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Wall Street-Schluss: Leichte Abschläge nach Zinssenkung
Das US-Wirtschaftswachstum hat sich im ersten Quartal 2008 mit unverändertem Tempo fortgesetzt. Gegenüber dem Vorquartal kletterte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) erneut um 0,6 Prozent. Dagegen hatten Volkswirte für den Berichtszeitraum nur ein BIP-Wachstum von 0,5 Prozent prognostiziert, nachdem im Vorquartal ein Plus von 0,6 Prozent verbucht worden war.
Der Anstieg der US-Arbeitskosten hat sich im ersten Quartal 2008 leicht abgebremst. Gegenüber dem Vorquartal wuchs der entsprechende Index in den USA um 0,7 Prozent. Volkswirte waren durchschnittlich von einer Kostensteigerung um 0,8 Prozent ausgegangen, nachdem der Index bereits im Schlussquartal 2007 um 0,8 Prozent zugelegt hatte.
Die Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager ermittelte für April 2008 überraschend einen leichten Anstieg beim saisonbereinigten Konjunktur-Index. So wuchs der Einkaufsmanager-Index auf 48,3 Punkte, nach 48,2 Punkten im Vormonat. Dagegen hatten Volkswirte einen Rückgang auf 47,5 Punkte prognostiziert.
Am Ende schloss der Dow Jones Industrial Average mit einem Minus von 0,09 Prozent bei 12.820,13 Zählern. Der S&P 500 schloss bei 1.385,59 Zähler und damit 0,38 Prozent leichter. Der NASDAQ Composite wiederum ging 0,55 Prozent schwächer bei 2.412,80 Punkten aus dem Handel.
Die Aktie von General Motors gewann am Ende mehr als 9 Prozent. Der größte Automobilkonzern in den USA hat im ersten Quartal einen Verlust von knapp 3,3 Mrd. Dollar eingefahren. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten wurden die Erwartungen der Analysten allerdings deutlich übertroffen.
Gute Nachrichten kamen auch von TRW Automotive. Der Automobilzulieferer ist im letzten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt und hat seinen Ausblick deutlich angehoben. Die Aktie gab bis zum Abend 0,3 Prozent nach.
Anteilsscheine von Procter & Gamble legten rund 1,8 Prozent zu. Wie der Konsumgüterkonzern heute mitteilte, konnte er seinen Gewinn im dritten Quartal um 8 Prozent steigern und damit etwas stärker als erwartet. Zudem wurde die Jahresplanung leicht angehoben. Titel des Mitbewerbers Colgate-Palmolive verloren trotz unerwartet guter Ergebnisse 6,7 Prozent.
Papiere des Papier- und Forstprodukteherstellers International Paper, der im ersten Quartal aufgrund der deutlich gestiegenen Rohstoffpreise einen kräftigen Ergebnisrückgang verbuchte, fielen um knapp 4 Prozent zurück.
Die Aktie des Medienkonzerns Time Warner, dessen Zahlenwerk keine größeren Überraschungen barg, tendierte 2,8 Prozent leichter. Der Gewinn ist im ersten Quartal um 36 Prozent gesunken und enttäuschte damit die Erwartungen leicht. Zudem hat der Konzern angekündigt, den Rest seines Kabelgeschäfts abzuspalten.
Für Anteile des Lebensmittelkonzerns Kraft, der auf bereinigter Basis im abgelaufenen Quartal überraschend gut verdient hat, ging es um 2,8 Prozent nach oben.
Der Nahrungsmittelhersteller Kellogg musste im ersten Quartal einen leichten Ergebnisrückgang ausweisen. Der auf Frühstücksflocken spezialisierte Konzern begründete dies vor allem mit den zuletzt deutlich gestiegenen Rohstoffpreisen. Aktuell verlor der Titel 1,5 Prozent.
Die krisengeschüttelte Citigroup hat das Volumen der am Vortag angekündigten Kapitalerhöhung aufgestockt. So sollen im Rahmen der Kapitalmaßnahme insgesamt 178.076.770 neue Aktien zu einem Ausgabepreis von 25,27 Dollar je Aktie begeben werden. Dies entspricht einem Gesamtvolumen von 4,5 Mrd. Dollar. In der Folge gab die Aktie 4 Prozent nach. (30.04.2008/ac/n/m)
| 10.09.2008 | General Motors verkaufen | Raiffeisen Centrobank AG | |
| 12.08.2008 | General Motors hold | Citigroup Corp. | |
| 06.08.2008 | General Motors neutral | Credit Suisse Group | |
| 05.08.2008 | General Motors equal-weight | Lehman Brothers Inc. | |
| 04.08.2008 | General Motors equal-weight | Lehman Brothers Inc. |
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