03.11.2006 22:09
Drucken |

Schrift:

Wall Street-Schluss: Zinsen und Ölpreis belasten Handel

New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Aktienmärkte präsentierten sich am Freitag mit leichten Abschlägen. Trotz positiver Arbeitsmarktdaten wirkten sich zum Wochenschluss steigende Zinsen und der erhöhte Ölpreis negativ auf die Stimmung an der Wall Street aus.

Die Arbeitslosenquote sank im Oktober auf 4,4 Prozent, nachdem sie im Vormonat bei 4,6 Prozent gelegen hatte. Sie erreichte damit den niedrigsten Stand seit April 2001. Volkswirte hatten mit einem unveränderten Stand von 4,6 Prozent gerechnet. Daneben verzeichnete der ISM-Index eine deutliche Zunahme der Geschäftsaktivitäten des Nicht-Verarbeitenden Gewerbes im Oktober 2006. So kletterte der ISM-Service-Index von 52,9 Zählern im September auf nun 57,1 Punkte. Volkswirte hatten im Vorfeld lediglich einen Anstieg auf 54,5 Punkte geschätzt.

Der Dow Jones Industrial Average schloss am Ende mit einem Minus von 0,27 Prozent bei 11.986,04 Zählern. Der S&P 500 fiel um 0,22 Prozent auf 1.364,30 Zähler. Der NASDAQ Composite wiederum ging mit einem Minus von 0,14 Prozent auf 2.330,79 Punkte aus dem Handel.

Auf der Unternehmensseite dominierten erneut die Quartalszahlen, wobei die wichtigsten US-Firmen ihre Ergebnisse bereits gemeldet haben und sich die Berichtssaison schon wieder langsam dem Ende zuneigt. Nennenswert waren heute u.a. Washington Post und Elizabeth Arden, wobei das Verlagshaus eine Gewinnsteigerung erzielt und der Kosmetikkonzern einen Verlust erwirtschaftet hat. Während es bei der Washington Post nur leicht nach oben ging, gewannen Aktien von Elizabeth Arden über 7 Prozent hinzu.

Bei Edison International ging es dagegen 1,4 Prozent nach unten. Der Energieversorger hatte im dritten Quartal einen Ergebnisrückgang hinnehmen müssen.

Im Airlinesektor wurden heute mehrere Passagierzahlen für den Monate Oktober vorgelegt. Dabei fiel vor allem die bankrotte Delta Air Lines positiv aus dem Rahmen. Die Aktie gewann bis zum Abend rund 5 Prozent hinzu.

Bereits gestern nach Börsenschluss hatte QUALCOMM die Zahlen zum vierten Fiskalquartal 2005/06 vorgelegt. Dabei konnte der Spezialist für Mobilfunktechnologie Umsatz und Gewinn deutlich steigern. Die Aktie notiert 0,4 Prozent fester.

Deutlich abwärts ging es bei der Computer Sciences Corp. (CSC). Der Konzern hatte gestern Abend lediglich vorläufige Zahlen für das zweite Fiskalquartal 2006/07 bekannt gegeben und angekündigt, dass sich der 10-Q-Bericht verzögert, bis Unklarheiten bei der Bilanzierung von Aktienoptionen geklärt sind. Die Aktie brach um fast 7 Prozent ein.

Ganz anders das Bild bei Western Digital. Der Festplattenhersteller konnte im abgelaufenen Quartal einen Gewinnsprung verzeichnen und die Erwartungen übertreffen. Die Aktie gewann über 5 Prozent.

Aktien von Atmel wiederum gewannen knapp 3 Prozent. Der Chip-Hersteller hatte im dritten Quartal die Umsatzerlöse um 6 Prozent auf 443 Mio. Dollar steigern können. Die Ergebniszahlen verzögern sich den Angaben zufolge aufgrund der anhaltenden Untersuchung im Zusammenhang mit der Verbuchung von Aktienoptionen.

Darüber hinaus überraschte gestern noch eine Kooperation zwischen Microsoft und Linux die Börsianer. Die beiden Software-Hersteller haben eine Partnerschaft im Bereich der Open-Source-Software Linux geschlossen. Der Vereinbarung ging ein jahrelanger Streit zwischen den Unternehmen voraus. Im Rahmen der Kooperation stellt der weltgrößte Software-Konzern Support und Technologie zur Verfügung, damit Linux auf dem Betriebssystem Windows betrieben werden kann. Gleichzeitig hat sich Microsoft bereit erklärt, gegen Nutzer von Suse Linux, des Betriebssystems von Linux, keine Patentklagen einzureichen. Beide Titel notierten heute jedoch schwächer. (03.11.2006/ac/n/m)

 0 Bewertungen dieses Artikels: 

Aktien in diesem Artikel

Novell 3,2 -5,3%
Microsoft 15,2 -0,1%
Atmel 2,0 -6,1%
Western Digital 8,5 -5,8%
Computer Sciences 20,1 -8,0%
QUALCOMM 24,6 -0,4%
Edison International 23,9 -4,1%
Washington Post 285,0 -8,1%
Delta Air Lines

Aktuelle News

18:39 UhrPSA baut weitere bis zu 3.550 Stellen ab - Keine Entlassungen
18:36 UhrAktien Frankfurt Schluss: DAX sehr fest - Wall Street und Ford-Nachrichten
18:27 UhrROUNDUP: Ford will 2011 Verlustzone verlassen - Keine Liquiditätskrise
18:25 UhrZapf Creation senkt Ausblick aufgrund eines schwachen Weihnachtsgeschäfts ab
18:25 UhrDAX: Trotz Autokrise in Fahrt gekommen
18:24 UhrKreise: Telekom-Finanzchef Eick soll Middelhoff bei Arcandor ablösen
18:14 UhrTecDAX-Schluss: Deutliche Zugewinne, Q-Cells auf der Überholspur
18:12 UhrROUNDUP: Deutsche-Bank-Chef Ackermann: Keine Kreditklemme in Deutschland
18:10 UhrDAX & Co deutlich erholt -- Eick neuer Arcandor-CEO? --GE wird pessimistischer -- Krise erreicht Toyota -- Goldman Sachs vor Milliardenverlust? -- US-Autobauer betteln um Milliardenhilfen vor Kongress
18:06 UhrTAGESVORSCHAU: Termine am 03. Dezember 2008
18:06 UhrWOCHENVORSCHAU: Termine bis zum 09. Dezember 2008
18:06 UhrDAX-Schluss: Kräftige Aufschläge, Commerzbank gefragt, Deutsche Börse unter Druck
17:57 UhrVolkswagen of America: US-Absatz sinkt im November um 19,2 Prozent auf 14.295
17:51 UhrPresse: Telekom-Finanzchef Karl-Gerhard Eick soll neuer Arcandor-Chef werden
17:39 UhrDeutsche-Bank-Chef Ackermann: 'Es gibt keine Kreditklemme in Deutschland'
17:36 UhrSiemens-Streitigkeiten mit Ex-Vorständen ziehen sich hin
17:36 UhrFord will 2011 Verlustzone verlassen - Keine Liquiditätskrise 2009
17:33 UhrAktien New York: Fest - Schnäppchenjagd nach massiven Vortagsverlusten
17:24 UhrFAZ: Ex-Lufthansa-Chef Weber gibt Aufsichtsratsvorsitz bei der Post ab
17:20 UhrRohstoffe am Nachmittag: WTI wieder bei 50 Dollar, Edelmetalle fester
17:15 UhrWDH/ROUNDUP/'WSJ': US-Autobauer legen Sanierungsprogramme vor
17:15 UhrAurelius rüstet sich für Einkaufstour
17:09 UhrROUNDUP: US-Autobauer legen Sanierungsprogramme vor - Hoffen auf Kredit
17:09 UhrDevisen: Erholung an Aktienmärkten treibt Euro wieder über 1,27 US-Dollar
16:45 UhrROUNDUP: Automarkt im November eingebrochen - Schwächstes Jahr seit 1990
16:39 UhrPresse: freenet - Großaktionäre wollen Vorstandschef absetzen
16:33 UhrBDI-Chef Thumann: Krise nicht durch 'Schwarzmalerei' verschärfen
16:30 UhrStudie: Deutsche Autobauer als Krisengewinner
16:27 UhrBörse Frankfurt-News: Unsicherheit regiert (ETF-Marktbericht)
16:17 UhrBritish Airways prüft mögliche Fusion mit Qantas
16:15 UhrNach Verschnaufpause erklimmt Dax 4.500 Punkte
16:09 UhrANALYSE: Cheuvreux senkt MAN auf 'Underperform' - Ziel von 95 auf 30 Euro
16:08 UhrBlümel staunt: Cash vs. Crash
16:02 UhrWall Street: Freundlich, Märkte zeigen Erholung, Sears und GE im Blick
15:57 UhrANALYSE: WestLB senkt Daimler auf 'Reduce' - Ziel 20,90 Euro
15:55 UhrDaimler plant neue Elektroauto-Projekte in Europa und den USA
15:55 Uhrneckermann.de-Chefs werfen das Handtuch - Investor lehnt Buy-out ab
15:51 UhrUS-Autobauer legen Sanierungsprogramme vor - Hoffen auf Kredit
15:36 UhrROUNDUP: Wechsel im Telekom-Vorstand - Finanzchef Eick legt Amt nieder
15:34 UhrEuro steigt über die Marke von 1,27 Dollar
15:27 UhrROUNDUP: Bundesgerichtshof verschärft Strafen wegen Steuerhinterziehung
15:24 UhrDevisen: Euro-Referenzkurs auf 1,2697 Dollar gestiegen
15:24 UhrAktien New York Ausblick: Fester - Autobauer, GE
15:24 UhrAktien Frankfurt: Fest - Erholung und Gerüchte über US-Banken-Stütze
15:21 UhrUS-Anleihen: Leichter - Gewinnmitnahmen
15:16 UhrBundesgerichtshof verschärft Bestrafung wegen Steuerhinterziehung
15:15 UhrOECD-Inflationsrate sinkt deutlich
15:12 UhrROUNDUP: BayernLB schließt Verkauf der SaarLB nicht aus - Kritik an Hilfe
15:12 UhrBörsen in Europa widerstehen schwachen Vorgaben aus Übersee
14:58 UhrPlatin/Palladium: Unterstützungszone in Gefahr
Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Steuern nicht schnell senken. Ihre Meinung?
Ein verhängnisvoller Fehler
Ja, nur nichts überstürzen
Falsch, man muss jetzt klotzen, nicht nur kleckern
Die dosierte Politik der kleinen Schritte ist genau richtig
Keine Meinung




Wie bewerten Sie diese Seite?   sehr gut        schlecht
 

Anzeige

Anzeige