21.08.2008 22:36
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Wall Street-Schluss: Zurückhaltender Handel nach Ölpreisanstieg

New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen gingen am Donnerstag mit uneinheitlichen Tendenzen aus dem Handel. Neben einigen Konjunkturdaten standen auch die die deutlich gestiegenen Ölpreise im Fokus.

Der an den US-Finanzmärkten viel beachtete Geschäftsklimaindex der Fed-Regional-Notenbank von Philadelphia hat sich im August 2008 verbessert. Demnach ist der Index von -16,3 Punkten im Juli 2008 auf nun -12,7 Punkte angestiegen. Volkswirte waren im Vorfeld nur von einer Verbesserung auf -13,4 Punkte ausgegangen.

Die US-Frühindikatoren des Conference Board sind im Juli 2008 überraschend deutlich gefallen. Auf Monatssicht verringerte sich die wirtschaftliche Aktivität um 0,7 Prozent, während Volkswirte nur einen Rückgang um 0,3 Prozent prognostiziert hatten. Für Juni wurde nach revidierten Berechnungen ein unveränderter Stand gemeldet, wogegen vorläufig eine leichte Abnahme um 0,1 Prozent ausgewiesen worden war.

Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 16. August 2008 verbessert. So sank die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 13.000 auf 432.000, während Volkswirte im Vorfeld eine geringere Abnahme auf 438.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 450.000 auf 445.000 nach unten korrigiert.

Der Dow Jones gewann am Ende 0,11 Prozent auf 11.430,21 Punkte, der S&P 500 legte 0,25 Prozent auf 1.277,72 Zähler zu. Die Technologiebörse NASDAQ verzeichnete wiederum ein Minus von 0,36 Prozent auf 2.380,38 Punkte.

Im Finanzsektor gaben Lehman Brothers leicht nach. Die US-Notenbank Fed hat einem Bericht des "Wall Stret Journal" zufolge Gerüchte über eine angebliche Kündigung einer Kreditlinie bei der Investmentbank Lehman Brothers überprüft. Dabei habe die US-Notenbank demnach im vergangenen Monat eine informelle Anfrage bei der Credit Suisse durchgeführt, ob die schweizerische Großbank eine bestehende Kreditlinie für die im Zuge der Finanzkrise ins Schlingern geratene US-Investmentbank gekündigt habe. Die Credit Suisse versicherte den Angaben zufolge gegenüber der US-Notenbank jedoch, dass an diesen Spekulationen nichts dran sei.

Anteilsscheine von Heinz tendierten ein halbes Prozent fester. Der Lebensmittelhersteller verbuchte im ersten Quartal dank des starken Auslandsgeschäfts sowie höherer Absatzpreise einen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Die Erwartungen der Analysten wurden dabei übertroffen.

Auch die Geschäfte bei der Schnellrestaurant-Kette Burger King liefen im vergangenen Quartal gut. Der Konzern konnte dank gestiegener Umsatzerlöse einen Ergebnisanstieg verbuchen und die Schätzungen schlagen. Der Titel sackte dennoch um 7 Prozent ab.

Limited Brands tendieren hingegen fast 13 Prozent fester, nachdem der Bekleidungshändler am Vorabend überaus robuste Zahlen auf den Tisch gelegt hat. Im Anschluss wurde die Jahresprognose angehoben.

Die Aktie von Barnes & Noble verlor rund 4 Prozent. Der weltgrößte Buchhändler musste im zweiten Quartal einen Ergebnisrückgang hinnehmen. Bereinigt um Sondereffekte wurden die Schätzungen aber geschlagen.

Papiere des Videospiele-Händlers GameStop verloren trotz starker Zahlen und eines leicht erhöhten Ausblicks leicht.

Der Pharmakonzern Abbott Laboratories kündigte heute weitere Kosteneinsparungen an. Im Rahmen des Maßnahmenpakets wird eine Senkung der Herstellungskosten sowie der Verwaltungs- und Allgemeinkosten angestrebt. Die Aktie gab ein halbes Prozent nach. (21.08.2008/ac/n/m)

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Lehman Brothers 0,0 +2,9%
Credit Suisse Group (CS Group) (N) 19,8 -2,0%
HJ Heinz 28,7 -6,2%
Burger King 15,4 -9,6%
Limited Brands 6,0 -17,4%
BarnesNoble 11,9 -3,3%
Gamestop a 16,9 +1,4%
Abbott Laboratories 40,3 -3,9%

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