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Wall Street-Schluss: Kräftige Zugewinne, Yahoo!-Übernahme im Fokus
Daneben haben sich die Geschäftsaktivitäten des Verarbeitenden Gewerbes in den USA im Januar 2008 unerwartet verbessert. So stieg der ISM-Index von 48,4 Zählern im Dezember auf nun 50,7 Zähler. Volkswirte waren hingegen von einer Abnahme auf 47 Punkte ausgegangen.
Am Ende schloss der Dow Jones Industrial Average mit einem Plus von 0,73 Prozent bei 12.743,19 Zählern. Der S&P 500 schloss bei 1.395,42 Zähler und damit 1,22 Prozent fester. Der NASDAQ Composite wiederum schloss 0,98 Prozent fester und ging bei 2.413,86 Punkten aus dem Handel.
Hauptgesprächsthema war die mögliche Übernahme des Internet-Medienkonzerns Yahoo! durch Microsoft. Wie der Software-Konzern heute mitteilte, hat man angeboten, Yahoo für 44,6 Mrd. Dollar in Bargeld und Aktien zu übernehmen. Microsoft verspricht sich durch eine mögliche Transaktion jährliche Synergien von mindestens 1 Mrd. Dollar. Erwartungsgemäß verloren Anteile von Microsoft mehr als 6 Prozent. Papiere von Yahoo gingen indes durch die Decke und gewannen knapp 48 Prozent.
Im Automobilsektor standen heute die Absatzzahlen für Januar auf der Agenda. Mit Ford hat der zweitgrößte amerikanische Automobilhersteller erfreuliche Zahlen vorgelegt. Zwar wurden erneut weniger Fahrzeuge in den USA verkauft als im Vorjahreszeitraum, allerdings fiel der Rückgang weniger stark ausl als erwartet. Die Aktie gewann mehr als 3 Prozent. Beim Branchenführer GM sahen die Zahlen noch besser aus. Hier konnte ein Absatzplus um 2,6 Prozent gemeldet werden. Zudem wurde eine Produktionsausweitung angekündigt. Die Aktie gewann knapp 3 Prozent.
Titel des Suchmaschinen-Konzerns Google, der am Vorabend enttäuschende Ergebnisse auf den Tisch gelegt hat, knickten um rund 8,5 Prozent ein. Das Nettoergebnis stieg um rund 20 Prozent. Die Umsatzerlöse kletterten um etwa die Hälfte.
Papiere von Motorola gewannen dagegen mehr als 10 Prozent. Der Konzern prüft derzeit strategische Alternativen für seine Geschäftsbereiche, darunter auch eine Trennung von seiner Mobiltelefonsparte.
Der größte US-Ölkonzern Exxon Mobil konnte dank rekordhoher Ölpreisnotierungen im abgelaufenen Quartal einen unerwartet kräftigen Ergebnisanstieg verbuchen. Der Wert tendierte ein halbes Prozent leichter.
Die Aktie des Konkurrenten Chevron gab trotz der Vorlage starker Zahlen ein Prozent ab. Der zweitgrößte US-Ölkonzern konnte seinen Gewinn im vierten Quartal trotz relativ schwacher Raffineriemargen unerwartet deutlich um 29 Prozent steigern, was mit den rekordhohen Ölpreisen zusammenhängt. Der Gesamtumsatz des Konzerns erhöhte sich um rund 28 Prozent.
Alcoa, der weltweit größte Aluminiumhersteller, will gemeinsam mit der Aluminum Corporation of China (Chinalco) eine Beteiligung an dem britisch/australischen Bergbaukonzern Rio Tinto erwerben. Alcoa-Aktien gewannen 3,5 Prozent.
Der Computerspiele-Hersteller Electronic Arts musste im dritten Fiskalquartal 2007/08 einen Verlust hinnehmen, konnte aber vor Einmaleffekten die Erwartungen des Marktes treffen. Beim Konzernumsatz verbuchte Electronic Arts einen Anstieg um 17 Prozent. Der Titel konnte 2,6 Prozent zulegen. (01.02.2008/ac/n/m)
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