16.05.2008 22:18
Drucken |

Schrift:

Wall Street Schluss: Indizes holen Verluste wieder auf, Verbrauchervertrauen belastet

New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Indizes rutschten am letzten Handelstag der Woche nach schwachen Konjunkturdaten zeitweise deutlich in die Verlustzone, konnten ihre Einbußen bis zum Handelsende aber nahezu vollständig wieder aufholen. Der Dow Jones schloss mit einem minimalen Minus von 0,05 Prozent bei 12.987 Punkten. Dagegen legte der marktbreitere S&P 500 sogar um 0,13 Prozent auf 1.425 Zähler zu. Der NASDAQ Composite verzeichnete ein Minus von 0,19 Prozent auf 2.529 Punkte.

Für die zwischenzeitlichen Verluste waren die sehr gemischt ausgefallenen Konjunkturdaten verantwortlich. Unerwartet positiv fielen die Daten vom Immobilienmarkt aus. So stieg die Zahl der Wohnbaubeginne im April im Vormonatsvergleich deutlich um 8,2 Prozent auf 1,032 Millionen, während Volkswirte nur einen Wert von 940.000 erwartet hatten. Zudem legte auch die Zahl der Baugenehmigungen überraschend deutlich zu. Schlechter als erwartet war dagegen das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan. Der Gesamtindex des Verbrauchervertrauens verringerte sich im Mai auf 59,5 Punkte und fiel damit auf den niedrigsten Stand seit 28 Jahren. Volkswirte hatten im Vorfeld lediglich einen Rückgang auf 62,0 Punkte prognostiziert. Im Vormonat hatte der Index revidiert bei 62,6 Punkten gelegen.

Anteilscheine von General Electric gaben um knapp 1 Prozent nach. Der Mischkonzern gab zuvor bekannt, dass er beabsichtigt, sich von seiner Haushaltsgeräte-Sparte zu trennen. Den Angaben zufolge wird man eine strategische Überprüfung starten, die dann einen vollständigen Verkauf, eine strategische Partnerschaft oder einen Spin-Off an die Aktionäre zur Folge haben wird. Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge könnte GE mit einem Verkauf der Sparte zwischen 5 und 8 Mrd. Dollar erlösen.

Lockheed Martin schlossen kaum verändert. Der Rüstungskonzern hat einen milliardenschweren Auftrag zum Bau von Navigationssatelliten für das US-Militär gewonnen und damit seinen Konkurrenten Boeing ausgestochen. Lockheed wird die ersten Satelliten für das neue Global Positioning System liefern, das unter GPS III bekannt ist. Das Auftragsvolumen für die ersten GPS III Satelliten, die Nutzern weltweit eine erhöhte Genauigkeit bieten sollen, liegt bei bis zu 3,6 Mrd. Dollar.

Um rund 3 Prozent verbesserten sich Papiere von ConocoPhillips. Einem Pressebericht zufolge plant der drittgrößte US-Ölkonzern gemeinsam mit der staatlichen saudi-arabischen Ölgesellschaft Saudi Aramco den Bau einer riesigen Raffinerie in Saudi-Arabien, die im Jahr 2013 in Produktion gehen soll.

Über 2 Prozent gewannen Aktien von Devon Energy. Die Ratingagentur Fitch hatte zuvor ihre Einschätzung für den amerikanischen Energiekonzern von BBB auf BBB+ angehoben. Als Begründung für die Heraufstufung gab die Ratingagentur das stabile Kreditprofil und die zu erwartende Schuldenreduzierung im laufenden Jahr an. Außerdem hob Fitch den Ausblick für Devon Energy auf stabil an.

Verluste von 2 Prozent verbuchten dagegen Papiere von Lehman Brothers. Wie der amerikanische Wirtschaftssender CNBC berichtete, wird die Investmentbank bereits am kommenden Montag mit den geplanten Entlassungen beginnen. Das Unternehmen hatte vor einiger Zeit angekündigt, man werde rund 1.400 Mitarbeiter oder ungefähr 5 Prozent der Belegschaft entlassen.

Papiere von Kohl´s verloren nach Zahlen knapp 3 Prozent. Der US-Einzelhändler meldete für das erste Fiskalquartal 2008/09 einen Rückgang des Nettogewinns um 27 Prozent, übertraf dabei aber die Erwartungen. Der Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum leicht. Enttäuschend fiel jedoch der Ausblick aus: Für das laufende zweite Fiskalquartal erwartet Kohl´s einen Gewinn pro Aktie von 70 bis 74 Cents. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit einem EPS von 2,95 bis 3,15 Dollar, während die Analysten das EPS bei 3,11 Dollar sehen.

Titel von Advance Auto Parts machten einen kräftigen Kurssprung um 12 Prozent. Die Anleger honorierten damit die unerwartet guten Ergebnisse des zweitgrößten US-Autoteile-Händlers. Der Nettogewinn kletterte im ersten Quartal um 8 Prozent und damit deutlicher als erwartet. Der Umsatz legte ebenfalls leicht zu.

Über den Erwartungen lagen auch die Ergebnisse von Autodesk. Im ersten Fiskalquartal 2008/09 steigerte der Hersteller der Design-Software AutoCAD den Nettogewinn um 14 Prozent. Der Umsatz des Konzerns verbesserte sich um 18 Prozent. Die Aktie gab dennoch leicht nach. (16.05.2008/ac/n/m)

 0 Bewertungen dieses Artikels: 

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.

Anzeige

Anzeige

Aktuelle News

04.07.2009Rohöl: Händler manipulierte an der ICE
04.07.2009Elektro und Hybrid: Stromstöße für die Autobranche
04.07.2009DAX-Bilanz: Commerzbank hui, VW pfui
04.07.2009Infineon: Alles auf Berlin
03.07.2009dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 03.07.2009
03.07.2009dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 29.06. bis 03.07.2009
03.07.2009Devisen: Eurokurs rutscht wieder unter 1,40 US-Dollar
03.07.2009ROUNDUP: IKB bekommt weitere Milliarden Staatshilfe
03.07.2009IKB bekommt weitere Milliarden Staatshilfe
03.07.2009DIW-Präsident rechnet mit drastischem Anstieg der Staatsverschuldung
03.07.2009SZ": Ex-Siemens-Chef von Griechenland gesteht
03.07.2009Michael Jacksons Tod beschert US-Auktionshaus Rekordgewinne
03.07.2009Anwaltskanzlei prüft Klage gegen Ex-HRE-Vorstandschef Georg Funke
03.07.2009Börsen in Europa Schluss: Uneinheitlich, US-Börsen feiertagsbedingt geschlossen
03.07.2009Scheichtum Katar vor Einstieg bei Porsche
03.07.2009DIW-Präsident Zimmermann: "Man könnte meinen, es gäbe keine Krise"
03.07.2009Deutsche Anleihen: Etwas schwächer nach Gewinnmitnahmen
03.07.2009Regelung für mehr Anlegerschutz wackelt wieder
03.07.2009Aktien Osteuropa Schluss: Verluste - Ruhiger Handel, Wall Street geschlossen
03.07.2009Presse: Volkswagen - Elektroautos ab 2013
03.07.2009Aktien Wien Schluss: Verluste - Wenig Geschäft wegen US-Feiertag
03.07.2009Aktien Moskau Schluss: Verluste - Fallende Ölpreise
03.07.2009Marktkommentar: El Niño spielt wieder mit
03.07.2009Aktien Zürich Schluss: Leicht im Minus - Fehlende Impulse aus den USA
03.07.2009ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: DAX im Sommerloch - Abwarten und Tee trinken
03.07.2009Aktien Frankfurt Schluss: DAX im Sommerloch - 'Abwarten und Tee trinken'
03.07.2009Fonds, die sich wieder lohnen (EuramS)
03.07.2009Wiederholt sich die Geschichte? (EuramS)
03.07.2009Alles auf Berlin (EuramS)
03.07.2009Alles auf Berlin (EuramS)
03.07.2009Wahre Werte gegen die Krise (EuramS)
03.07.2009Nie ohne Begleiter (EuramS)
03.07.2009Auf Messers Schneide (EuramS)
03.07.2009TAGESVORSCHAU: Termine am 6. Juli 2009
03.07.2009WOCHENVORSCHAU: Termine bis zum 10. Juli 2009
03.07.2009Wochenrückblick KW 27
03.07.2009Börse Frankfurt Schluss: DAX leicht im Minus, Commerzbank an der Spitze
03.07.2009Personalien der Woche
03.07.2009Deutsche Börsen mit Verlusten -- Quelle-Katalog: Druck gestoppt --Bundestag beschließt Bad Bank-Gesetz -- Hapag Lloyd: Doch Staatshilfe? -- Magna nicht alleiniger Verhandlungspartner um Opel
03.07.2009Frankfurt Intern: Schlechtes Umfeld für Neulinge
03.07.2009ROUNDUP 2: Autobranche droht Absturz nach Abwrackboom
03.07.2009Börse Frankfurt-News: Dämpfer für Konjunkturoptimisten (Anleihen)
03.07.2009Kommentar: Entwertung
03.07.2009EUWAX-Kolumne: Trends am Nachmittag - Abwärtsbewegung vorerst gebremst - DAX stabilisiert sich im Bereich der 4.700er Marke
03.07.2009ROUNDUP: VW im ersten Halbjahr mit Absatzminus von fünf Prozent
03.07.2009British Airways muss im Juni Passagierrückgang hinnehmen
03.07.2009VW im ersten Halbjahr mit Absatzminus von fünf Prozent
03.07.2009ANALYSE: Morgan Stanley senkt Symrise auf 'Equal-weight'
03.07.2009Rolls-Royce erhält Auftrag von Turkish Airlines
03.07.2009Aktien New York Ausblick: Börsen geschlossen - Feiertag am Samstag
Wie kaufen Sie am liebsten ein?
Online/Internet
Versandhandel/Katalog
Kaufhaus
Ich habe keine eindeutige Präferenz




Wie bewerten Sie diese Seite?   sehr gut       schlecht
Problem mit dieser Seite?