25.08.2008 15:48
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Wall Street: Schwach, Finanzwerte unter Druck

New York (aktiencheck.de AG) - Nach der starken Entwicklung am Freitag ist die Wall Street mit Verlusten in die neue Woche gestartet. Der Dow Jones Industrial Average büßt aktuell 0,65 Prozent ein auf 11.552,59 Indexpunkte. Der S&P 500 gibt 0,60 Prozent ab auf 1.284,43 Zähler. Für den NASDAQ Composite geht es um 0,89 Prozent nach unten auf 2.393,25 Punkte. Der Ölpreis konnte zuletzt wieder etwas zulegen. In Kürze stehen die Zahlen zu den Verkäufen bestehender Häuser auf der Agenda.

Anteilsscheine von Micron verlieren im frühen Handel 0,6 Prozent. Hier steht ein Pressebericht im Blick, demzufolge der amerikanische Technologiekonzern die Übernahme von Teilen oder der Gesamtbeteiligung von Infineon an Qimonda erwägt. Für Broadcom geht es um 0,4 Prozent nach unten. Der Konzern kündigte heute die Übernahme der Geschäftsaktivitäten des Chip-Herstellers AMD im Bereich Digitalfernsehen an. Der Kaufpreis wurde auf rund 193 Mio. Dollar beziffert. Titel vom AMD gewinnen 1,6 Prozent.

Finanzwerte stehen ebenfalls im Blick. Einem Zeitungsartikel zufolge könnte sich ein mögliches Eingreifen der US-Regierung zur Unterstützung der in Schieflage geratenen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae (-4,4 Prozent) und Freddie Mac (+1,8 Prozent) negativ auf die Bilanzen zahlreicher US-Banken auswirken. Laut einem weiteren Bericht gehen führende US-Ökonomen von einer demnächst anstehenden Rettungsaktion des US-Finanzministeriums aus. Unter anderem verlieren Lehman Brothers 4,2 Prozent, Merrill Lynch 1,6 Prozent, Citigroup 1,2 Prozent und Wachovia 2,3 Prozent.

Unternehmensmeldungen:

Der amerikanische Speicherchip-Hersteller Micron Technology Inc. (ISIN US5951121038/ WKN 869020) hat einem Pressebericht zufolge Interesse an der Übernahme der vom deutschen Halbleiterkonzern Infineon Technologies AG (ISIN DE0006231004/ WKN 623100) gehaltenen Beteiligung an der Qimonda AG (ISIN US7469041013/ WKN A0KEAT) bekundet. Wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Kreise schreibt, will Micron Technologies die von Infineon gehaltene 77,5-prozentige Qimonda-Beteiligung möglicherweise übernehmen. Infineon hatte laut dem Bericht bereits früher erklärt, sich von der Qimonda-Beteiligung Anfang kommenden Jahres trennen zu wollen.

Die amerikanische Broadcom Corp. (ISIN US1113201073/ WKN 913684) kündigte heute die Übernahme der Geschäftsaktivitäten des Chip-Herstellers Advanced Micro Devices Inc. (AMD) (ISIN US0079031078/ WKN 863186) im Bereich Digitalfernsehen an. Wie aus der Presseerklärung des Konzerns hervorgeht, will Broadcom durch die Übernahme der AMD-Aktivitäten in diesem Segment seine Marktposition deutlich ausbauen und künftig alle Marktsegmente im Bereich Digitalfernsehen abdecken. Broadcom wird AMD in Zusammenhang mit der Transaktion insgesamt 192,8 Mio. Dollar in bar bezahlen.

Ein mögliches Eingreifen der US-Regierung zur Unterstützung der in Schieflage geratenen Hypothekenfinanzierer Federal National Mortgage Association (Fannie Mae) (ISIN US3135861090/ WKN 856099) und Federal Home Loan Mortgage Corp. (Freddie Mac) (ISIN US3134003017/ WKN 876872) könnte sich negativ auf die Bilanzen zahlreicher US-Banken auswirken. Laut einem Bericht der "Financial Times" vom Sonntag hätte eine Kapitalspritze der zuständigen US-Regierung für die Hypothekeninstitute hohe Abschreibungen bei zahlreichen mittleren US-Banken sowie Versicherungskonzernen zur Folge. Wie das "Wall Street Journal" heute schreibt, gehen führende US-Ökonomen von einer demnächst anstehenden Rettungsaktion des US-Finanzministeriums für Fannie Mae und Freddie Mac aus.

Ein hochrangiger Beamter der Bankenaufsicht in Südkorea hat die staatlich unterstützte Korea Development Bank (KDB) vor möglichen Risiken in Zusammenhang mit einem Engagement bei der US-Investmentbank Lehman Brothers Holdings Inc. (ISIN US5249081002/ WKN 891041) gewarnt. Jun Kwang-woo, Chairman bei der Financial Services Commission in Südkorea, erklärte gegenüber der "Financial Times", dass die Übernahme einer führenden Investmentbank durch die staatlich unterstützte KDB sicherlich langfristig große Chancen für die weitere Entwicklung des eigenen Investmentbanking-Geschäfts mit sich bringen könnte. Gleichzeitig warnte Jun Kwang-woo jedoch vor möglichen Risiken, welche ein derartiger Schritt mit sich bringen könnte. (25.08.2008/ac/n/m)

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