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Wall Street: Schwach, Finanztitel unter Druck, Airlines im Aufwind
Das Defizit beim Handel mit Waren und Dienstleistungen hat sich im Juni verringert. Dies teilte das Handelsministerium heute mit. Den Angaben zufolge hat sich das Handelsbilanzdefizit um 4,1 Prozent auf 56,8 Mrd. Dollar reduziert, wogegen Volkswirte einen Anstieg auf 61,9 Mrd. Dollar prognostiziert hatten.
Im Finanzsektor stehen JPMorgan im Blick. Die Investmentbank gab am Vorabend bekannt, dass sie im laufenden dritten Quartal aufgrund der Verwerfungen an den Kredit- und Hypothekenmärkten bisher Verluste in Höhe von rund 1,5 Mrd. Dollar zu verzeichnen hatte. Die Anleger reagieren mit Verkäufen auf die Mitteilung, der Titel büßt aktuell fast 4 Prozent ein. Für Morgan Stanley geht es um 3,3 Prozent nach unten. Wie die Investmentbank gestern mitteilte, wird sie so genannte Auction-Rate-Securities (ARS) im Wert von rund 4,5 Mrd. Dollar von ihren Kunden zurückkaufen. Wachovia sacken um fast 5 Prozent ab, nachdem die Bankgesellschaft das Ergebnis des zweiten Quartals nach unten revidiert hat.
Anteilsscheine von United Technologies verlieren 0,7 Prozent, obwohl der Mischkonzern heute die Ergebnisprognose für das laufende Fiskaljahr bestätigt hat. Fluggesellschaften zählen nach einer positiven Sektorenstudie von JPMorgan zu den Gewinnern. Mitunter legen Delta Air Lines 2 Prozent, US Airways 8,4 Prozent, Continental Air 2,3 Prozent und AMR Corp. 3 Prozent zu.
Unternehmensmeldungen:
Die US-Investmentbank JPMorgan Chase & Co. (JPMorgan) (ISIN US46625H1005/ WKN 850628) gab am späten Montag bekannt, dass sie im laufenden dritten Quartal bisher Verluste in Höhe von rund 1,5 Mrd. Dollar zu verzeichnen hatte, was mit den Verwerfungen an den Kredit- und Hypothekenmärkten zusammenhängt. Wie das Kreditinstitut in einer SEC-Mitteilung bekannt gab, haben sich die Handelsbedingungen im dritten Quartal wesentlich gegenüber denen im Vorquartal verschlechtert. Zudem sei der Spread im Bereich der so genannten Mortgage-Backed Securities (MBS, hypothekengestützte Wertpapiere) bzw. bei Krediten seit Juli dieses Jahres stark gestiegen.
Die US-Investmentbank Morgan Stanley (ISIN US6174464486/ WKN 885836) gab am späten Montag bekannt, dass sie so genannte Auction-Rate-Securities (ARS) im Wert von rund 4,5 Mrd. Dollar von ihren Kunden zurückkaufen wird. Im Vorfeld hatte am Montag die Generalstaatsanwaltschaft von New York Morgan Stanley sowie die JPMorgan Chase & Co. (JPMorgan) (ISIN US46625H1005/ WKN 850628) und die Wachovia Corp. (ISIN US9299031024/ WKN 868326) darüber informiert, dass sie umgehend mit Settlement-Gesprächen im Zusammenhang mit ARS-Anleihen beginnen will.
Die Wachovia Corp. (ISIN US9299031024/ WKN 868326), die viertgrößte Bankgesellschaft in den USA, hat eine zusätzliche Rückstellung in Höhe von 500 Mio. Dollar vor Steuern gebildet und das Ergebnis des zweiten Quartals 2008 entsprechend nach unten revidiert. Unternehmensangaben zufolge steht die Rückstellung in Zusammenhang mit Untersuchungen ihrer Wertpapier-Auktionen durch die Börsenaufsicht SEC. Der Nettoverlust im zweiten Quartal klettert somit auf revidiert 9,11 Mrd. Dollar. Vorläufig war ein Minus von 8,86 Mrd. Dollar ausgewiesen worden.
Der Mischkonzern United Technologies Corp. (ISIN US9130171096/ WKN 852759) hat die Ergebnisprognose für das laufende Fiskaljahr bestätigt. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, wird CEO Louis Chenevert im Rahmen einer Analystenpräsentation die Ziele für das laufende Fiskaljahr bestätigen. Demnach erwartet der Konzern nach wie vor ein EPS von 4,80 bis 4,95 Dollar während der Umsatz bei mehr als 60 Mrd. Dollar liegen soll. Analysten sehen für das Gesamtjahr ein EPS von 4,93 Dollar sowie einen Umsatz von 60,13 Mrd. Dollar.
Die amerikanische Bekleidungskette TJX Cos. Inc. (ISIN US8725401090/ WKN 854854) gab heute bekannt, dass sie ihren Gewinn im zweiten Quartal mehr als verdreifacht hat, was das Ergebnis einer Sonderbelastung im Vorjahr ist. Die Jahresprognose wurde indes erhöht. Vor Einmaleffekten lag der Gewinn leicht über den Erwartungen des Marktes. Der Umsatz erhöhte sich etwas stärker als prognostiziert. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nun mit einem EPS-Ergebnis von 2,26 bis 2,31 Dollar. Analysten sehen hier einen Wert von 2,28 Dollar.
Der amerikanische IT-Dienstleister BearingPoint Inc. (ISIN US0740021060/ WKN 938779) meldete am Montag nach US-Börsenschluss, dass er im zweiten Quartal einen Gewinn erzielt hat, was auf höhere Umsätze im Bereich Public Services zurückzuführen ist. Analysten waren im Vorfeld von einem Verlust ausgegangen. Der Umsatz nahm um 1,3 Prozent zu. (12.08.2008/ac/n/m)
| 21.07.2008 | J.P. Morgan Chase neutral | UBS AG | |
| 16.06.2008 | J.P. Morgan Chase kaufen | Die Actien-Börse | |
| 29.02.2008 | J.P. Morgan Chase neutral | UBS AG | |
| 29.02.2008 | J.P. Morgan Chase outperform | Credit Suisse Group | |
| 22.02.2008 | J.P. Morgan Chase overweight | Lehman Brothers Inc. |
Aktien in diesem Artikel
| JPMorgan | 21,9 | -4,0% | |
| Morgan Stanley | 9,3 | -6,1% | |
| Wachovia | 3,6 | -17,2% | |
| United Technologies | 36,2 | -2,9% | |
| TJX Cos | 16,1 | -9,6% | |
| BearingPoint | 0,0 |
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