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Wall Street-Schluss: Zurückhaltender Handel, Konjunkturdaten im Fokus
Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich nach Angaben der Universität Michigan im September 2008 stärker als erwartet verbessert. So erhöhte sich der Gesamtindex des Verbrauchervertrauens auf 73,1 Punkte. Volkswirte waren lediglich von einer Zunahme auf 64,0 Punkte ausgegangen, nach 63,0 Punkten im Vormonat.
Der Einzelhandelsumsatz in den USA hat sich im August 2008 unerwartet verringert. Auf Monatssicht schrumpften die Umsatzerlöse um 0,3 Prozent, während sie im Juli um revidiert 0,5 (vorläufig: -0,1) Prozent gesunken waren. Dagegen hatten Volkswirte ein Umsatzwachstum um 0,3 Prozent prognostiziert. Bereinigt um die schwankungsintensiven Umsätze der Automobilbranche fielen die Umsätze gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent. Experten waren nur von einem Minus von 0,2 Prozent ausgegangen, gegenüber einem Plus von revidiert 0,3 (vorläufig: +0,4) Prozent im Juli.
Die amerikanischen Erzeugerpreise haben sich im August 2008 reduziert. Auf Monatssicht fielen die Preise um 0,9 Prozent. Bereinigt um die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel- und Energiepreise legten die Preise in der Kernrate hingegen um 0,2 Prozent zu. Volkswirte hatten im Vorfeld ein Minus von 0,5 bzw. ein Plus 0,2 Prozent prognostiziert.
Die Lagerbestände in den US-Industrie- und Handelsunternehmen wiesen im Juli 2008 einen beschleunigten Zuwachs aus. So lagen die Bestände um 1,1 Prozent über dem Vormonatsniveau, womit die Prognose der Volkswirte von 0,5 Prozent klar übertroffen wurde. Hierbei handelt es sich um den stärksten Anstieg seit Juli 2004. Im Juni waren die Lagerbestände lediglich um 0,7 Prozent angestiegen.
Der Dow Jones verlor am Ende 0,10 Prozent auf 11.421,99 Punkte, der S&P 500 legte dagegen 0,21 Prozent auf 1.251,69 Zähler zu. Die Technologiebörse NASDAQ verzeichnete wiederum ein Plus von 0,14 Prozent auf 2.261,27 Punkte.
Belastet von den enttäuschenden Einzelhandelsdaten verloren Papiere von Wal-Mart 1,2 Prozent. Weitere Verlierer waren mitunter Costco mit einem Minus von 1,2 Prozent und Target mit einem Minus von 0,6 Prozent.
Im Finanzsektor richteten sich die Blicke abermals auf die Aktie von Lehman Brothers. Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge hat sich die Investmentbank um einen Käufer bemüht, wobei in diesem Zusammenhang unter anderem mit der Bank of America verhandelt wurde. Dabei setzten potenzielle Käufer auch auf die Hilfe der US-Regierung. Anteilsscheine von Lehman Brothers verloren rund 13,5 Prozent. Titel der Bank of America gewannen rund 2 Prozent.
Daneben rückte auch der Versicherer AIG erneut in das Blickfeld der Investoren. Aufgrund von anhaltenden Gerüchten um mögliche Finanzprobleme brach die Aktie um 31 Prozent ein. Der Wert des weltgrößten Versicherers hat sich damit binnen einer Woche halbiert.
Für Washington Mutual ging es um über 2 Prozent nach unten. Die größte US-Sparkasse verfügt eigenen Angaben zufolge über einen deutlich höheren Grad an Liquidität, als es nach den gesetzlichen Mindeststandards erforderlich wäre. Im laufenden Quartal sollen allerdings erneut milliardenschwere Abschreibungen anfallen.
Der Gesundheitskonzern Johnson & Johnson gab heute bekannt, dass Christine A. Poon, Vice Chairman des Board of Directors und Worldwide Chairman seiner Pharmaceuticals Group, zum 1. März 2009 zurücktreten wird. Dabei wird der Konzern einen Plan für die Nachfolge von Poon zeitnah ankündigen. Die Aktie von Johnson & Johnson verlor ein knappes Prozent. (12.09.2008/ac/n/m)
| 12.09.2008 | Lehman Brothers neues Kursziel | UBS AG | |
| 12.09.2008 | Lehman Brothers Downgrade | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 11.09.2008 | Lehman Brothers neues Kursziel | Ladenburg Thalmann & Co. Inc. | |
| 07.08.2008 | Lehman Brothers neutral | Ladenburg Thalmann & Co. Inc. | |
| 06.08.2008 | Lehman Brothers neutral | Ladenburg Thalmann & Co. Inc. |
Aktien in diesem Artikel
| Lehman Brothers | 0,0 | -2,9% | |
| Bank of America | 11,1 | -0,9% | |
| Washington Mutual | 0,0 | -2,9% | |
| JohnsonJohnson | 44,4 | -1,8% | |
| American International Group | 1,4 | +2,1% |
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