09.07.2008 22:20
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Wall Street-Schluss: Kräftige Abschläge, Dow Jones verliert über 230 Punkte

New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen mussten am Mittwoch mit kräftigen Abschlägen aus dem Handel gehen. Im Fokus standen neben einem erstarkten Ölpreis vor allem die Finanzmarktkrise. Neuerliche belastende Analystenkommentare sorgten für schlechte Stimmung.

Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die Woche zum 4. Juli 2008 einen saisonbereinigten Zuwachs bei der Zahl der Hypothekenanträge. So erhöhte sich der entsprechende Index um 7,5 Prozent von 477,7 Zählern in der Vorwoche auf nun 513,4 Punkte. In der Vorwoche war ein Plus von 3,6 Prozent verzeichnet worden.

Der Dow Jones verlor am Ende 2,08 Prozent auf 11.147,44 Punkte, der S&P 500 gab wiederum 2,28 Prozent auf 1.244,68 Zähler nach. Die Technologiebörse NASDAQ verzeichnet wiederum ein Minus von 2,60 Prozent auf 2.234,89 Punkte.

Der Aluminiumhersteller Alcoa hat am Vorabend als erstes im Dow Jones gelistetes Unternehmen die Zahlen für das abgelaufene Quartal auf den Tisch gelegt. Der Konzern erzielte dabei einen Gewinnrückgang im Rahmen der Erwartungen. Die Umsatzentwicklung hat dabei allerdings positiv überrascht, weshalb die Aktie 2,4 Prozent nachgab.

Google gaben rund 2,3 Prozent ab. Hier belastete ein Bericht des "Wall Street Journal", wonach die Werbeumsätze des Videoportals YouTube, das zu dem Suchmaschinenbetreiber gehört, hinter den Erwartungen der Muttergesellschaft zurückbleiben dürften.

Yahoo! standen ebenfalls im Blick, nachdem Jerry Yang, CEO von Yahoo!, Microsoft in einem Interview mit dem "Wall Street Journal" vorgeworfen hat, dass der Software-Konzern sein Unternehmen zu destabilisieren versucht, ohne wirklich den Wunsch zu haben, eine Transaktion abzuschließen. Die Aktien verloren 2,4 bzw. 3,3 Prozent.

Anteilsscheine von Merrill Lynch lagen mit 9 Prozent im Minus. Hier sorgt ein Bericht der "New York Post" für Aufsehen, demzufolge die Investmentbank bis zu 5 Mrd. Dollar für ihre Beteiligung an dem Finanznachrichtendienst Bloomberg erhalten könnte.

Der Mischkonzern General Electric setzt sein Investitionsprogramm im Bereich alternativer Energien weiter fort. Demnach hat die Tochtergesellschaft GE Energy Financial Services weitere 100 Mio. Dollar in den Ausbau von drei Windenergieprojekte im US-Bundesstaat New York investiert, deren Bau im vergangenen Monat begonnen hatte. Am Ende ging es 3 Prozent abwärts.

Northwest Airlines kündigte heute an, in der Verwaltung 2.500 Stellen zu streichen. Betroffen sollen dabei sowohl Managementstellen, als auch Stellen mit direktem Kundenkontakt sein. In der Folge brach die Aktie um fast 16 Prozent ein. (09.07.2008/ac/n/m)

Kommentare zu diesem Artikel

haven1 schrieb:
09.07.2008 23:00:47

Aber einer verdient immer daran !!
Und wenn es nur die Analysten sind eigentlich schade das die noch bezahlt werden für so einen Schwachsinn

Gruß haven1
haven1 schrieb:
09.07.2008 22:57:12

wie sagt man so schön auch ein Blindes Huhn findet mal ein Korn !!!
ich frage mich warum diese Analysten nicht schon kamen als noch nichts davon bekannt war aber so sind sie sie hängen sich an was dran um nicht blöd da zu stehen.

ghaven1
haven1 schrieb:
09.07.2008 22:53:15

Finde diesen Bericht was die Analysten angeht schon beeindruckend die kommen aus den Löchern und hauen oben drauf wo normalerweise überhaupt nichts mehr drauf zu hauen gibt die Immo- Krise ist doch wahrlich bekannt aber so sind sie nun mal die kommen wie immer zu letzt aus den Löchern !!!!!
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