22.07.2008 16:02
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Wall Street: Schwach - Apple und Texas Instruments belasten Technologiesektor, Wachovia auf Talfahrt

New York (aktiencheck.de AG) - Belastet von überwiegend negativ aufgenommenen Quartalsberichten sind die US-amerikanischen Börsen mit Abschlägen in den Handel gestartet. Aktuell verliert der Dow Jones Industrial Average 0,64 Prozent auf 11.393,41 Indexpunkte. Der S&P 500 büßt daneben 0,78 Prozent ein auf 1.250,14 Zähler. Gleichzeitig sackt der NASDAQ Composite um 1,04 Prozent ab auf 2.255,83 Punkte.

Im Technologiesektor knicken Papiere von Apple um gut 9 Prozent ein. Der Unterhaltungselektronikkonzern hat im abgelaufenen Quartal einen unerwartet kräftigen Umsatz- und Gewinnanstieg erzielt. Für das derzeit laufende Fiskalquartal hat Apple allerdings einen überraschend schwachen Ausblick abgegeben. Für Texas Instruments geht es um fast 15 Prozent in die Tiefe. Der weltgrößte Hersteller von Mobiltelefon-Chips musste im vergangenen Vierteljahr einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen und hat damit die Erwartungen verfehlt.

Caterpillar legen gegen den Trend 1,7 Prozent zu. Der Baumaschinenhersteller hat im letzten Quartal von der robusten Nachfrage in den Emerging Markets profitiert und einen unerwartet starken Umsatz- und Ergebnisanstieg verbucht. Zudem wurde der Ausblick angehoben. Dagegen ist bei Merck ein Minus von gut 9 Prozent auszumachen. Der Pharmakonzern hat im abgelaufenen Quartal besser als erwartet abgeschnitten, allerdings wurden zugleich negative Studienergebnisse zum Cholsterin-Senker Vytorin veröffentlicht. Das Medikament wird zusammen mit Schering-Plough, die ebenfalls gute Zahlen vorgelegt haben, vermarktet. Schering-Plough geben mehr als 4 Prozent ab. Anteilsscheine des Chemieriesen DuPont, der im zweiten Quartal dank der weltweit starken Nachfrage im Agrarchemie-Bereich einen Ergebnisanstieg verbucht hat, liegen dagegen mit gut 2 Prozent im Plus.

Die Aktie von Wachovia knickt um fast 9 Prozent ein. Im Zusammenhang mit Goodwill-Abschreibungen und erhöhten Rückstellungen für Kreditausfälle hat die viertgrößte Bankgesellschaft in den USA im zweiten Quartal einen Verlust von fast 9 Mrd. Dollar erwirtschaftet. Die Erwartungen der Analysten wurden dabei deutlich verfehlt. Auch von American Express kommen keine guten Nachrichten. Wie am Vorabend bekannt wurde, musste der Finanzkonzern wegen der US-Finanzkrise im abgelaufenen Quartal einen unerwartet deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Der Wert verliert daraufhin fast 12 Prozent.

Dagegen hat der Logistikkonzern UPS Ergebnisse im Rahmen der Erwartungen auf den Tisch gelegt. Aktuell kann der Wert leicht zulegen. Lockheed Martin gewinnen nach Ergebnisvorlage 1,4 Prozent.

Unternehmensmeldungen:

Die Apple Inc. (ISIN US0378331005/ WKN 865985) gab am Montag nach US-Börsenschluss die Zahlen zum dritten Fiskalquartal 2007/08 bekannt. Der US-Hersteller von Unterhaltungselektronik konnte dabei erneut einen kräftigen Umsatz- und Gewinnanstieg erzielen. Das Nettoergebnis stieg dabei unerwartet deutlich um 31 Prozent. Die Umsatzerlöse konnten im Berichtszeitraum um 38 Prozent gesteigert werden. Für das derzeit laufende vierte Fiskalquartal 2007/08 prognostiziert Apple ein EPS von 1,00 Dollar bei Umsätzen von 7,8 Mrd. Dollar. Daneben erwarten Analysten ein EPS von 1,24 Dollar bei Umsätzen von 8,32 Mrd. Dollar.

Die Texas Instruments Inc. (ISIN US8825081040/ WKN 852654) hat am Montag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das zweite Quartal 2008 veröffentlicht. Dabei musste der weltgrößte Hersteller von Mobiltelefon-Chips einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen und verfehlte damit die Erwartungen. Der Nettogewinn sank sich demnach um rund 4 Prozent. Analysten hatten im Vorfeld mit einer EPS-Verbesserung gerechnet.

Der amerikanische Baumaschinenhersteller Caterpillar Inc. (ISIN US1491231015/ WKN 850598) konnte im zweiten Quartal von der robusten Nachfrage in den Emerging Markets profitieren und verbuchte einen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Wie der weltweit führende Baumaschinenhersteller heute erklärte, stieg der Umsatz um 28 Prozent. Der Nettogewinn verbesserte sich unerwartet deutlich um 35 Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern ein EPS von 6,00 Dollar sowie einen Umsatz von 50 Mrd. Dollar. Zuvor hatte der Baumaschinenhersteller einen Gewinn von 5,64 bis 6,18 Dollar je Aktie sowie einen Umsatz von 47,2 bis 49,5 Mrd. Dollar in Aussicht gestellt. Analysten gehen für das Gesamtjahr von einem EPS von 6,03 Dollar sowie einem Umsatz von 50,07 Mrd. Dollar aus.

Der US-Pharmakonzern Merck & Co. Inc. (ISIN US5893311077/ WKN 851719) legte am Montag nach US-Börsenschluss die Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2008 vor. Während die Quartalszahlen überzeugen konnten, enttäuschte der Konzern mit negativen Studienergebnissen zum Cholsterin-Senker Vytorin, den er zusammen mit dem US-Pharmakonzern Schering-Plough Corp. (ISIN US8066051017/ WKN 850469) vermarktet. Demnach stieg der Nettogewinn im Berichtszeitraum leicht an. Der Konzernumsatz war indes leicht rückläufig. Angesichts der negativen Studie zum Cholsterin-Senker Vytorin gab Merck & Co. keine langfristigen Prognosen.

Der US-Chemiekonzern E. I. Du Pont de Nemours and Co. (DuPont) (ISIN US2635341090/ WKN 852046) verbuchte im zweiten Quartal dank der weltweit starken Nachfrage im Agrarchemie-Bereich einen Ergebnisanstieg. Wie der Konzern heute erklärte, stieg der Umsatz im Berichtszeitraum um 12 Prozent. Der Nettogewinn wurde 11 Prozent und damit stärker als erwartet verbessert. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern ein EPS im Bereich von 3,45 bis 3,55 Dollar, während Analysten ein EPS von 3,50 Dollar sowie einen Umsatz von 31,70 Mrd. Dollar erwarten.

Die Wachovia Corp. (ISIN US9299031024/ WKN 868326), die viertgrößte Bankgesellschaft in den USA, meldete heute, dass sie im zweiten Quartal einen Verlust von fast 9 Mrd. Dollar erwirtschaftet hat, was auf hohe Goodwill-Abschreibungen und erhöhte Rückstellungen für Kreditausfälle zurückzuführen ist. Zudem wurde die Dividende erneut gekürzt. Im jüngsten Ergebnis ist dabei eine Goodwill-Abschreibung in Höhe von 6,1 Mrd. Dollar enthalten. Vor Einmaleffekten lag der Verlust deutlich höher als von Analysten befürchtet.

Die American Express Co. (ISIN US0258161092/ WKN 850226) gab am Montag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das zweite Quartal 2008 bekannt. Der US-Finanzkonzern musste dabei einen unerwartet deutlichen Gewinnrückgang im Zusammenhang mit der US-Finanzkrise hinnehmen. Zudem rückte American Express angesichts dessen von seinen bisherigen Ergebniszielen ab. Demnach sank das Nettoergebnis um 38 Prozent. Die Umsätze nach Zinsen konnten indes verbessert werden.

Der US-Logistikkonzern United Parcel Service (UPS) (ISIN US9113121068/ WKN 929198) musste im zweiten Quartal angesichts deutlich höherer Treibstoffpreise einen Ergebnisrückgang ausweisen. Wie der Konzern heute erklärte, lag der Umsatz im Berichtszeitraum über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Der Nettogewinn sank dabei wie erwartet um fast 21 Prozent. Wesentlichen Anteil an der rückläufigen Ergebnisentwicklung hatte vor allem die schwache Entwicklung im Paket-Segment, welche unter den hohen Treibstoffpreisen zu leiden hatte.

Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin Corp. (ISIN US5398301094/ WKN 894648) verbuchte im zweiten Quartal dank höherer Umsatzerlöse einen Gewinnanstieg. Wie der Auftragshersteller für die Rüstungsindustrie heute erklärte, konnte der Umsatz im Berichtszeitraum leicht gesteigert werden. Der Nettogewinn erhöhte sich um 13 Prozent. Die Schätzungen der Analysten wurden damit übertroffen. (22.07.2008/ac/n/m)

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Aktien in diesem Artikel

Apple 72,0 +0,6%
Texas Instruments 11,2 -5,4%
Caterpillar 29,9 +0,9%
MerckCo 21,0 +2,1%
DuPont 17,8 -4,0%
Wachovia 3,6 -17,2%
American Express 15,7 -4,3%
United Parcel Service 43,5 -5,0%
Lockheed Martin 56,4 -5,7%

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