01.10.2008 22:28
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Wall Street-Schluss: Zurückhaltender Handel vor Senatsabstimmung zu Rettungspaket

New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen mussten am Mittwoch mit deutlichen Abschlägen aus dem Handel gehen. Nachdem am Montag das Repräsentantenhaus den Rettungsplan abgelehnt hat, will der Senat nun heute über den Plan abstimmen. Eine neue Abstimmung im Repräsentantenhaus soll am Donnerstag oder Freitag erfolgen.

Die Geschäftsaktivitäten des Dienstleistungssektors haben sich im September 2008 unerwartet stark verschlechtert. So schrumpfte der ISM-Service-Index von 49,9 Zählern im Vormonat auf nun 43,5 Zähler. Hierbei handelt es sich um den niedrigsten Stand seit Oktober 2001. Volkswirte hatten lediglich einen Rückgang auf 49,5 Zähler prognostiziert.

Die US-Beschäftigung hat nach Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing (ADP) im September 2008 weiter abgenommen, jedoch mit geringerem Tempo als noch im Vormonat. So fiel die Beschäftigtenzahl im Privatsektor um 8.000, während Volkswirte ein deutlich stärkeres Minus von 53.000 erwartet hatten. Für August wurde der Rückgang von vorläufig 33.000 auf 37.000 nach oben revidiert.

Die Bauausgaben in den USA sind im August 2008 unverändert geblieben. Demnach verharrten die Bauausgaben auf dem Vormonatsniveau. Volkswirte hatten ein Minus von 0,5 Prozent prognostiziert, nach einem Rückgang um revidiert 1,4 (vorläufig: -0,6) Prozent im Vormonat.

Der Dow Jones verlor am Ende 0,18 Prozent auf 10.831,07 Punkte, der S&P 500 gab 0,45 Prozent auf 1.161,06 Zähler nach. Die Technologiebörse NASDAQ verzeichnete wiederum ein Minus von 1,07 Prozent auf 2.069,40 Punkte.

Ford hat auch im September 2008 deutlich weniger Fahrzeuge in den USA verkauft als im Vorjahreszeitraum. Erneut verzeichneten Pickups und SUVs einen dramatischen Rückgang bei den Verkaufszahlen. So ging der Absatz des zweitgrößten amerikanischen Automobilherstellers im Berichtsmonat um 34,6 Prozent auf nun 120.788 Fahrzeuge zurück. In der Folge brachen die Aktien um 12,5 Prozent ein. Branchenführer GM musste ebenfalls einen deutlichen Absatzrückgang hinnehmen. Die Aktie schloss aber kaum verändert.

Berkshire Hathaway wird für rund 3 Mrd. Dollar Vorzugsaktien des Mischkonzerns General Electric erwerben. Zudem erhält die Beteiligungsgesellschaft des Milliardärs Warren Buffett Optionsscheine für 3 Mrd. Dollar mit einem Bezugspreis von 22,25 Dollar je Aktie. Den Angaben zufolge will GE zusätzlich rund 12 Mrd. Dollar Kapital durch die Ausgabe weiterer Aktien einsammeln. Die GE-Aktie verlor knapp 4 Prozent. Bei Berkshire Hathaway ging es knapp 5 Prozent nach oben.

Der Technologiekonzern Hewlett-Packard kündigte heute die Übernahme von LeftHand Networks an. Die Transaktionssumme wird sich voraussichtlich auf 360 Mio. Dollar belaufen. Die Aktie von Hewlett-Packard verlor 2,8 Prozent.

Unterdessen kauft der Videospiele-Händler GameStop den französischen Konkurrenten Micromania für 700 Mio. Dollar. Titel von GameStop gewannen 5,4 Prozent.

Anteilsscheine von Wolverine World Wide lagen kaum verändert im Handel. Der Schuhhersteller hat im dritten Quartal einen Ergebnisanstieg verbucht und im Anschluss die Prognosen für das Gesamtjahr angehoben.

Titel des Industriekonzerns Actuant sacken nach Zahlenvorlage um knapp 13 Prozent ab. Das Unternehmen verbuchte im vierten Quartal einen Umsatz- und Ergebnisanstieg. (01.10.2008/ac/n/m)

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