01.11.2006 22:15
Drucken |

Schrift:

Wall Street-Schluss: Konjunkturdaten belasten, Autowerte im Blickpunkt

New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Aktienmärkte gingen am Mittwoch mit deutlichen Abschlägen aus dem Handel. Im Fokus standen dabei die schwachen Konjunkturdaten. Insbesondere der ISM-Index wirkte sich hierbei belastend auf die Stimmung an der Wall Street aus. Der Index zeigte dabei für Oktober mit einem unerwarteten Rückgang auf 51,2 Zähler einen weiteren Rückgang der Geschäftsaktivitäten des Verarbeitenden Gewerbes. Zuvor hatte bereits das Handelsministerium für September 2006 einen unerwarteten saisonbereinigten Rückgang der Bauausgaben gemeldet. So verringerten sich die Ausgaben um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat, wogegen Volkswirte von einem unveränderten Wert ausgegangen waren.

Der Dow Jones Industrial Average schloss am Ende mit einem Minus von 0,42 Prozent bei 12.031,02 Zählern. Der S&P 500 fiel um 0,74 Prozent auf 1.367,81 Zähler. Der NASDAQ Composite wiederum ging mit einem Minus von 1,37 Prozent auf 2.334,35 Punkte aus dem Handel.

Unter den Einzelwerten stand heute besonders der Medienkonzern Time Warner im Blick der Anleger. Der Konzern konnte seinen Gewinn im dritten Quartal fast verdreifachen, was neben starken Online-Werbeumsätzen bei AOL und zusätzlichen Kabelkunden mit einem Einmalertrag aus Transaktionen in Zusammenhang mit dem Erwerb der Adelphia Communications Corp. zusammenhängt. Die Zahlen überzeugten die Anleger aber nicht ganz, bis zum Abend verlor die Aktie 1,1 Prozent.

Wie immer zum Monatsanfang rückte auch die Automobilbranche in den Blick der Anleger. Mit Ford konnte der zweitgrößte Automobilhersteller in den USA erfreuliche Daten vorlegen. Hier stieg der US-Absatz im Oktober um 8,1 Prozent. Die Nummer drei in den USA, DaimlerChrysler, musste ein Absatzrückgang hinnehmen. Der amerikanische Branchenführer GM konnte wiederum ein Absatzplus von 22 Prozent auf 301.317 Fahrzeuge erzielen. Die Ford-Aktie gewann am Ende rund 2,6 Prozent, während GM-Papiere um 1,2 Prozent nachgaben.

Im Finanzsektor richteten sich die Blicke auf die Aktie von MasterCard. Der zweitgrößte Herausgeber von Kreditkarten in den USA konnte im dritten Quartal aufgrund der gestiegenen Zahl der abgewickelten Transaktionen sowie sinkender Kosten einen merklichen Ergebnisanstieg ausweisen und hat die Erwartungen des Marktes deutlich übertroffen, die Anleger honorierten das vorgelegte Zahlenwerk mit einem satten Kursaufschlag von über 13 Prozent.

Daneben tendierten Papiere des Versicherungsbrokers Marsh & McLennan nach der Vorlage von Ergebnissen rund 3,3 Prozent fester. Der weltweite Branchenführer konnte im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnanstieg verbuchen, was unter anderem auf Kostensenkungsmaßnahmen zurückzuführen ist.

Papiere der Drugstore-Kette CVS knickten hingegen um über 7 Prozent ein, während Anteilsscheine von Caremark um 2,5 Prozent nachgaben. Zuvor hatten sich beide Konzerne auf eine Fusion geeinigt. Dabei sollen Aktionäre von Caremark je Aktie 1,67 CVS-Aktien erhalten. Der fusionierte Konzern wird nach eigenen Angaben in 2006 einen Umsatz von rund 75 Mrd. Dollar erzielen. Mit der Fusion entsteht der größte Drogerie- und Apotheken-Betreiber in den USA. Die Transaktion hat ein Volumen von über 21 Mrd. Dollar.

Die Geschäftszahlen von DreamWorks Animation konnten indes überzeugen, der Wert verbuchte heute einen Aufschlag von knapp 7 Prozent. Das Filmstudio konnte im dritten Quartal wieder einen Gewinn erzielen, was auf den DVD-Vermarktungserfolg des Films "Madagascar" zurückgeführt wurde.

Vergleichbare Kursgewinne verbuchten zur Wochenmitte die Aktien von Burger King Holdings. Die weltweit zweitgrößte Hamburger-Kette konnte im ersten Quartal 2006/07 einen deutlichen Gewinnanstieg verzeichnen, was auf höherer Umatzerlöse und geringere Unternehmenssteuern zurückzuführen ist. Bis zum Abend gewann die Aktie 7,8 Prozent hinzu. (01.11.2006/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

MarshMcLennan Cos 17,7 -2,2%
Burger King 17,5 -1,0%
Caremark Rx %
CVS 24,8 +1,0%
MasterCard 171,1 -0,7%
DreamWorks Animation SKG 20,3 +2,2%
Time Warner 9,3 -0,1%
Ford Motor 3,6 -7,8%
General Motors 9,1 -4,1%
Wen würden Sie zum nächsten US-Präsidenten wählen?
John McCain
Barack Obama
Keinen von beiden




Wie bewerten Sie diese Seite?   sehr gut        schlecht
 

Anzeige

Anzeige