01.11.2007 21:22
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Wall Street-Schluss: Sorge um US-Wirtschaft, Dow Jones verliert 360 Punkte

New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen gingen am Donnerstag mit kräftigen Abschlägen aus dem Handel. Trotz der gestrigen Zinssenkung durch die Fed, der guten Vorgaben aus Tokio und der heute gemeldeten, positiven Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe herrschte Verkaufsstimmung. Besonders die Angst um die US-Wirtschaft wirkte sich belastend aus. Neben schlechter als erwartet ausgefallenen Zahlen bei einigen Unternehmen, wie dem Ölgiganten Exxon Mobil, sorgt vor allem der rekordhohe Ölpreis und der Dollar-Verfall für schlechte Stimmung.

Auf der Konjunkturseite ermittelte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag für die Woche zum 27. Oktober 2007 einen Rückgang bei der Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Die Zahl der Erstanträge fiel demnach um 6.000 auf 327.000, während Volkswirte im Vorfeld lediglich eine Abnahme auf 330.000 prognostiziert hatten. Daneben wiesen laut Handelsministerium heute die saisonbereinigten persönlichen Einkommen und Ausgaben im September 2007 einen weiteren Anstieg aus. Schließlich wurde auch ein unerwartet deutlicher Rückgang beim ISM-Index gemeldet.

Am Ende schloss der Dow Jones Industrial Average mit einem Minus von 2,60 Prozent bei 13.567,87 Zählern. Der S&P 500 gab 2,64 Prozent auf 1.508,44 Zähler nach. Der NASDAQ Composite wiederum schloss 2,25 Prozent leichter und ging bei 2.794,83 Punkten aus dem Handel.

Unter den Automobilwerten standen heute die Absatzzahlen in USA für Oktober auf der Agenda. Hier meldete Ford einen deutlichen Absatzrückgang, weshalb die Aktie fast 4 Prozent nachgab. Die Veröffentlichung beim Branchenführer GM fiel ebenfalls negativ aus. Hier gab die Aktie sogar fast 5 Prozent nach.

Die Aktie von Exxon Mobil gab fast 4 Prozent nach. Der weltweit größte börsennotierte Ölkonzern gab heute bekannt, dass ihr Gewinn im dritten Quartal um 10 Prozent gesunken ist, was auf geringere Raffinerie- und Chemiemargen zurückzuführen ist. Dabei wurde die Erwartungen - auch beim Umsatz - verfehlt.

Bei MetLife ging es 4,7 Prozent nach unten. Der größte Lebensversicherer in den USA hat im abgelaufenen dritten Quartal erneut einen deutlichen Sprung beim operativen Ergebnis verzeichnet.

Ganz anders dagegen das Bild bei Prudential Financial. Der Versicherer konnte im dritten Quartal einen operativen Gewinnzuwachs erzielen. In der Folge konnte die Aktie 1,5 Prozent zulegen.

Beim Versicherungs-Broker Aon wurde netto eine drastische Gewinnsteigerung erzielt, zudem wurden im Rahmen eines neuen Restrukturierungsplans Stellenstreichungen angekündigt. Demnach sollen in dessen Rahmen 2.700 Stellen gestrichen werden. Die Aktie verteuerte sich daraufhin um knapp 4 Prozent.

Die Drugstore-Kette CVS Caremark hat ihren Gewinn im dritten Quartal mehr als verdoppelt und die Erwartungen der Analysten geschlagen. Hintergrund sind ein Anstieg der vergleichbaren Umsätze und die Verwendung von mehr Generika-Produkten. Die Aktie gab jedoch 1,7 Prozent nach.

OfficeMax, der drittgrößte Bürohändler in den USA, verbuchte im dritten Quartal eine Gewinnsteigerung von 61 Prozent. Hintergrund waren hohe operative Ausgaben im Vorjahr. Die Zahlen überzeugten den Markt jedoch nicht, weshalb die Aktie mehr als 5 Prozent abgab.

Sprint Nextel, der drittgrößte Mobilfunkbetreiber in den USA, hat im dritten Quartal einen drastischen Gewinnrückgang erwirtschaftet, was auf ein schwächeres Mobilfunkgeschäft zurückgeführt wird. Auch hier überzeugte das Zahlenwerk nicht, weshalb die Titel 3 Prozent abgaben.

Der Fotokonzern Eastman Kodak konnte im dritten Quartal einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust ausweisen, was mit einem starken Digitalkamera-Geschäft zusammenhängt. Auch hier wurden die Erwartungen enttäuscht, weshalb die Aktie 3 Prozent verlor.

Der Technologiekonzern Cisco Systems will seine Investitionen in China in fünf Jahren nahezu verdoppeln. Damit kann der weltweit größte Netzwerkausrüster keine Euphorie auslösen, die Aktie verlor 2,7 Prozent.

Der Ingenieur- und Baukonzern KBR, die ehemalige Halliburton-Tochter konnte den Gewinn im dritten Quartal drastisch steigern, was mit einem Einmalertrag aus einem Beteiligungsverkauf und Arbeiten im Irak zusammenhängt. Zudem war im Vorjahr eine hohe Sonderbelastung verbucht worden. In der Folge gab die Aktie 6,9 Prozent nach. (01.11.2007/ac/n/m)

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MetLife 22,3 +11,2%
Prudential Financial 14,0 -16,9%
Aon 34,1 -3,0%
CVS 21,4 -5,0%
OfficeMax 3,5 -16,1%
Sprint Nextel 2,0 +1,0%
Eastman Kodak 5,7 -5,0%
Cisco Systems 11,8 -2,0%
Halliburton 11,9 -6,7%

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