11.12.2007 22:23
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Wall Street-Schluss: Kräftige Abschläge nach Leitzinssenkung

New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen gingen am Dienstag mit kräftigen Abschlägen aus dem Handel. Nach der mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung der Fed und der wie erwartet beschlossenen Leitzinssenkung um 25 Basispunkte ist die Stimmung der Marktteilnehmer gekippt. Zwar wurde allgemein mit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte gerechnet, allerdings hatten viele Marktteilnehmer die Hoffnung auf eine höhere Zinssenkung.

Am Ende schloss der Dow Jones Industrial Average mit einem Minus von 2,14 Prozent bei 13.432,77 Zählern. Der S&P 500 gab um 2,53 Prozent auf 1.477,65 Zähler nach. Der NASDAQ Composite wiederum schloss 2,45 Prozent leichter und ging bei 2.652,35 Punkten aus dem Handel.

Der mit Abstand größte Gewinner im Dow Jones war AT&T mit einem satten Kursplus von knapp 4 Prozent. Zuvor kündigte die Telefongesellschaft eine Erhöhung der Dividende sowie ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm an.

Anteilsscheine von Texas Instruments rückten daneben 0,6 Prozent vor. Der weltgrößte Hersteller von Mobiltelefon-Chip hat seinen Ausblick für das vierte Quartal am Vorabend nach oben korrigiert.

Der europäische Chip-Hersteller STMicroelectronics gab heute die Übernahme des Videochip-Herstellers Genesis Microchip für 336 Mio. Dollar bekannt, der Titel gewann daraufhin mehr als 57 Prozent.

Rund lief es aber auch bei Celanese. Der Chemiekonzern hat seinen Ausblick für 2007 erhöht, was auf eine anhaltend starke Entwicklung im Acetyl-Geschäft zurückzuführen ist. Am Ende stieg die Aktie um annähernd 4 Prozent.

Kroger, der größte Lebensmittelhändler in den USA, hat im dritten Quartal einen um 18 Prozent höheren Gewinn erzielt, was vor allem mit einem soliden Umsatzwachstum zusammenhängt. Zudem wurde die Jahresprognose erhöht, enttäuschte damit aber die Analysten erheblich. Die Aktie brach um mehr als 6 Prozent ein.

Im Finanzsektor gaben Titel von H&R Block 3,5 Prozent nach, nachdem das Steuerberatungsunternehmen die Veröffentlichung seiner Zahlen zum zweiten Quartal verschoben und zudem den Ausblick gesenkt hat.

Daneben musste die Citigroup ein Minus von mehr als 4 Prozent hinnehmen. So wurde Vikram Pandit, bislang Chef des Investmentbanking, zum neuen CEO des Finanzkonzerns berufen. Ferner wurde Sir Win Bischoff, der Interims-CEO, als neuer Chairman berufen. Dort ersetzt er Robert E. Rubin der nach dem Weggang von Charles Prince diesen Posten ebenfalls interimshalber inne hatte.

Daneben brachen Papiere von Washington Mutual um rund 13 Prozent ein. Das Finanzinstitut kündigte am Vorabend aufgrund der Kreditkrise einen massiven Stellenabbau, eine drastische Kürzung der Dividende und die Ausgabe neuer Aktien an.

Bei Freddie Mac ging es um mehr als 10 Prozent abwärts. Zuvor hatte CEO Richard Syron auf einer Investorenkonferenz erklärt, dass er aus dem aktuellen Hypothekenbestand des zweitgrößten US-Hypothekenfinanzierers Verluste von 10 bis 12 Mrd. Dollar erwartet.

Der Mischkonzern General Electric hat heute eine Dividendenerhöhung um 11 Prozent sowie ein weiteres Aktienrückkaufprogramm über 15 Mrd. Dollar angekündigt. Ferner wurden Prognosen für das laufende vierte Quartal und das Gesamtjahr bekräftigt. Dennoch gab die Aktie am Ende 0,8 Prozent nach. (11.12.2007/ac/n/m)

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