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Wall Street Schluss: Schwacher Handel, Guidant-Übernahme erfreut Anleger
Für Aufsehen sorgte heute der Konsumgüterhersteller Johnson & Johnson, der seine Übernahmeofferte für den Medizintechnikkonzern Guidant zwar deutlich reduzierte, an der Übernahme aber nun doch festhält. Mit dem Schritt reagiert das Unternehmen auf Ereignisse in Zusammenhang mit der operativen Entwicklung von Guidant. In der Folge legten beide Aktien deutlich zu. Johnson & Johnson gewann über 4 Prozent und Guidant legte sogar mehr als 8 Prozent hinzu.
Deutliche Zugewinne konnten auch die Aktien von Agilent Technologies verzeichnen. Der Technologiekonzern verfehlte im abgelaufenen Quartal zwar die Umsatzprognosen, übertraf aber die durchschnittlichen Ergebnisprognosen. Die Papiere gewannen fast 5 Prozent. Schwächer notierten dagegen die Aktien des Discount-Brokers Charles Schwab. Nach einer Senkung der Prognosen für das laufende Quartal gab die Aktie mehr als 3 Prozent nach.
Der Dow Jones Industrial Average schloss am Dienstag mit einem Minus von 0,10 Prozent bei 10.686,44 Zählern. Der NASDAQ Composite ging mit einem Minus von 0,65 Prozent auf 2.186,74 Punkte aus dem Handel.
Der Konsumgüterhersteller Johnson & Johnson (ISIN US4781601046/ WKN 853260) hat seine Übernahmeofferte für den Medizintechnikkonzern Guidant Inc. (ISIN US4016981056 / WKN 893513) deutlich reduziert. Wie der Konzern heute bekannt gab, wird Johnson & Johnson im Rahmen der neu festgelegten Bedingungen lediglich 63,08 Dollar je Aktie an die Anteilseigner bezahlen, nachdem das Gebot zuvor bei 76,00 Dollar je Anteilsschein gelegen hatte. Damit reduziert sich das Gesamtvolumen der Übernahme von zunächst 25,4 Mrd. Dollar auf 21,5 Mrd. Dollar. Die Nettoakquisitionskosten werden für Johnson & Johnson bei rund 19 Mrd. Dollar liegen, teilte der Konzern weiter mit. Die Neuanpassung der Übernahmeofferte erfolgt dabei in Zusammenhang mit einigen Ereignissen in Zusammenhang mit der operativen Entwicklung von Guidant seit Bekanntgabe der Übernahme durch Johnson & Johnson. Unter anderem musste der Medizintechnikhersteller eine Reihe von Produkten aufgrund von Defekten zurückrufen und war auch das Ziel von Untersuchungen der Regulierungsbehörden. Im Rahmen des angepassten Übernahmepreises erhalten die Aktionäre von Guidant nunmehr 33,25 Dollar in bar sowie 0,493 Anteilsscheine von Johnson & Johnson. Das Board of Directors beider Konzerne hat der Transaktion bereits zugestimmt. Der Zusammenschluss soll im Laufe des ersten Quartals, vorbehaltlich der Zustimmung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden, erfolgen.
Der Flugzeughersteller Boeing Co. (ISIN US0970231058/ WKN 850471) hat am heutigen Tag offiziell sein Boeing 747-8 Programm gestartet hat, darunter die Passagiermaschine 747-8 Intercontinental und das Frachtflugzeug 747-8 Freighter. Dabei wurden bereits Bestellungen im Wert von 5 Mrd. Dollar von den Fluglinien Cargolux und Nippon Cargo Airlines gemeldet. Demnach hat Cargolux zehn 747-8 Frachtmaschinen geordert und sich Optionen zum Erwerb weiterer zehn gesichert. Die Lieferungen sollen im dritten Quartal 2009 beginnen. Nippon Cargo hat acht Frachtflugzeug bestellt und sich sechs Optionen gesichert. Die Auslieferungen werden hier voraussichtlich im vierten Quartal 2009 beginnen.
Die American International Group Inc. (AIG) (ISIN US0268741073/ WKN 859520), der nach Marktkapitalisierung weltgrößte Versicherungskonzern, meldete am Montag, dass ihr Gewinn im dritten Quartal deutlich gesunken ist, was das Ergebnis hoher Belastungen aus den Hurrikans "Katrina" und "Rita ist. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 1,72 Mrd. Dollar bzw. 65 Cents pro Aktie, nach 2,69 Mrd. Dollar bzw. 1,02 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Der bereinigte Nettogewinn lag bei 1,8 Mrd. Dollar bzw. 68 Cents pro Aktie, gegenüber 2,34 Mrd. Dollar bzw. 89 Cents pro Aktie. Das jüngste Ergebnis wurde mit insgesamt 1,57 Mrd. Dollar aus Katastrophen belastet. Analysten hatten zuvor mit einem EPS von 78 Cents gerechnet. Darüber hinaus teilte der Konzern mit, dass einige seiner Mitarbeiter von der SEC so genannte Wells Notices erhalten haben. Die US-Börsenaufsicht untersucht in diesem Zusammenhang die Bilanzierungspraktiken von AIG. Die betreffenden Mitarbeiter müssen dabei mit Disziplinarmaßnahmen rechnen.
Die größte US-Baumarktkette Home Depot Inc. (ISIN US4370761029/ WKN 866953) gab heute bekannt, dass sie ihren Gewinn im dritten Quartal gesteigert hat, was mit einem starken Umsatzwachstum zusammenhängt. Der Nettogewinn lag bei 1,54 Mrd. Dollar bzw. 72 Cents pro Aktie, im Vergleich zu 1,32 Mrd. Dollar bzw. 60 Cents pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 10,5 Prozent auf 20,74 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 68 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 20,69 Mrd. Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal stellen sie ein EPS von 55 Cents bei Erlösen von 18,60 Mrd. Dollar in Aussicht. Der Konzern erhöhte seine Jahresprognose für das Umsatzwachstum von 9 bis 12 Prozent auf 10 bis 12 Prozent. Das EPS-Wachstum soll 2005 nun bei 17 bis 18 Prozent liegen, nach zuvor erwarteten 14 bis 17 Prozent.
Der US-amerikanische Technologiekonzern Agilent Technologies Inc. (ISIN US00846U1016/ WKN 929138) verbuchte im letzte Quartal einen Gewinnanstieg, verfehlte aber die Analystenschätzungen bei Umsatz. Beim EPS konnte man diese jedoch um 1 Cent übertreffen. Wie der Konzern am Montag bekannt gab, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 26 Mio. Dollar bzw. 5 Cents je Aktie, nach einem Nettogewinn von 74 Mio. Dollar bzw. 15 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Exklusive Sondereffekte lag das EPS aber bei 38 Cents. Analysten waren zuvor auf vergleichbarer Basis von einem EPS von 37 Cents ausgegangen. Der Konzernumsatz verbesserte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode leicht von 1,337 Mrd. Dollar auf 1,407 Mrd. Dollar. Damit verfehlte Agilent jedoch die durchschnittliche Erlösprognose der Analysten in Höhe von 1,85 Mrd. Dollar. Für das laufende Quartal erwarten Marktbeobachter ein EPS von 28 Cents sowie einen Erlös von 1,51 Mrd. Dollar.
Die Charles Schwab Corp. (ISIN US8085131055/ WKN 874171), der größte Discount-Broker in den USA, wird im vierten Quartal voraussichtlich weniger verdienen. Unternehmensangaben vom Dienstag zufolge erwartet man im laufenden Quartal lediglich einen Gewinn je Aktie von 14 Cents, im dritten Quartal erzielte man noch ein EPS von 16 Cents. Die Analystenschätzungen belaufen sich indes auf 16 Cents je Aktie. Charles Schwab begründet den erwarteten Rückgang mit Gebührensenkungen, diversen Werbekampagnen sowie weiteren Sonderbelastungen.
Die Staples Inc. (ISIN US8550301027/ WKN 876951) verbuchte im dritten Quartal aufgrund einer höheren Nachfrage nach Büroausrüstung einen Gewinnanstieg. Wie der auf den Vertrieb von Büroutensilien spezialisierte Konzern heute bekannt gab, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 238 Mio. Dollar bzw. 32 Cents je Aktie, nach 208,9 Mio. Dollar bzw. 28 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Der Konzernumsatz kletterte um 11 Prozent auf 4,25 Mrd. Dollar. Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von ebenfalls 28 Cents sowie einen Erlös von 4,22 Mrd. Dollar erwartet. Für das laufende vierte Quartal erwarten Analysten ein EPS von 38 Cents je Aktie sowie einen Umsatz von 4,45 Mrd. Dollar. Staples selbst geht für das Schlussquartal von einem Umsatzanstieg von 10 Prozent aus und erwartet für das Fiskaljahr 2006 einen Erlösanstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Beim Gewinn je Aktie erwartet Staples eine Steigerung im Bereich von 15 bis 20 Prozent.
Die Allergan Inc. (ISIN US0184901025/ WKN 877437) hat ein Übernahmeangebot für die Inamed Corp. (ISIN US4532351032/ WKN 884487) abgegeben und überbot damit die zuvor unterbreitete Offerte seitens der Medicis Pharmaceutical Co. (ISIN US5846903095/ WKN 881835). Wie Allergan heute mitteilte, bietet man insgesamt 3,2 Mrd. Dollar für das auf Brustimplantate spezialisierte Unternehmen Inamed, was 84 Dollar je Aktie entspricht. Das Angebot liegt damit 13 Prozent über dem Montagschlusskurs und 16 Prozent über dem Angebot von Medicis. Bereits im März diesen Jahres legte Medicis ein Übernahmeangebot für Inamed in Höhe von 2,8 Mrd. Dollar vor. In der vergangenen Woche kündigte der Inamed-Großaktionär SAC Capital Advisors jedoch an, den Deal mit Medicis nicht zu unterstützen, da dieser nicht den fairen Wert des Unternehmens widerspiegele.
| 25.09.2008 | Johnson & Johnson bis 55 EUR kaufen | Focus Money | |
| 10.09.2008 | Johnson & Johnson halten | Raiffeisen Centrobank AG | |
| 28.08.2008 | Johnson & Johnson buy | Citigroup Corp. | |
| 25.08.2008 | Johnson & Johnson kaufen | Euro am Sonntag | |
| 22.08.2008 | Johnson & Johnson buy | Citigroup Corp. |
Aktien in diesem Artikel
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