08.04.2008 22:28
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Wall Street-Schluss: Schwächerer Handel nach FOMC-Minutes

New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen präsentieren sich am Dienstag mit Abschlägen. Belastungsfaktoren waren dabei neben negativ aufgenommenen Unternehmensnachrichten die Aussagen des IWF zu den Ausmaßen der Finanzkrise. Als besonders belastend erwiesen sich die FOMC-Minutes, die ein langsameres Wirtschaftswachstum und eine höhere Inflation enthielten.

Am Ende schloss der Dow Jones Industrial Average mit einem Minus von 0,29 Prozent bei 12.576,44 Zählern. Der S&P 500 schloss bei 1.365,54 Zähler und damit 0,51 Prozent leichter. Der NASDAQ Composite wiederum ging 0,68 Prozent leichter bei 2.348,76 Punkten aus dem Handel.

Im Mittelpunkt standen mitunter die am Vorabend von Alcoa auf den Tisch gelegten Geschäftszahlen. Angesichts gestiegener Energiekosten und dem schwachen Dollar musste der weltweit größte Aluminiumhersteller im ersten Quartal einen unerwartet kräftigen Gewinnrückgang hinnehmen. Die Erlöse waren ebenfalls rückläufig, allerdings hatten Analysten mit Schlimmerem gerechnet. Die Aktie verlor am Ende 0,7 Prozent.

Für Anteilsscheine von AMD ging es um fast 5 Prozent nach unten. Wie der Chip-Hersteller am Vorabend ankündigte, wird er rund 10 Prozent seiner Belegschaft abbauen. Zudem rechnet der Konzern für das erste Quartal mit einem Umsatzrückgang. Aktien des Marktführers Intel verlieren daneben knapp 2 Prozent.

Außerdem kam die Aktie des Navigationsgeräte-Herstellers Garmin kräftig unter die Räder, am Ende sackte der Wert um 8 Prozent ab. Neben einer negativen Analystenstudie leidet der Titel insbesondere unter dem schwachen Ausblick des niederländischen Mitbewerbers TomTom.

Papiere von Washington Mutual standen mit einem Abschlag von 10 Prozent im Markt. Der Finanzkonzern erhält durch Investoren unter der Führung der Private Equity-Gesellschaft TPG eine Finanzspritze in Höhe von 7 Mrd. Dollar. Für das erste Quartal erwartet Washington Mutual gleichzeitig einen Verlust von 1,1 Mrd. Dollar. Ferner wird die Dividende massiv gekürzt.

Starwood Hotels & Resorts Worldwide, der zweitgrößte Hotelkonzern in den USA, kündigte eine globale Expansion der Sheraton-Kette, ihrer größten Marke, an. Dabei wird Sheraton bis zum nächsten Jahr 54 neue Hotels eröffnen und 20.000 neue Zimmer hinzufügen. Im Rahmen des Wachstumsplans ist eine Investition in Höhe von 2 Mrd. Dollar für Neueröffnungen von Hotels in Nordamerika vorgesehen. Die Aktie musste ein halbes Prozent nachgeben.

Der Pharmagroßhändler Medco Health Solutions hat sich für rund 120 Mio. Dollar mehrheitlich an der Versandapotheke Europa Apotheek Venlo beteiligt. Die Versandapotheke, die im Jahr 2001 gegründet wurde und durch die niederländische Gesundheitsbehörde zugelassen ist, versorgt die deutschen und niederländischen Gesundheitsmärkte. Bis zum Abend gewann der Titel 0,8 Prozent hinzu.

Devon Energy veräußert seine Geschäfte in Äquatorialguinea für 2,2 Mrd. Dollar an den staatlichen Ölkonzern GEPetrol. Der Öl- und Erdgaskonzern erwartet aus der Transaktion einen Gewinn nach Steuern von 1,7 Mrd. Dollar. Die Aktie von Devon Energy konnte 2,2 Prozent zulegen. (08.04.2008/ac/n/m)

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