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Wall Street-Schluss: Leitzinssenkung im Fokus, Dow Jones schließt unter 12.000 Punkten
Vor Handelsbeginn hat der Offenmarktausschuss der Federal Reserve überraschend beschlossen, den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte zu senken. Damit verringert sich der Leitzinssatz auf 3,50 Prozent. Die Währungshüter reagierten damit auf die anhaltenden Ängste vor einer Rezession in den USA und die starken Kursverlust an den internationalen Börsen.
Am Ende schloss der Dow Jones Industrial Average mit einem Minus von 1,06 Prozent bei 11.971,19 Zählern. Der S&P 500 schloss bei 1.310,50 Zähler und damit 1,11 Prozent leichter. Der NASDAQ Composite wiederum schloss 2,04 Prozent schwächer und ging bei 2.292,27 Punkten aus dem Handel.
Angesichts der unerwarteten Leitzinssenkung entwickelten sich Finanzwerte trotz enttäuschender Ergebnisse spürbar besser als der Gesamtmarkt. Wie die Bank of America mitteilte, musste sie im Zusammenhang mit Kreditverlusten und schwachen Ergebnissen im Investment Banking im vierten Quartal einen drastischen Gewinnrückgang verbuchen. Die Erwartungen der Analysten wurden dabei verfehlt, die Aktie gewann nach einem schwachen Auftakt aber dennoch knapp 4 Prozent hinzu.
Die Bankgesellschaft Wachovia musste im vierten Quartal aufgrund milliardenschwerer Wertberichtigungen im Hypotheken- und Konsumkreditgeschäft einen unerwartet kräftigen Ergebnisrückgang ausweisen. Der Wert gewann am Ende ebenfalls knapp 4 Prozent.
Papiere von Ambac preschten dagegen um über 31 Prozent nach oben, obwohl der Anleiheversicherer zuvor bekannt gab, dass er im vierten Quartal einen Milliardenverlust verbuchen musste.
Anteilsscheine des Krankenversicherers UnitedHealth, der im abgelaufenen Quartal einen leichten Ergebniszuwachs verbuchen konnte, gaben dagegen mehr als 5 Prozent ab.
Der Fokus der Anleger gilt außerdem den Ergebnissen des Konsumgüter- und Gesundheitskonzerns Johnson & Johnson. Obgleich das vorgelegte Zahlenwerk durchaus überzeugen konnte, büßte der Wert 1,6 Prozent ein.
Papiere des Chemiekonzerns DuPont rücken nach der Vorlage von Geschäftszahlen leicht vor. Der zweitgrößte Chemiekonzern in den USA hatte erklärt, dass der Gewinn im vierten Quartal um 37 Prozent gesunken ist, was mit Einmalerträgen im Vorjahr zusammenhängt.
Daneben gewannen auch Anteile von Ventana mehr als 4 Prozent. Zuvor hat der schweizerische Pharmakonzern Roche sein Übernahmeangebot für den Medizintechnikhersteller angehoben. (22.01.2008/ac/n/m)
| 16.09.2008 | Bank of America sector perform | RBC Capital Markets | |
| 08.08.2008 | Bank of America neutral | UBS AG | |
| 23.07.2008 | Bank of America buy | Ladenburg Thalmann & Co. Inc. | |
| 05.06.2008 | Bank of America neues Kursziel | Merrill Lynch & Co., Inc. | |
| 23.04.2008 | Bank of America buy | UBS AG |
Aktien in diesem Artikel
| Bank of America | 11,3 | +0,9% | |
| Wachovia | 3,6 | -17,2% | |
| AMBAC Financial Group | 1,0 | +0,4% | |
| UnitedHealth Group | 15,8 | -2,8% | |
| JohnsonJohnson | 44,4 | -1,8% | |
| DuPont | 17,8 | -4,0% | |
| Roche | 111,6 | +3,0% | |
| Ventana Medical Systems |
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