McDonalds Aktie [WKN: 856958 / ISIN: US5801351017]

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08.08.2006 22:15
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Wall Street-Schluss: Märkte nach Zinsentscheid schwächer

Westerburg (aktiencheck.de AG) - Die US-Märkte gingen am Dienstag mit Abschlägen aus dem Handel. Nachdem den Tag über Zurückhaltung vorherrschte, gingen die Kurs nach Bekanntwerden der Zinsentscheidung in den Keller. Wie weitgehend erwartet beließ die Fed die Zinsen unverändert bei 5,25 Prozent. Vorbörslich hatte das Arbeitsministerium mitgeteilt, dass sich die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft im zweite Quartal 2006 nach vorläufigen Zahlen gegenüber dem Vorquartal um 1,1 Prozent erhöht hat, während Volkswirte nur einen Zuwachs von 0,9 Prozent erwartet hatten. Die Lohnstückkosten kletterten um 4,2 Prozent.

Der Dow Jones Industrial Average schloss am Ende mit einem Minus von 0,41 Prozent bei 11.173,59 Zählern, während der S&P 500 0,34 Prozent auf 1.271,48 Zähler abgab. Der NASDAQ Composite ging mit einem Minus von 0,56 Prozent auf 2.060,85 Punkte aus dem Handel.

Im Technologiesektor brachen Papiere des Speicherspezialisten Brocade um fast 19 Prozent ein, nachdem der Konzern die Übernahme des heimischen Konkurrenten McDATA für 713 Mio. Dollar bekannt gab. In der Folge schossen McDATA-Aktien dagegen um knapp 6 Prozent nach oben. Im Rahmen der Transaktion erhalten McDATA-Aktionäre für jeden ihrer Anteilsscheine rund 4,61 Dollar, was einer Prämie von 48 Prozent auf deren gestrigen Schlusskurs (Class A) entspricht. Nach Abschluss der Übernahme werden McDATA-Aktionäre 30 Prozent des fusionierten Unternehmens halten. Wie Brocade weiter bekannt gab, rechnet man für das dritte Quartal mit Umsätzen von 188 bis 189 Mio. Dollar und einem EPS von 8 bis 9 Cents.

Daneben standen Papiere von McDonalds im Fokus, bis zum Abend verbuchte der Titel ein Minus von 1,2 Prozent. Der Fast Food-Konzern verbuchte im Juli aufgrund der starken Entwicklung in Europa und Asien einen Anstieg der vergleichbaren Filialumsätze um 3,8 Prozent. Titel der Schnellrestaurantkette Jack in the Box gewannen nach der Vorlage überraschend starker Zahlen hingegen mehr als 7 Prozent. So lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 27,8 Mio. Dollar bzw. 77 Cents je Aktie, nach 23,9 Mio. Dollar bzw. 66 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Damit konnte die konzerneigene Prognose von 65 bis 67 Cents je Aktie übertroffen werden.

Ebenfalls kräftig zulegen konnten am Dienstag Aktien von Reynolds & Reynolds. Der Anbieter von Software für Autohändler in Nordamerika hatte zuvor erklärt, dass sie für 2,8 Mrd. Dollar (einschließlich Schulden) von der privaten Universal Computer Systems Inc. übernommen wird. Die Aktie von Reynolds & Reynolds schoss bis zum Abend um fast 11 Prozent nach oben.

Die amerikanische NTL Inc. (ISIN US62940M1045/ WKN 172950), der größte Kabelbetreiber in Großbritannien, meldete heute, dass er im zweiten Quartal einen Verlust ausweisen musste, was mit hohen Einmalerträgen im Vorjahr zusammenhängt. Der Nettoverlust belief sich auf 195,8 Mio. Britische Pfund (GBP) bzw. 68 Cents pro Aktie, nach einem Überschuss von 73,5 Mio. GBP bzw. 35 Cents pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz hat sich von 482,5 Mio. GBP auf 884,3 Mio. GBP fast verdoppelt, was vor allem auf die Telewest-Übernahme zurückzuführen ist. Der operative Gewinn ging von 6,4 Mio. GBP auf 6,3 Mio. GBP zurück.

Der Kabelfernseh-Betreiber Charter Communications Inc. (ISIN US16117M1071/ WKN 929140) meldete heute, dass er seinen Verlust im zweiten Quartal ausgeweitet hat, was das Ergebnis höherer operativer Ausgaben ist. Bereits im ersten Quartal war ein größerer Verlust zum Vorjahr gemeldet worden. Der Nettoverlust belief sich demnach auf 382 Mio. Dollar bzw. 1,20 Dollar pro Aktie, nach einem Fehlbetrag von 355 Mio. Dollar bzw. 1,17 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Der Verlust aus dem laufenden Geschäft erhöhte sich von 1,18 Dollar pro Aktie auf 1,27 Dollar pro Aktie. Der Umsatz nahm um 9,2 Prozent auf 1,38 Mrd. Dollar zu. Analysten waren im Vorfeld von einem Verlust von 93 Cents und einem Umsatz von 1,42 Mrd. Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal stellen sie ein EPS von -77 Cents bei Erlösen von 1,41 Mrd. Dollar in Aussicht.

Der Energieversorger Edison International (ISIN US2810201077/ WKN 887629) verbuchte im zweiten Quartal aufgrund negativer Einmaleffekte einen Ergebnisrückgang. Wie der Konzern heute erklärte, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 177 Mio. Dollar bzw. 54 Cents je Aktie, nach 201 Mio. Dollar bzw. 61 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Ohne die Berücksichtigung von Einmalbelastungen verbesserte sich der operative Gewinn im Vorjahresvergleich von 54 Cents auf 55 Cents je Aktie. Der Konzernumsatz verbesserte sich von 2,65 Mrd. Dollar auf 3,00 Mrd. Dollar. Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von 59 Cents sowie einen Umsatz von 3,1 Mrd. Dollar erwartet. Für das laufende Quartal gehen Marktbeobachter von einem EPS in Höhe von 1,23 Dollar sowie einem Umsatz von 3,80 Mrd. Dollar aus.

Der Modekonzern Polo Ralph Lauren Corp. (ISIN US7315721032/ WKN 907113) verbuchte im ersten Quartal aufgrund höherer Umsatzerlöse und höherer Margen einen deutlichen Ergebnisanstieg. Wie der Konzern heute erklärte, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 80 Mio. Dollar bzw. 74 Cents je Aktie, nach 51 Mio. Dollar bzw. 51 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Beim Konzernumsatz verbuchte Polo Ralph Lauren einen Anstieg von 752 Mio. Dollar auf 954 Mio. Dollar. Wesentlichen Anteil an der deutlichen Ergebnisverbesserung hatte die starke Absatzentwicklung in den USA. Analysten hatten zuvor ein EPS von 67 Cents sowie einen Umsatz von 908 Mio. Dollar erwartet. Für das laufende Quartal liegen die durchschnittlichen Markterwartungen bei einem EPS von 1,06 Dollar sowie einem Umsatz von 1,15 Mrd. Dollar. (08.08.2006/ac/n/m)

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