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Wall Street-Schluss: Konjunkturdaten sorgen für gute Laune
Vorbörslich verkündete das Handelsministerium für April einen unerwarteten Rückgang beim Einzelhandelsumsatz. So fielen die Umsatzerlöse auf Monatssicht um 0,2 Prozent, während Volkswirte mit einem Plus von 0,4 Prozent gerechnet hatten. Bereinigt um die schwankungsintensiven Umsätze der Automobilbranche blieben die Umsätze gegenüber dem Vormonat unverändert. Experten waren hier von einem Zuwachs von 0,5 Prozent ausgegangen. Dagegen veröffentlichte das Arbeitsministerium für April einen verlangsamten Anstieg der Erzeugerpreise. Demnach wuchsen die Preise auf Monatssicht um 0,7 Prozent und damit etwas stärker als erwartet. Allerdings blieben die Preise in der Kernrate unverändert. Volkswirte hatten indes eine Steigerung von 0,2 Prozent erwartet. Ferner präsentierte das Handelsministerium für März 2007 einen überraschenden Rückgang bei den Lagerbeständen in den Industrie- und Handelsunternehmen. So lagen die Bestände um 0,1 Prozent unter dem Vormonatsniveau, wogegen Volkswirte von einem Plus von 0,2 Prozent ausgegangen waren.
Der Dow Jones Industrial Average schloss am Ende mit einem Plus von 0,84 Prozent bei 13.326,22 Zählern. Der S&P 500 wiederum legte um 0,96 Prozent auf 1.505,85 Zähler zu. Der NASDAQ Composite ging mit einem Plus von 1,12 Prozent auf 2.562,22 Punkte aus dem Handel.
Eines der Hauptgesprächsthemen war die deutlich angehobene Übernahmeofferte des Terminbörsenbetreibers Chicago Mercantile Exchange Holdings (CME) für CBOT Holdings, von der heute beide Titel profitieren können. Während Papiere der CME um 7,7 Prozent vorrückten, verzeichneten die von CBOT ein Plus von 3,8 Prozent. Da CME derzeit mit der Intercontinental Exchange um die Kontrolle über CBOT konkurriert und diese das Angebot von CME prüfen will, legten deren Aktie mehr als 4 Prozent zu.
Papiere von KB Home zogen um 2,9 Prozent an, nachdem der Baukonzern für seine ebenfalls börsennotierte französische Tochter Kaufman & Broad eine Übernahmeofferte erhalten hat.
Papiere des Flash-Speicher-Produzenten SanDisk profitieren von einer Kooperation mit Microsoft und gewannen rund 1,8 Prozent, während Microsoft-Aktien rund ein Prozent fester tendierten.
Der Grafikchip-Hersteller NVIDIA teilte am Vorabend mit, dass er seinen Gewinn im ersten Quartal um 44 Prozent steigern konnte. Die Erwartungen wurden damit geschlagen, in der Folge gewann der Wert mehr als 7 Prozent.
Grüne Vorzeichen sind außerdem bei AIG auszumachen. Der weltgrößte Versicherungskonzern verzeichnete im ersten Quartal einen stärker als erwarteten Ergebnisanstieg. Am Ende gewann die Aktie 0,5 Prozent hinzu. (11.05.2007/ac/n/m)
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