21.12.2007 22:08
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Wall Street-Schluss: Kräftige Zugewinne, Konjunkturdaten im Fokus

New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen gingen am Freitag mit kräftigen Zugewinnen aus dem Handel. Am letzten Handelstag vor der Weihnachtspause sorgten besonders positive Konjunkturdaten für Furore. So wiesen die persönlichen Einkommen und Ausgaben im November einen weiteren Anstieg aus. So wuchsen die persönlichen Einkommen im Vormonatsvergleich um 0,4 Prozent, nachdem im Vormonat eine Zunahme um 0,2 Prozent verbucht worden war. Zudem kletterten die persönlichen Konsumausgaben um 1,1 Prozent, während sie im Vormonat nur um 0,2 Prozent zugelegt hatten.

Die Stimmung der Verbraucher hat sich im Dezember 2007 dagegen verschlechtert. So verringerte sich der Gesamtindex des Verbrauchervertrauens der Universität Michigan nur auf revidiert 75,5 Punkte, während vorläufig ein Rückgang auf 74,5 Punkte gemeldet worden war. Volkswirte waren durchschnittlich von einer Abnahme auf 74,5 Punkte ausgegangen, nach 76,1 Punkten im Vormonat.

Am Ende schloss der Dow Jones Industrial Average mit einem Plus von 1,55 Prozent bei 13.450,65 Zählern. Der S&P 500 legte um 1,67 Prozent auf 1.484,55 Zähler zu. Der NASDAQ Composite wiederum schloss 1,94 Prozent fester und ging bei 2.691,99 Punkten aus dem Handel.

Im Blick stand mitunter die Aktie von Merrill Lynch. Nach Angaben des "Wall Street Journal" könnte die Investmentbank eine Kapitalspritze in Höhe von bis zu 5 Mrd. Dollar vom staatlichen singapurischen Investor Temasek erhalten. Am Markt wurde der Bericht mit Wohlwollen aufgenommen, der Wert gewann 1,7 Prozent.

Daneben ging es für Titel von Walgreen um knapp 7 Prozent aufwärts. Die Drugstore-Kette hat im abgelaufenen Quartal etwas mehr verdient als zuvor von Analysten erwartet.

Anteilsscheine von Molson Coors legten über 2 Prozent zu, nachdem der Bierkonzern mit der britischen SABMiller ein definitives Abkommen zur Zusammenführung der Aktivitäten in den USA und Puerto Rico in dem Joint Venture MillerCoors geschlossen hat.

Dagegen brachen Papiere des Elektronikhändlers Circuit City nach schwachen Ergebnissen um mehr als 27 Prozent ein. Der Konzern musste im dritten Quartal aufgrund von Restrukturierungskosten einen höheren Verlust ausweisen. Ferner kletterte der Nettoverlust deutlich. Die Erwartungen wurden dabei verfehlt.

Auch im Technologiesegment waren heute wieder kräftige Ausschläge auszumachen. So stachen Papiere von Research In Motion mit einem stattlichen Plus von mehr als 10 Prozent hervor. Der kanadische BlackBerry-Hersteller trumpfte am Vorabend mit überraschend starken Geschäftsergebnissen auf.

Gegen den Trend sackten Micron um mehr als 5 Prozent ab. Angesichts eines branchenweiten Preisverfalls musste der Speicherchip-Hersteller abermals einen Verlust ausweisen. Der Umsatz stieg leicht. Analysten hatten im Vorfeld einen weniger deutlichen Verlust erwartet.

Mit einem Abschlag von über 21 Prozent traf es die Aktie von Jabil Circuit allerdings noch wesentlich härter. Der Auftragshersteller von Elektronikkomponenten hat im vergangenen Vierteljahr wieder Gewinne geschrieben, allerdings enttäuschte der Ausblick.

Respironics sprangen um rund 23 Prozent nach oben. Der niederländische Technologiekonzern Philips wird den Medizintechnikhersteller für 3,6 Mrd. Euro übernehmen. (21.12.2007/ac/n/m)

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