20.07.2007 22:25
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Wall Street-Schluss: Schwache Unternehmensergebnisse belasten erheblich

New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen gingen am Freitag mit kräftigen Abschlägen aus dem Handel. Dabei erwiesen sich zum Wochenschluss vor allem die vielen enttäuschend ausgefallenen Unternehmensergebnisse als Belastungsfaktoren.

Der Dow Jones Industrial Average schloss am Ende mit einem Minus von 1,07 Prozent bei 13.851,08 Zählern. Der S&P 500 gab 1,22 Prozent auf 1.534,10 Zähler nach. Der NASDAQ Composite wiederum schloss 1,19 Prozent leichter und ging bei 2.687,60 Punkten aus dem Handel.

Im Technologiesegment stach die Aktie von Google trotz eines unerwartet starken Umsatzsprungs im abgelaufenen Quartal mit einem satten Abschlag von über 5 Prozent ins Auge. Der Internet-Suchmaschinenbetreiber konnte seinen Gewinn im Berichtszeitraum um 28 Prozent steigern und hat damit die Erwartungen des Marktes verfehlt.

Papiere von Microsoft gaben 1,1 Prozent ab. Der Software-Konzern profitierte im vergangenen Quartal vom Erfolg des neuen Betriebssystems Vista und verzeichnete einen unerwartet starken Umsatzanstieg, während der Gewinn wie prognostiziert verbessert werden konnte. Einige Anleger hatten sich jedoch noch bessere Zahlen erhofft.

Der Chip-Hersteller AMD ist im zweiten Quartal wie erwartet tief in die roten Zahlen gerutscht. Als Grund gab der weltweit zweitgrößte Hersteller von Mikroprozessoren den harten Preiskampf im Sektor und die dadurch gesunkenen Preise an. Die Aktie verlor dabei trotz der unerwartet guten Umsatzentwicklung 1,8 Prozent.

Daneben kamen Papiere von Caterpillar kräftig unter die Räder. Der Baumaschinenhersteller litt in den vergangenen drei Monaten unter der anhaltenden Schwäche der Bauindustrie in Nordamerika und verzeichnete einen deutlichen Ergebnisrückgang. Der Titel gab bis zum Abend rund 4,5 Prozent ab.

Die Citigroup wiederum meldete ein überraschend starkes Zahlenwerk. Die größte Bankgesellschaft in den USA konnte ihren Gewinn im zweiten Quartal um 18 Prozent steigern, was auf einen Rekordumsatz und Kostensenkungsmaßnahmen zurückzuführen ist. Dabei wurden die Umsatz- und Gewinnprognosen der Analysten deutlich geschlagen. Den Anlegern waren die guten Ergebnisse allerdings nur ein Minus von 0,8 Prozent wert.

Die Bankgesellschaft Wachovia verbuchte im zweiten Quartal dank der starken Entwicklung im Hypothekensegment und bei der Vergabe von Privatkundenkrediten einen Ergebnisanstieg. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten verbesserte sich der Gewinn je Aktie stärker als von Marktbeobachtern erwartet. Dennoch gab die Aktie 3,2 Prozent nach.

Papiere des Haushaltsgeräteherstellers Whirlpool gaben am Ende 5,3 Prozent ab, obwohl der Konzern seinen Gewinn im vergangenen Vierteljahr stärker als von Marktbeobachtern angenommen steigern konnte. (20.07.2007/ac/n/m)

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