04.03.2005 22:06
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Wall Street Schluss: US-Leitbörsen gehen fester ins Wochenende

In New York haben die US-Börsen den Handel zum Wochenschluss mit deutlichen Zugewinnen beenden können. Positive Februar-Arbeitsmarktdaten hatten für eine ausgelassene Stimmung gesorgt. Der Dow Jones verbuchte ein Plus von knapp 1 Prozent auf 10.940 Punkte, die NASDAQ gewann 0,61 Prozent auf 2.070 Zähler hinzu.

Das US-Arbeitsministerium hatte die saisonbereinigte Entwicklung der Arbeitsmarktdaten für Februar veröffentlicht. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft verbesserte sich im Berichtsmonat demnach um 262.000, was deutlich über der durchschnittlichen Marktschätzung von 221.000 Stellen lag.

Das Handelsministerium veröffentlichte zudem für Januar einen saisonbereinigten Anstieg beim Auftragseingang in der Industrie, der leicht über den Markterwartungen lag. So erhöhte sich die Zahl der Bestellungen um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Volkswirte hatten für den Berichtsmonat mit einem Null-Wachstum gerechnet. Für Dezember 2004 wurde der vorläufig gemeldete Anstieg von 0,3 Prozent auf nun 0,5 Prozent korrigiert.

Im Fokus dieser Sitzung hatten auch wieder einige Unternehmenszahlen gestanden. So stellten unter anderem Weight Watchers, Take-Two und Saks ihre Zahlenwerke vor. Daneben war auch die Ablehnung der MCI-Übernahme zu den jetzigen Konditionen durch den Großaktionär Slim von Interesse.

Der mexikanische Milliardär Carlos Slim, der größte Anteilseigner der MCI Inc., ist der Ansicht, dass sowohl das Angebot der Verizon Communications Inc. als auch das der Qwest Communications International Inc. zu niedrig ist. Dies teilte ein Sprecher von Slim am Donnerstag mit. Für den ehemaligen WorldCom-Konzern, den zweitgrößten Fernverbindungsanbieter in den USA, bietet Verizon im Rahmen seines Übernahmeangebots insgesamt 6,75 Mrd. Dollar, während die Qwest-Offerte ein Gesamtvolumen von 8 Mrd. Dollar hat. Jedoch erachtet Slim sowohl das Angebot der größten als auch das der viertgrößten US-Telefongesellschaft für Nahverbindungen für zu niedrig. Demnach ist Slim, der 13,7 Prozent der MCI-Anteile hält, der Meinung, dass Verizon ein extrem niedriges Angebot unterbreitet hat. Die Qwest-Offerte sei zwar besser, jedoch noch immer nicht ausreichend. Slim, der reichste Mann Lateinamerikas, verfügt über ein Vermögen von rund 14 Mrd. Dollar. Der Großteil dieses Vermögens kam durch Investitionen in Telmex, den größten Festnetzanbieter in Mexiko, und America Movil, den größten Mobilfunkbetreiber in Lateinamerika, zustande.

Wie der Computerhersteller Dell am Donnerstagabend bekannt gab, will der weltweit größte Computerproduzent sein Aktienrückkaufprogramm ausweiten. Demnach sollen Aktien im Wert von bis zu 10. Mrd. Dollar zurückgekauft werden. Das entspricht einer Aktienanzahl von 250 Millionen. Zuletzt hatte Dell im Jahr 2002 ein Aktienrückkaufprogramm gestartet, aber nicht abgeschlossen. Laut Dell stehe der Rückkauf von 50 Millionen Stückaktien aus diesem früheren Programm noch aus. Erstmals 1996 hatte Dell mit Aktienrückkäufen begonnen und seitdem 1,2 Milliarden oder 20 Prozent seiner Aktien für über 18 Mrd. Dollar zurückgekauft.

Der weltgrößte Automobilkonzern General Motors (GM) gab heute bekannt, dass das Stammwerk der Adam Opel AG in Rüsselsheim den Zuschlag für die Produktion der neuen Mittelklasse-Modelle von Opel und Saab erhalten hat. Wie der US-Mutterkonzern mitteilte, werden im Traditionswerk der deutschen Tochter ab 2008 ausgewählte Opel- und Saab-Modelle produziert, die auf einer gemeinsamen Architektur basieren. Damit hat sich der Standort Rüsselsheim gegen das Saab-Werk im schwedischen Trollhättan durchgesetzt, womit der Fortbestand des deutschen Werks als gesichert gilt. In den vergangenen Monaten hatte der Konzern dazu eine objektive, intensive Analyse durchgeführt. Untersucht wurde, welches der beiden Autowerke das beste Geschäftsmodell bietet, um den zukünftigen Produktionsanforderungen von GM in Europa zu entsprechen.

Die Weight Watchers International Inc., ein Betreiber von Einrichtungen und Kursen zum Gewichtsverlust, meldete am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das abgelaufene Quartal. Der Gewinn lag demnach bei 43,2 Mio. Dollar bzw. 41 Cents pro Aktie nach 38,1 Mio. Dollar bzw. 35 Cents pro Aktie im Vorjahr. Analysten hatten im Vorfeld lediglich einen Gewinn von 32 Cents pro Aktie erwartet. Der Umsatz belief sich im Berichtszeitraum auf 232,8 Mio. Dollar, was einer Steigerung von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Damit konnte Weight Watchers zudem die Marktschätzungen von 226 Mio. Dollar übertreffen. Für das laufende Quartal gehen Analysten von einem EPS von 51 Cents und einem Umsatz von 309 Mio. Dollar aus.

Der Einzelhandelskonzern Saks konnte im vierten Quartal beim Gewinn zulegen. Wie das Unternehmen heute bekannt gab, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 94,8 Mio. Dollar bzw. 67 Cents, nach 80,6 Mio. Dollar bzw. 56 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Analysten waren im Vorfeld ebenfalls von einem EPS in Höhe von 67 Cents ausgegangen. Der Konzernumsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 1,97 Mrd. Dollar auf 2,07 Mrd. Dollar, was im Rahmen der durchschnittlichen Analystenschätzung von 2,01 Mrd. Dollar lag. Die vergleichbaren Filialumsätze verbesserten sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,9 Prozent. Im Gesamtjahr verbuchte Saks einen Erlösanstieg von 6,06 Mrd. Dollar auf 6,44 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn lag im Gesamtjahr bei 60,86 Mio. Dollar bzw. 42 Cents je Aktie, nach 79,98 Mio. Dollar bzw. 56 Cents im Vorjahr.

Der Elektronikhändler Circuit City Stores gab heute seine Umsatzzahlen für das abgelaufene vierte Quartal und das Gesamtjahr 2004 bekannt. Das Unternehmen erklärte hierbei, dass es auf Ebene der vergleichbaren Umsätze (Same-Store Sales) einen Rückgang von 1,8 Prozent hinnehmen musste. Dies wurde damit begründet, dass es Marktanteile an seinen Konkurrenten Best Buy Co. Inc. abgeben musste. Der gesamte Umsatz belief sich hingegen im vierten Quartal auf 3,47 Mrd. Dollar, was einer Verbesserung von 5,3 Prozent entspricht. Im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres hatte der Konzern hier noch einen Wert von 3,3 Mrd. Dollar erwirtschaftet. Im gesamten Fiskaljahr konnte Circuit City ein Umsatzwachstum von 6,3 Prozent ausweisen. Nachdem das Unternehmen im Jahr 2003 noch 9,86 Mrd. Dollar eingenommen hatte, konnte es nun Erlöse in Höhe von 10,47 Mrd. Dollar erzielen. Die vergleichbaren Umsätze verbesserten sich im Gesamtjahr um 0,7 Prozent.

Take-Two Interactive Software, ein Herausgeber von Videospielen, meldete am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Ergebnisse für das erste Fiskalquartal 2005. Der Nettogewinn belief sich den Angaben zufolge im Berichtszeitraum auf 55,2 Mio. Dollar bzw. 1,19 Dollar pro Aktie, nach 31,8 Mio. Dollar bzw. 70 Cents pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich von 375,5 Mio. Dollar auf 502,5 Mio. Dollar. Analysten hatten ein EPS von 1,09 Dollar und einen Umsatz von 452,3 Mio. Dollar erwartet. Für das laufende Quartal prognostizieren sie jedoch einen Verlust von 13 Cents pro Aktie bei Erlösen von lediglich 182,3 Mio. Dollar.

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