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Wall Street Schluss: New York am Ende fester, Dow weiter über 11.000er Marke
Im Vorfeld der Rede des neuen Notenbankchefs Ben Bernanke vor dem Repräsentantenhaus hielten sich die Marktteilnehmer am Morgen ebenfalls zurück. Der Nachfolger von "Mr Fed- Alan Greenspan" sagte dann vor dem US-Kongress, dass man zwar keine weitere Zinserhöhung ausschließe, jedoch wolle er, Bernanke, am geldpolitischen Kurs Greenspans festhalten. Weitere Zinserhöhungen könnten wegen der Inflationsrisiken notwendig sein, da vor allem von den hohen Energiepreisen eine gewisse Gefahr für die Preisstabilität ausgehe.
Nach dieser Rede präsentierten sich die US-Börsen an der Wall Street zunächst noch uneinheitlich, konnten aber mit Unterstützung eines zurückgehenden Ölpreises zum Ende hin in die Gewinnzone drehen. Der Dow Jones gewann 0,28 Prozent auf 11.059 Punkte hinzu, die NASDAQ verbuchte einen Aufschlag von 0,63 Prozent auf 2.276 Punkte. Nachbörslich werden heute zudem noch Geschäftszahlen von Hewlett Packard und Biogen erwartet, die den morgigen Handelstag wiederum beeinflussen könnten.
Im Fokus der Anleger fand sich unter anderem die Fusion der Investment Management-Sparte von Merrill Lynch mit dem Vermögensverwalter BlackRock, die heute bereits vorbörslich offiziell verkündet wurde. Im Rahmen der Transaktion wird Merrill Lynch einen Anteil von 49,8 Prozent an der neu formierten Gesellschaft halten und über 45 Prozent der Stimmrechte verfügen. Die neue Gesellschaft wird weiterhin unter der Bezeichnung BlackRock firmieren. Die Anleger reagierten durchweg positiv auf die Meldung, so legten Aktien von BlackRock zeitweise um 8 Prozent zu.
Das amerikanische Biotech-Unternehmen Genzyme Corp. (ISIN US3729171047/ WKN 871137) teilte heute mit, dass es im vierten Quartal einen Gewinn erzielt hat. Im Vorjahr war noch ein Verlust ausgewiesen worden, der jedoch die Folge einer hohen Sonderbelastung war. Der Nettogewinn belief sich auf 106,6 Mio. Dollar bzw. 39 Cents pro Aktie, gegenüber einem Fehlbetrag von 157,3 Mio. Dollar bzw. 68 Cents pro Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten nahm der Gewinn pro Aktie von 52 Cents auf 60 Cents zu. Der Umsatz kletterte um 23 Prozent auf 728,7 Mio. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 60 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 726 Mio. Dollar ausgegangen.
Die Merck & Co. Inc. (ISIN US5893311077/ WKN 851719), der zweitgrößte Pharmakonzern in den USA, erzielte einen Fortschritt mit seinem Medikament Januvia. Wie der Konzern heute bekannt gab, akzeptierte die US-Gesundheitsbehörde FDA seinen Antrag auf Marktzulassung (New Drug Application) für das experimentelle Arzneimittel. Das Präparat soll zur Behandlung von Patienten mit Type 2 Diabetes freigegeben werden. Das Unternehmen rechnet eigenen Angaben zufolge damit, dass die Food and Drug Administration bis Mitte Oktober über den Antrag entscheiden wird.
Der amerikanische Pharmagroßhändler Caremark Rx Inc. (ISIN US1417051034/ WKN 899118) konnte beim Ergebnis im vierten Quartal aufgrund positiver Einmaleffekte aus dem Verkauf einer Unternehmensbeteiligung sowie der starken operativen Entwicklung einen Anstieg vorweisen. Wie der Gesundheitsdienstleister heute bekannt gab, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 290,66 Mio. Dollar bzw. 64 Cents je Aktie, nachdem im Vorjahresquartal ein Nettogewinn von 205,08 Mio. Dollar bzw. 45 Cents ausgewiesen werden konnte. Ohne die Berücksichtigung restrukturierungsbedingter Einmaleffekte sowie einem Einmalerlös aus dem Verkauf einer Beteiligung lag der Gewinn je Aktie im Schlussquartal 2005 bei 55 Cents.
| 22.05.2008 | Merrill Lynch sell | Ladenburg Thalmann | |
| 27.03.2008 | Merrill Lynch Kursziel gesenkt | Punk Ziegel & Company | |
| 11.03.2008 | Merrill Lynch equal-weight | Lehman Brothers Inc. | |
| 15.02.2008 | Merrill Lynch equal-weight | Lehman Brothers Inc. | |
| 24.01.2008 | Merrill Lynch neutral | UBS AG |
Aktien in diesem Artikel
| Merrill LynchCo | 20,0 | -1,5% | |
| Genzyme | 46,8 | +1,0% | |
| MerckCo | 23,8 | -2,5% | |
| Caremark Rx | % | ||
| Ingram Micro | 10,7 | +0,5% | |
| RealNetworks | 4,0 | +0,3% | |
| Microsoft | 16,7 | +1,0% |
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