30.10.2007 21:21
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Wall Street-Schluss: Warten auf Fed-Entscheidung, NASDAQ gegen Trend fester

Westerburg (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen mussten am Dienstag weitgehend Abschläge hinnehmen. Lediglich die Technologiewerte konnten Zugewinne erzielen. Im Vorfeld der morgigen Zinsentscheidung seitens der US-Notenbank Fed hielten sich die Marktteilnehmer an der Wall Street mit Engagements zurück.

Daneben wirkte sich auch das heute vorgelegte Verbrauchervertrauen belastend aus. Für Oktober 2007 wurde eine weitere Verschlechterung des US-Verbrauchervertrauens in die Wirtschaftsentwicklung gemeldet. So fiel der Gesamtindex auf 95,6 Punkte, während Volkswirte einen Stand von 99,5 Punkten prognostiziert hatten. Damit wurde der niedrigste Wert seit Oktober 2005 ausgewiesen. Für den Vormonat wurde der Indexstand von vorläufig 99,8 auf 99,5 Punkte nach unten revidiert.

Am Ende schloss der Dow Jones Industrial Average mit einem Minus von 0,56 Prozent bei 13.792,47 Zählern. Der S&P 500 gab 0,65 Prozent auf 1.531,02 Zähler nach. Der NASDAQ Composite wiederum schloss 0,28 Prozent fester und ging bei 2.825,29 Punkten aus dem Handel.

Im Fokus der Anleger stand heute die Investmentbank Merrill Lynch. Hier erfolgte heute der seit Tagen erwartete Rücktritt von Chairman und CEO Stan O'Neal. Sein Job wird zwischenzeitlich von Alberto Cribiore in der Funktion als Non-Executive Chairman übernommen. In der Folge gab die Aktie heute 2,7 Prozent nach.

Papiere von Procter & Gamble verloren 3,7 Prozent. Der Konsumgüterkonzern hat im abgelaufenen Quartal mehr als von Analysten erwartet verdient und seinen Ausblick leicht angehoben. Die Umsatzentwicklung hat allerdings enttäuscht. Die Aktie des Mitbewerbers Colgate-Palmolive gewann dagegen 1,5 Prozent hinzu, da die vorbörslich veröffentlichten Zahlen durchaus überzeugen konnten. Der Konsumgüterhersteller hatte im dritten Quartal ein Gewinnwachstum von 22 Prozent erzielen können, was mit einer verbesserten Kostenkontrolle und deutlich höheren Umsätzen zusammenhängt.

Kräftige Zugewinne von fast 8 Prozent waren bei Goodyear auszumachen. Der Reifenhersteller ist im abgelaufenen Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt und hat die Erwartungen übertroffen. Zudem stieg der Gesamtumsatz im Berichtszeitraum unerwartet deutlich um rund 3 Prozent.

Weniger rund lief es dagegen bei TRW Automotive. Der Automobilzulieferer hat im dritten Quartal einen starken Gewinnzuwachs verzeichnet hat, was das Ergebnis einer gestiegenen Nachfrage nach Sicherheitsprodukten ist. Der Umsatz kletterte im Berichtszeitraum um 15,9 Prozent. Da die Gewinnschätzungen der Analysten allerdings verfehlt wurden, verlor der Wert 5,7 Prozent.

Anteilsscheine von United States Steel sackten nach enttäuschenden Geschäftsergebnissen um mehr als 7 Prozent ab. Der Stahlkonzern musste im dritten Quartal trotz gestiegener Umsatzerlöse einen Gewinnrückgang ausweisen. Wesentlichen Anteil an der rückläufigen Ergebnisentwicklung hatten niedrigere Absatzpreise bei Stahlprodukten.

Bei B/E Aerospace ging es heute 4,8 Prozent nach aufwärts. Der Hersteller von Flugzeug-Innenraumkomponenten verbuchte im dritten Quartal dank der ungebrochen starken Nachfrage aus der zivilen Luftfahrt einen deutlichen Ergebnisanstieg. Zudem wurde die Ergebnisprognose für das laufende Fiskaljahr angehoben.

Um 1,9 Prozent abwärts ging es wiederum für Teva. Der israelische Generikahersteller meldete heute einen Gewinnrückgang um 13 Prozent ,was auf steigende Ausgaben und den Verlust der Exklusiv-Rechte auf drei gefragte Präparate in den USA zurückzuführen ist. Die Erwartungen konnten aber dennoch übertroffen werden. Außerdem kündigte Teva an, dass sein CFO Dan Suesskind Mitte 2008 zurücktreten wird. (30.10.2007/ac/n/m)

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