,5 Prozent.

Der Computerspiele-Hersteller Electronic Arts schließt nach Angaben der "New York Post" ein feindliches Übernahmeangebot für seinen Konkurrenten Take-Two Interactive Software nicht aus. Electronic Arts hatte am Sonntag ein unaufgefordertes Übernahmeangebot in Höhe von 2 Mrd. Dollar für Take-Two vorgelegt. Während Aktien von Electronic Arts 1,5 Prozent nachgaben, zeigten sich Aktien von Take-Two kaum verändert. (27.02.2008/ac/n/m)

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