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Wall Street: Schwacher Auftakt, Motorola brechen ein, Best Buy gesucht
Vorbörslich veröffentlichte das Arbeitsministerium für Dezember 2006 eine erneute Verbesserung bei den saisonbereinigten Arbeitsmarktdaten. So verharrte die Arbeitslosenquote wie von Volkswirten erwartet bei 4,5 Prozent. Zudem erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 167.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Volkswirte hatten lediglich einen Stellenaufbau um 100.000 Beschäftigte erwartet. Die durchschnittlichen Stundenlöhne wuchsen mit 0,5 Prozent stärker als prognostiziert an. Am Abend steht noch eine Rede von Fed-Chef Ben Bernanke auf dem Terminplan.
Im Technologiesektor brechen Motorola-Aktien um über 10 Prozent ein. Der Telekommunikationshersteller sprach am Vorabend eine Umsatz- und Gewinnwarnung für das vierte Quartal aus, was auf einen ungünstigen Absatzmix zurückzuführen ist. Zahlreiche Analystenhäuser - darunter Piper Jaffray, Bear Stearns und die Deutsche Bank - stuften den Titel in der Folge ab. Daneben verlieren Anteilsscheine des Chip-Konzerns Intel, die unter einer Herunterstufung der Credit Suisse leiden, rund 1,5 Prozent. Dell-Papiere sacken nach einer Abstufung durch JP Morgan um 1,1 Prozent ab.
Deutliche Gewinne in Höhe von knapp 2 Prozent fahren Titel von Best Buy ein, nachdem der größte US-Elektronikhändler Umsatzzahlen für Dezember auf den Tisch gelegt hat. Anteilsscheine der Elektronikhandelskette Circuit City Stores, die im Dezember einen deutlichen Umsatzanstieg verbuchte und einen starken Umsatzausblick für das Fiskaljahr 2007 gegeben hat, geben hingegen leicht ab.
Der US-Telekommunikationshersteller Motorola Inc. (ISIN US6200761095/ WKN 853936) sprach am Donnerstag nach Börsenschluss eine Umsatz- und Gewinnwarnung für das vierte Quartal aus, was auf einen ungünstigen Absatzmix zurückzuführen ist. Demnach erwartet der Konzern nun ein Nettoergebnis je Aktie von 13 bis 16 Cents. Das Ergebnis beinhaltet dabei negative Einmaleffekte in Höhe von etwa 10 Cents je Aktie. Dennoch wird damit die eigene interne Prognose verfehlt, so Motorola weiter. Die Umsatzprognose senkte der Konzern von 11,8 bis 12,1 Mrd. Dollar auf 11,6 bis 11,8 Mrd. Dollar. Analysten erwarteten bislang Erlöse von 11,99 Mrd. Dollar und ein EPS von 39 Cents.
Die Elektronikhandelskette Circuit City Stores Inc. (ISIN US1727371080/ WKN 863207) verbuchte im Dezember einen deutlichen Umsatzanstieg und hob im Anschluss seine Umsatzprognose für das Fiskaljahr 2007 an. Wie der Konzern heute erklärte, verzeichnete man im Berichtszeitraum einen Gesamtumsatz von 2,10 Mrd. Dollar, was im Vergleich zum Vorjahresmonat (1,98 Mrd. Dollar) einem Plus von 5,9 Prozent entspricht. Die Umsatzerlöse bei Filialen, welche länger als ein Jahr geöffnet waren, verbesserten sich um 4,2 Prozent. Für das Fiskaljahr 2007 erwartet Circuit City Stores nunmehr auf Konzernebene einen Umsatzanstieg im Bereich von 9 bis 10 Prozent, während man zuvor noch einen Anstieg von 8 bis 9 Prozent in Aussicht gestellt hatte.
Der größte US-Elektronikhändler Best Buy Co. Inc. (ISIN US0865161014/ WKN 873629) verbuchte im Dezember einen deutlichen Umsatzanstieg. Wie der Konzern heute erklärte, lag der Gesamtumsatz im Berichtsmonat bei 6,6 Mrd. Dollar, was im Vergleich zum Vorjahresmonat (5,7 Mrd. Dollar) einem Plus von 15 Prozent entspricht. Der Umsatz bei Niederlassungen, welche länger als ein Jahr geöffnet waren, verbesserte sich im Vorjahresvergleich um 7,0 Prozent.
Der amerikanische Biotechnologiekonzern Millennium Pharmaceuticals Inc. (ISIN US5999021034/ WKN 900625) gab am Donnerstagabend nach Börsenschluss einen Ausblick auf die Ergebnisziele für das Fiskaljahr 2007. Demnach erwartet der Konzern für das kommende Geschäftsjahr vor Einmaleffekten einen Nettogewinn im Bereich von 10 bis 20 Mio. Dollar. Inklusive der Berücksichtigung von Wertberichtigungen sowie Restrukturierungsaufwendungen geht Millennium Pharmaceuticals von einem Nettoverlust im Bereich von 60 bis 90 Mio. Dollar aus. Dabei erwartet man bei dem Medikament VELCADE Umsatzerlöse in Höhe von 240 bis 260 Mio. Dollar. VELCADE wird zur Behandlung von Patienten die an Plasmozytomen leiden, eingesetzt. Analysten erwarten für das Fiskaljahr 2007 ein EPS von 13 Cents sowie einen Umsatz von 485 Mio. Dollar.
Der amerikanische Netzwerkausrüster Redback Networks Inc. (ISIN US7572095070/ WKN 729816) geht für das vierte Quartal von einem Umsatz unterhalb der bisherigen Erwartungen aus. Wie der Konzern am Donnerstagabend erklärte, geht man aufgrund von Stornierungen bei SmartEdge-Produkten von Umsatzerlösen unterhalb der zuvor in Aussicht gestellten Marke von 64 Mio. Dollar aus. Redback äußerte sich im Anschluss zuversichtlich, dass diese Auftragsverschiebungen im kommenden Jahr als Umsatzerlöse verbucht werden können. Analysten erwarten für das vierte Quartal ein EPS von 13 Cents sowie einen Umsatz von 77,80 Mio. Dollar. (05.01.2007/ac/n/m)
| 27.11.2008 | Motorola Neueinschätzung | JP Morgan Chase & Co. | |
| 25.11.2008 | Motorola Neueinschätzung | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 04.11.2008 | Motorola Downgrade | Merrill Lynch & Co., Inc. | |
| 03.11.2008 | Motorola neues Kursziel | UBS AG | |
| 31.10.2008 | Motorola neues Kursziel | Citigroup Corp. |
Aktien in diesem Artikel
| Motorola | 3,3 | -1,5% | |
| Circuit City Stores | 0,2 | +15,4% | |
| Best Buy | 15,1 | -7,7% | |
| Millennium Pharmaceuticals | |||
| Redback Networks |
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