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Wall Street-Schluss: Rezessionsangst sorgt für Kurseinbruch, Dow Jones verliert 733 Punkte
Der Einzelhandelsumsatz in den USA hat sich im September unerwartet deutlich verringert. Auf Monatssicht schrumpften die Umsatzerlöse um 1,2 Prozent. Volkswirte hatten ein Minus um 0,7 Prozent prognostiziert. Bereinigt um die Umsätze der Automobilbranche fielen die Umsätze um 0,6 Prozent. Experten waren nur von einer Abnahme um 0,2 Prozent ausgegangen. Gleichzeitig ermittelte die Federal Reserve Bank of New York für Oktober einen überraschend deutlichen Rückgang bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe des Distrikts New York. Dabei haben sich die Erzeugerpreise im September wie erwartet verringert. In der Kernrate wurde hingegen ein überraschend deutlicher Anstieg verzeichnet.
Der Dow Jones verlor am Ende 7,87 Prozent auf 8.577,91 Punkte, der S&P 500 gab 9,03 Prozent auf 907,84 Zähler nach. Die Technologiebörse NASDAQ verzeichnete wiederum ein Minus von 8,47 Prozent auf 1.628,33 Punkte.
Der weltgrößte Softdrink-Hersteller Coca-Cola konnte sein Ergebnis im abgelaufenen Quartal deutlich steigern und die Schätzungen übertreffen. Ungeachtet des negativen Umfelds rückte der Wert als einziger Dow Jones-Titel um rund ein Prozent vor. Spitzenverlierer im US-Leitindex waren u.a. die Finanzwerte Citigroup (-14 Prozent), American Express (-13 Prozent) und Bank of America (-10 Prozent). Angesichts des Ölpreisrückgang büßten auch Rohstoffwerte wie Exxon Mobil (-14 Prozent), Alcoa (-13 Prozent), Chevron (-12,5 Prozent) deutlich an Wert ein.
Abschläge von rund 6 Prozent waren bei Intel auszumachen. Der größte Chip-Hersteller der Welt konnte Umsatz und Gewinn im abgelaufenen Quartal weiter steigern und die Gewinnerwartungen schlagen. Laut CEO Paul Otellini seien allerdings die Auswirkungen der Finanzmarktkrise noch nicht absehbar.
Für Anteilsscheine von Genentech ging es um gut 3 Prozent nach oben. Der Biotech-Konzern hat im abgelaufenen Quartal zwar deutlich mehr verdient, die Prognosen aber verfehlt. Dagegen konnte der Umsatz überzeugen.
Im Finanzsektor gaben Papiere der Großbank JPMorgan, die im dritten Quartal trotz der Auswirkungen durch die internationale Finanzkrise noch einen Gewinn ausweisen konnte, 5,5 Prozent nach. Analysten hatten zuvor einen Verlust erwartet.
Für Wells Fargo ging es nach Zahlen um ein halbes Prozent nach unten. Der Finanzkonzern musste im letzten Quartal - ebenfalls wegen der Verwerfungen an den internationalen Finanzmärkten - einen Ergebnisrückgang hinnehmen.
Die Fluggesellschaft Delta Air Lines hat im dritten Quartal überraschend einen Verlust hinnehmen müssen, während Analysten zuvor ein Break Even-Ergebnis erwartet hatten. Angesichts der deutlich gefallenen Ölpreisnotierungen ging es hier aber mehr als ein Prozent nach oben.
AMR, die Muttergesellschaft der Fluglinie American Airlines, konnte im dritten Quartal 2008 ihren Gewinn steigern und auf bereinigter Ebene die Erwartungen schlagen. Zudem wurde bekannt, dass AMR 42 Maschinen vom Typ 787 des US-Flugzeugherstellers Boeing kaufen will. Die AMR-Aktie gab leicht nach. (15.10.2008/ac/n/m)
| 18.11.2008 | Coca-Cola neutral | UBS AG | |
| 29.10.2008 | Coca-Cola abwarten | Der Aktionär | |
| 29.10.2008 | Coca-Cola akkumulieren | Independent Research GmbH | |
| 23.10.2008 | Coca-Cola kaufen | Raiffeisen Centrobank AG | |
| 23.10.2008 | Coca-Cola langfristiger Einstieg | Aktienservice Research |
Aktien in diesem Artikel
| Coca-Cola | 34,7 | -3,2% | |
| Intel | 10,5 | +1,4% | |
| JPMorgan | 21,9 | -4,0% | |
| Wells FargoCo | 19,5 | -8,3% | |
| Genentech | 57,6 | -3,3% | |
| Roche | 111,6 | +3,0% | |
| Delta Air Lines | |||
| AMR | 6,3 | -7,2% | |
| Boeing | 32,0 | -1,8% |
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