JPMorgan Chase Aktie [WKN: 850628 / ISIN: US46625H1005]

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17.03.2008 21:22
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Wall Street-Schluss: Uneinheitlicher Handel, Finanzmarkt-Krise im Fokus

New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen präsentierten sich am Montag mit uneinheitlichen Tendenzen. Für Entsetzen sorgte die notwendig gewordene Übernahme der Investmentbank Bear Stearns durch JP Morgan. Trotz der Intervention, auch seitens der Fed, am Freitag hatte die Bank nicht eigenständig weitergeführt werden können. Die Vertrauenskrise breitet sich damit immer weiter aus. Mit Spannung warten die Anleger auf die Aussagen der Fed auf der morgigen regulären Sitzung sowie die Höhe der sehr wahrscheinlichen Leitzinssenkung. Bereits am Wochenende hatte die Notenbank im Rahmen der Bear Stearns-Rettung außerplanmäßig getagt und den Diskontsatz um 25 Basispunkte gesenkt.

Auf Seiten der Konjunkturdaten kamen ebenfalls keine positiven Signale. So wurde für März eine erneute Abnahme bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe des Distrikts New York gemeldet. Dabei fiel der Empire State Manufacturing Index auf -22,2 Punkte, wogegen Volkswirte mit einer Verbesserung auf -5,0 Punkten gerechnet hatten.

Daneben ist die US-Industrieproduktion im Februar 2008 weiter zurückgegangen. So lag der Produktionsausstoß der Fabriken, Bergwerke und Energieversorger um 0,5 Prozent unter seinem Vormonatsniveau, wogegen er im Januar noch um 0,1 Prozent angezogen war. Volkswirte hatten nur einen Rückgang um 0,1 Prozent prognostiziert. Ferner schrumpfte die Kapazitätsauslastung der US-Industrie auf 80,9 Prozent, während die Prognose auf 81,3 Prozent lautete. Im Vormonat hatte die Auslastung bei 81,5 Prozent gelegen.

Das US-Leistungsbilanzdefizit wies im vierten Quartal 2007 einen Rückgang aus. Demnach verringerte sich das Defizit um 2,5 Prozent auf 172,9 Mrd. Dollar, wogegen Volkswirte eine Zunahme auf 184,4 Mrd. Dollar prognostiziert hatten.

Am Ende schloss der Dow Jones Industrial Average mit einem Plus von 0,18 Prozent bei 11.972,25 Zählern. Der S&P 500 schloss bei 1.276,60 Zähler und damit 0,90 Prozent leichter. Der NASDAQ Composite wiederum ging 1,60 Prozent leichter bei 2.177,01 Punkten aus dem Handel.

Finanzwerte standen weiter verstärkt unter Druck. Die Aktie von Bear Stearns brach um rund 84 Prozent ein. Die Investmentbank JPMorgan gab am Sonntag bekannt, dass sie den angeschlagenen Konkurrenten für lediglich 2 Dollar pro Aktie übernehmen wird. Damit wird die in Liquiditätsengpässe geratene Bank im Rahmen der Notfall-Transaktion mit nur rund 236 Mio. Dollar bewertet. Anteilsscheine von JPMorgan gewannen wiederum mehr als 11 Prozent.

Für Lehman Brothers ging es um mehr als 21 Prozent in die Tiefe, obwohl die Investmentbank bereits Gerüchte über mögliche Liquiditätsengpässe zurückgewiesen hat. Bei Morgan Stanley ging es um 7 Prozent und bei Goldman Sachs um 3,5 Prozent abwärts. Beide Investmentbanken werden diese Woche noch Quartalszahlen veröffentlichen.

Papiere der NYMEX, der Muttergesellschaft der New York Mercantile Exchange, verloren mehr als 10 Prozent. Die CME, der Betreiber der Derivatebörsen Chicago Mercantile Exchange und des Chicago Board of Trade, kündigte zuvor die Übernahme des Konzerns für rund 9,5 Mrd. Dollar an. Titel der CME gaben rund 6 Prozent ab.

Die Aktie des Papier- und Forstprodukteherstellers International Paper büßte rund 8 Prozent ein. Der Konzern übernimmt für 6 Mrd. Dollar die Verpackungs- und Recycling-Sparte des Konkurrenten Weyerhaeuser. Die Aktie von Weyerhaeuser gewann dagegen 2,5 Prozent.

BMC Software kündigte heute die Übernahme von BladeLogic für 28,00 Dollar je Aktie bzw. insgesamt rund 800 Mio. Dollar an. Das Software-Unternehmen wird durch die Übernahme des auf Automatisierungs-Software im Bereich Datacenter spezialisierten Anbieters seine Marktposition in diesem Bereich weiter verstärken. Aktien von BMC Software verloren knapp 5 Prozent, während BladeLogic-Anteile rund 16 Prozent zulegen. (17.03.2008/ac/n/m)

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