New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Aktienmärkte gingen am Freitag mit leichten Abschlägen aus dem verkürzten Handel. Nach dem gestrigen Feiertag waren die US-Börsen den gesamten Handelstag über in schwacher Verfassung. Viele Marktteilnehmer waren dem Handel aufgrund der verkürzten Sitzung fern geblieben und haben sich bereits am Mittwoch in ein verlängertes Wochenende verabschiedet. Zudem lastete der Kursverfall des Dollar auf der Stimmung der Anleger.
Der Dow Jones Industrial Average schloss am Ende mit einem Minus von 0,38 Prozent bei 12.280,17 Zählern. Der S&P 500 verlor um 0,37 Prozent auf 1.400,95 Zähler. Der NASDAQ Composite wiederum ging mit einem Minus von 0,23 Prozent auf 2.460,26 Punkte aus dem Handel.
Der Start der Weihnachtssaison rückt Einzelhandelswerte in den Fokus des Marktes. Papiere des Einzelhandelskonzerns Wal-Mart, der einem Pressebericht zufolge vom mexikanischen Finanzministerium die Genehmigung zur Eröffnung einer Bank in Mexiko erhalten hat, verloren 0,3 Prozent. Die "New York Times" hatte berichtet, dass nach den Problemen im Heimatland USA dies nunmehr in Mexiko funktioniert habe.
Microsoft-Aktien büßten ein halbes Prozent ein. Der Software-Hersteller hatte heute bei der Europäischen Kommission neue Unterlagen eingereicht, mit denen einer vor rund zwei Jahren getroffenen Entscheidung der EU-Wettbewerbsbehörde Rechnung getragen werden soll. Mit der Einreichung hat Microsoft eine Frist eingehalten, die von Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes gesetzt worden war. Jedoch wird es noch Monate dauern, um zu klären, ob die in den revidierten Dokumenten (Technical Documentation) aufgeführten Zugeständnisse von Microsoft ausreichen, um Strafzahlungen in Höhe von bis zu 3 Mio. Euro pro Tag zu vermeiden.
Daneben ging es für Titel von Family Dollar Stores um 1,9 Prozent nach unten. Zuvor meldete das Unternehmen eine Verschiebung seines Jahresberichts. Wie das Unternehmen erklärte ist es ihm aufgrund einer laufenden Untersuchung hinsichtlich der Bilanzierungspraktiken bei vergebenen Aktienoptionen nicht möglich, den Finanzbericht für das zum 26. August 2006 abgelaufene Geschäftsjahr bis zum 24. November einzureichen.
Dagegen erholten sich Anteilsscheine von General Motors von den jüngsten Kurskapriolen und legten ein halbes Prozent zu. Am Mittwoch hatte der Wert deutlich Federn lassen müssen, nachdem die Investmentgesellschaft des Milliardärs Kirk Kerkorian Tracinda bekannt gab, sich von 14 Millionen Aktien des Automobilkonzerns zu trennen. (24.11.2006/ac/n/m)