08.04.2008 16:08
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Wall Street: Schwach - Alcoa, AMD und Washington Mutual im Fokus

New York (aktiencheck.de AG) - Belastet von negativ aufgenommenen Unternehmensnachrichten sind die US-amerikanischen Aktienindizes mit Minuszeichen in den Tag gestartet. Kurz nach der Eröffnungsglocke sackt der Dow Jones um 0,66 Prozent ab und notiert bei 12.529,06 Punkten. Der S&P 500 büßt 0,71 Prozent ein auf 1.362,81 Zähler, während beim NASDAQ Composite ein Minus von 0,84 Prozent auf 2.344,89 Indexpunkte auszumachen ist. Neuen Schwung könnte im weiteren Handelsverlauf die Veröffentlichung des FOMC-Sitzungsprotokolls bringen.

Im Mittelpunkt stehen mitunter die am Vorabend von Alcoa auf den Tisch gelegten Geschäftszahlen. Angesichts gestiegener Energiekosten und dem schwachen Dollar musste der weltweit größte Aluminiumhersteller im ersten Quartal einen unerwartet kräftigen Gewinnrückgang hinnehmen. Die Erlöse waren ebenfalls rückläufig, allerdings hatten Analysten mit Schlimmerem gerechnet. Die Aktie verliert momentan ein knappes Prozent.

Für Anteilsscheine von AMD geht es um gut 3 Prozent nach unten. Wie der Chip-Hersteller am Vorabend ankündigte, wird er rund 10 Prozent seiner Belegschaft abbauen. Zudem rechnet der Konzern für das erste Quartal mit einem Umsatzrückgang. Intel verlieren daneben knapp 2 Prozent. Außerdem kommt die Aktie des Navigationsgeräte-Herstellers Garmin kräftig unter die Räder, aktuell sackt der Wert um 7 Prozent ab. Neben einer negativen Analystenstudie leidet der Titel insbesondere unter dem schwachen Ausblick des niederländischen Mitbewerbers TomTom.

Papiere von Washington Mutual stehen mit einem Abschlag von 13 Prozent im Markt. Der Finanzkonzern erhält durch Investoren unter der Führung der Private Equity-Gesellschaft TPG eine Finanzspritze in Höhe von 7 Mrd. Dollar. Für das erste Quartal erwartet Washington Mutual gleichzeitig einen Verlust von 1,1 Mrd. Dollar. Ferner wird die Dividende massiv gekürzt.

Unternehmensmeldungen:

Die Alcoa Inc. (ISIN US0138171014/ WKN 850206), der weltweit größte Aluminiumhersteller, veröffentlichte am Montag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das erste Quartal 2008. Damit gab der Konzern zugleich als erstes im Dow Jones gelistetes Unternehmen den Startschuss für die neue Berichtssaison. Alcoa musste dabei eine Gewinnhalbierung hinnehmen und begründete dies mit gestiegenen Energiekosten und dem schwachen Dollar. Das bereinigte EPS lag dabei unter den durchschnittlichen Analystenerwartungen. Die Umsatzerlöse gingen im Berichtsquartal um rund 7 Prozent zurück und damit weniger stark als befürchtet.

Der amerikanische Chip-Hersteller Advanced Micro Devices Inc. (AMD) (ISIN US0079031078/ WKN 863186) gab am Montag nach Börsenschluss bekannt, dass er angesichts von Produktverzögerungen und Akquisitionskosten rund 10 Prozent seiner Belegschaft abbauen wird. Zudem wurde eine Umsatzwarnung für das erste Quartal ausgesprochen. Demnach ist bei einer weltweiten Belegschaft von 16.800 Mitarbeitern mit dem Abbau von mehr als 1.600 Arbeitsplätzen zu rechnen. Die in diesem Zusammenhang entstehende Sonderbelastung, deren Höhe noch nicht beziffert werden kann, wird im zweiten Quartal verbucht. Für das erste Quartal rechnet der Konzern nun mit einem Umsatz von rund 1,5 Mrd. Dollar, was einem Rückgang von 15 Prozent zum Vorquartal entspricht. Analysten sehen hier Erlöse von 1,62 Mrd. Dollar.

Die Washington Mutual Inc. (ISIN US9393221034/WKN 893906) gab heute bekannt, dass sie von der Private Equity-Gesellschaft TPG und anderen Investoren eine Kapitalinfusion in Höhe von 7 Mrd. Dollar erhalten wird. Das "Wall Street Journal" hatte darüber bereits berichtet. Wie das Kreditinstitut weiter mitteilte, rechnet es für das erste Quartal mit einem Verlust von 1,1 Mrd. Dollar. Zudem wird der Konzern seine Quartalsdividende von 15 Cents auf 1 Cent pro Aktie reduzieren. Darüber hinaus ist beabsichtigt, das Hypothekengeschäft zurückzufahren. Dabei sollen sämtliche freistehenden Hypothekenbüros geschlossen und gleichzeitig keine Hypotheken mehr über Makler angeboten werden.

Die Starwood Hotels & Resorts Worldwide Inc. (ISIN US85590A4013/ WKN A0JKQB), der zweitgrößte Hotelkonzern in den USA, meldete am Montag eine globale Expansion der Sheraton-Kette, ihrer größten Marke. Den Angaben zufolge wird Sheraton Hotels & Resorts bis zum nächsten Jahr 54 neue Hotels eröffnen und 20.000 neue Zimmer hinzufügen. Derzeit verfügt die Kette über 406 Hotels und Resorts in 71 Ländern. Im Rahmen des Wachstumsplans ist eine Investition in Höhe von 2 Mrd. Dollar für Neueröffnungen von Hotels in Nordamerika vorgesehen. (08.04.2008/ac/n/m)

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