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Wall Street: Schwacher Auftakt, AT&T nach Zahlen gesucht, McDonald's und DuPont unter Druck
Die Blicke richten sich mitunter auf das von AT&T vorgelegte Zahlenwerk. Wie der Telekommunikationskonzern heute bekannt gab, konnte er seinen Gewinn im ersten Quartal wie von Analysten erwartet steigern. Die Aktie gewinnt aktuell 0,7 Prozent. Titel von McDonald's verlieren indes 1 Prozent. Die weltweit führende Schnellrestaurantkette verzeichnete im abgelaufenen Quartal dank der starken Entwicklung in Europa und den Emerging Markets ein unerwartet deutliches Ergebnisplus. Allerdings haben die Umsätze auf vergleichbarer Verkaufsfläche etwas enttäuscht.
Anteilsscheine von DuPont liegen mit einem Minus von knapp 3 Prozent im Markt. Der zweitgrößte Chemiekonzern in den USA konnte seinen Gewinn im letzten Vierteljahr mehr als verdoppeln und die Schätzungen des Marktes schlagen. Für das Gesamtjahr stellt das Unternehmen allerdings einen Gewinn in Aussicht, der unter den durchschnittlichen Marktschätzungen liegt. Daneben sacken Papiere von Texas Instruments um fast 4 Prozent ab. Wie der weltgrößte Hersteller von Mobiltelefon-Chips am Vorabend mitteilte, erzielte er im ersten Quartal einen Umsatz- und Gewinnanstieg im Rahmen der Erwartungen. Jedoch konnte auch hier der Ausblick wenig überzeugen.
Des Weiteren hat der Rüstungskonzern Lockheed Martin einen Blick in seine Bilanzen gewährt. Das Unternehmen hat seinen Gewinn im ersten Quartal überraschend deutlich um fast 6 Prozent steigern können. Die Jahresplanung wurde angehoben, wobei die durchschnittlichen Markterwartungen noch höher liegen. Der Wert gibt mehr als 2 Prozent ab. Anteilsscheine des Krankenversicherers UnitedHealth knicken nach enttäuschenden Ergebnissen um 9 Prozent ein. Das von UAL vorgelegte Zahlenwerk kommt ebenfalls nicht bei den Anlegern an. Papiere der Muttergesellschaft der Fluglinie United Air Lines verlieren rund 3 Prozent.
Unternehmensmeldungen:
Der amerikanische Telekommunikationskonzern AT&T Inc. (ISIN US00206R1023/ WKN A0HL9Z) verbuchte im ersten Quartal dank deutlich verbesserter Umsatzerlöse in den Konzernsparten Mobilfunk, Breitband-Internet sowie im Geschäftskundensegment einen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Wie der Konzern heute erklärte, stieg der Gesamtumsatz im Berichtszeitraum um 6,1 Prozent. Der Nettogewinn konnte um 21 Prozent verbessert werden. Ohne die Berücksichtigung von fusionsbedingten Einmaleffekten wurden die Erwartungen der Analysten exakt getroffen.
Die amerikanische McDonald's Corp. (ISIN US5801351017/ WKN 856958) verbuchte im ersten Quartal dank der starken Entwicklung im internationalen Geschäft einen Ergebnisanstieg. Wie die weltweit führende Schnellrestaurantkette heute erklärte, stieg der Nettogewinn im Berichtszeitraum um 24 Prozent. Dabei trugen positive Wechselkurseffekte zum Ergebnis im Berichtszeitraum bei, teilte der Konzern mit. Wesentlichen Anteil an der deutlichen Ergebnisverbesserung hatten neben der starken Absatzentwicklung in Europa und den Emerging Markets vor allem die Einführung neuer Produktkategorien, teilte der Konzern mit. Der Konzernumsatz verbesserte sich um 6 Prozent. Die Prognosen der Analysten wurden übertroffen.
Die E. I. Du Pont de Nemours and Co. (DuPont) (ISIN US2635341090/ WKN 852046), der zweitgrößte Chemiekonzern in den USA, meldete heute die Geschäftszahlen für das erste Quartal. Demnach stieg der Umsatz im Berichtszeitraum um 9 Prozent. Der Nettogewinn konnte mehr als verdoppelt werden und übertraf die Schätzungen der Analysten. Wesentlichen Anteil an der deutlichen Ergebnisverbesserung hatten die gestiegenen Umsatzerlöse in Europa sowie Brasilien, China und Indien. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern ein EPS von 3,40 bis 3,55 Dollar. Analysten gehen für das laufende Geschäftsjahr von einem EPS von 3,48 Dollar aus.
Die Texas Instruments Inc. (ISIN US8825081040/ WKN 852654) hat am Montag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das erste Quartal 2008 veröffentlicht. Dabei konnte der weltgrößte Hersteller von Mobiltelefon-Chips einen Umsatz- und Gewinnanstieg im Rahmen der Erwartungen erzielen. Der Nettogewinn stieg demnach um 28 Prozent. Für das laufende zweite Quartal 2008 prognostiziert Texas Instruments ein EPS von 42 bis 48 Cents bei Umsätzen von 3,24 bis 3,50 Mrd. Dollar. Dagegen erwarten die Analysten ein EPS von 48 Cents je Aktie bei Umsatzerlösen von 3,44 Mrd. Dollar.
Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin Corp. (ISIN US5398301094/ WKN 894648) gab heute bekannt, dass er seinen Gewinn im ersten Quartal unerwartet deutlich um fast 6 Prozent steigern konnte, was mit starken Umsätzen bei seinen elektronischen Kampf- und Raumfahrtsystemen zusammenhängt. Zudem wurde die Jahresplanung erhöht. Der Umsatz stieg um knapp 8 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr hob der Konzern seine EPS-Prognose um 10 Cents auf 7,15 bis 7,35 Dollar an, während weiterhin ein Umsatz von 41,8 bis 42,8 Mrd. Dollar erwartet wird. Analysten sehen hier einen Gewinn von 7,37 Dollar pro Aktie und Erlöse von 42,84 Mrd. Dollar.
Die UnitedHealth Group Inc. (ISIN US91324P1021/ WKN 869561), einer der größten Krankenversicherer in den USA, gab heute bekannt, dass sie ihren Gewinn im ersten Quartal steigern konnte, was auf eine verbesserte Entwicklung bei ihren Medicaid-Plänen zurückzuführen ist. Die Jahresplanung wurde indes um 10 Prozent gesenkt. Demnach stieg der Nettogewinn um 7 Prozent und damit weniger stark als erwartet. Der Umsatz kletterte um 2 Prozent. Für 2008 rechnet der Konzern nun mit einem Ergebnis pro Aktie von 3,55 bis 3,60 Dollar, was einer Senkung um 40 Cents pro Aktie zur vorherigen Prognose entspricht. Der Umsatz soll 81 bis 82 Mrd. Dollar betragen. Die durchschnittlichen Marktschätzungen sehen hier 3,85 Dollar bzw. 79,97 Mrd. Dollar vor.
Die UAL Corp. (ISIN US9025498075/ WKN A0JC6V), die Muttergesellschaft der zweitgrößten US-Fluglinie United Air Lines, musste im ersten Quartal 2008 aufgrund steigender Treibstoffkosten einen deutlich höheren Verlust ausweisen. Wie das Unternehmen heute verkündete, kletterte der Umsatz um 7,7 Prozent. Der Nettoverlust fiel dagegen deutlich höher aus. Zudem wurden die Markterwartungen verfehlt. (22.04.2008/ac/n/m)
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