02.04.2008 22:30
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Wall Street-Schluss: Leichte Abschläge, Bernanke-Rede belastet

New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen präsentierten sich am Mittwoch mit leichten Abschlägen. Im Fokus standen dabei die jüngsten Aussagen von US-Notenbankpräsident Ben Bernanke zur US-Wirtschaft.

So erwartet Bernanke für das erste Halbjahr 2008, wenn überhaupt, einen nur leichten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in den USA, wobei auch ein mögliches negatives Wirtschaftswachstum in den ersten sechs Monaten nicht ausgeschlossen werde. Für die zweite Jahreshälfte rechnet der Notenbankchef hingegen aufgrund der zuletzt initiierten fiskalpolitischen Maßnahmen mit einer langsamen Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Situation in den USA. Bei dieser Prognose wollte Bernanke jedoch aufgrund weiterer möglicher Probleme an den Finanzmärkten eine mögliche Verschlechterung der konjunkturellen Gesamtsituation nicht ausschließen.

Der Auftragseingang für Industriegüter ist im Februar 2007 deutlich geschrumpft. So verringerte sich die Anzahl der Bestellungen gegenüber dem Vormonat um 1,3 Prozent, während Volkswirte nur eine Abnahme um 0,8 Prozent prognostiziert hatten. Für Januar war ein Minus von 2,5 Prozent gemeldet worden.

Am Ende schloss der Dow Jones Industrial Average mit einem Minus von 0,36 Prozent bei 12.608,92 Zählern. Der S&P 500 schloss bei 1.367,53 Zähler und damit 0,19 Prozent leichter. Der NASDAQ Composite wiederum ging 0,06 Prozent leichter bei 2.361,40 Punkten aus dem Handel.

Das Papier von Monsanto verlor rund 0,8 Prozent. Der Saatgut- und Agrarchemiekonzern konnte im zweiten Quartal dank der positiven Entwicklung in den beiden Kerngeschäftsfeldern einen deutlichen Ergebnisanstieg vorweisen und die Erwartungen übertreffen. Allerdings hat der Ausblick die Anleger weniger überzeugt.

Die Aktie von Best Buy gewann nach der Vorlage unerwartet guter Ergebnisse 1,1 Prozent. Der größte US-Elektronikhändler hat seinen Umsatz im vierten Quartal leicht gesteigert. Ohne die Berücksichtigung einer zusätzlichen Verkaufswoche im Vorjahresquartal konnte das Ergebnis dabei um 14 Prozent verbessert werden.

Anteilsscheine des Einzelhandelskonzerns REX Stores sackten dagegen um knapp 10 Prozent ab. Das Unternehmen verzeichnete im vierten Quartal zwar ein kräftiges Ergebnisplus, Analysten hatten im Vorfeld allerdings einen noch stärkeren Anstieg erwartet. Zudem hat die Umsatzentwicklung enttäuscht.

Die Bankgesellschaft National City, die von der Immobilienkrise schwer getroffen wurde, erwägt nach Angaben des "Wall Street Journal" ihren Verkauf an den Konkurrenten KeyCorp. National City gab gestern bekannt, dass ihr Board derzeit eine Reihe von strategischen Alternativen für das Unternehmen in Betracht zieht. Während die Aktie von National City 7,7 Prozent abgab, gewannen Papiere von KeyCorp rund 4 Prozent.

Der Automobilkonzern Ford hat weitere Schritte zur Optimierung der Kostenstruktur angekündigt. Demnach will der zweitgrößte US-Automobilhersteller weitere Maßnahmen im Einkauf und der Produktentwicklung umsetzen, wobei beide Bereiche künftig stärker zusammenarbeiten sollen. Dabei soll der Fokus vor allem auf einer effizienteren Vorgehensweise beim Einkauf, weiteren Kosteneinsparungen in beiden Bereichen sowie Qualitätsverbesserungen liegen. Bis zum Abend konnte die Ford-Aktie rund 2,7 Prozent zulegen. Beim Konkurrenten GM ging es sogar 4,2 Prozent aufwärts.

Der Billigflieger Southwest Airlines hat heute die Passagierzahlen für den Monat März 2008 veröffentlicht. Dabei konnte die nach Passagierzahlen größte Fluggesellschaft in den USA mit steigenden Passagierzahlen eine verbesserte Auslastung erzielen. Die Aktie schloss am Ende knapp behauptet. (02.04.2008/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

Monsanto 80,2 -0,4%
Best Buy 28,9 -1,3%
Rex Stores 10,4 -1,2%
National City 3,6 -4,3%
KeyCorp 15,6 -1,0%
Ford Motor 5,2 -1,9%
Southwest Airlines 8,6 -0,1%

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