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Wall Street: Schwacher Start, Alcoa-Zahlen überzeugen, Delta Air im Aufwind
Die am Vorabend von Alcoa präsentierten Quartalszahlen konnten auf ganzer Linie überzeugen, aktuell klettert der Titel um knapp 4 Prozent. Der Gewinn des weltweit größten Aluminiumherstellers stieg bereinigt um Sondereffekte deutlich stärker als von Marktbeobachtern erwartet. Daneben heben Titel der bankrotten Delta Air Lines ab und legen 8 Prozent zu. Zuvor gab der Mitbewerber US Airways bekannt, dass er sein Übernahmeangebot für die drittgrößte Fluglinie der USA um 20 Prozent auf 10,2 Mrd. Dollar erhöht hat. Bei den Anteilseignern von US Airways kommt die Meldung allerdings weniger gut an, die Aktie tendiert deutlich negativ. Grüne Vorzeichen prägen das Bild indes bei Anteilsscheine des Einzelhandelskonzerns Sears Holdings, obwohl dieser im Zeitrum von November bis Dezember einen Rückgang der vergleichbaren Filialumsätze hinnehmen musste.
Nach der Vorlage von Umsatzzahlen geben Aktien der Juwelierkette Tiffany leicht ab. Dagegen rücken Papiere von Eastman Kodak um knapp 2 Prozent vor. Der Fotokonzern kündigte heute den Verkauf seiner Konzernsparte Health Group an eine Tochter der kanadischen Buy-Out-Gesellschaft Onex an, im Rahmen des Abkommens erhält Eastman Kodak bis zu 2,55 Mrd. Dollar. Im Technologiesektor knüpfen Papiere des Computerkonzerns Apple, der am Vorabend den Einstieg in das Geschäft mit Mobiltelefonen angekündigt hat, an die starke Vortagesentwicklung an und tendieren über 1 Prozent fester. Motorola-Papiere verlieren hingegen 0,7 Prozent.
Die Alcoa Inc. (ISIN US0138171014/ WKN 850206), der weltweit größte Aluminiumhersteller, veröffentlichte am Dienstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Quartal 2006 und gab damit zugleich als erstes im Dow Jones gelistetes Unternehmen den Startschuss für die neue Berichtssaison. Das Nettoergebnis belief sich demnach auf 359 Mio. Dollar bzw. 41 Cents je Aktie, nach 224 Mio. Dollar bzw. 26 Cents je Aktie im Vorjahr. Bereinigt um Restrukturierungs- und Wertberichtigungsaufwendungen belief sich der Gewinn auf 644 Mio. Dollar bzw. 74 Cents je Aktie. Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von 65 Cents erwartet. Die Umsatzerlöse wurden stiegen im Berichtsquartal um 20 Prozent auf 7,8 Mrd. Dollar. Analysten hatten im Vorfeld Umsätze von 7,63 Mrd. Dollar erwartet. Für das aktuell laufende erste Quartal 2007 gehen die Analysten derzeit von einem EPS von 78 Cents bei Umsätzen von 7,62 Mrd. Dollar aus.
Die Sears Holdings Corp. (ISIN US8123501061/ WKN A0D9H0) musste im Zeitrum von November bis Dezember einen Rückgang der vergleichbaren Filialumsätze hinnehmen. Wie der Einzelhandelskonzern heute erklärte, verringerten sich die Umsatzerlöse bei Niederlassungen der Kette Kmart, welche länger als ein Jahr geöffnet waren, in den neun Wochen bis zum 30 Dezember 2006 um 1,2 Prozent. Bei Sears-Niederlassungen verzeichnete man auf vergleichbarer Basis in der Berichtsperiode einen Rückgang der Umsatzerlöse um 5,6 Prozent. Für das vierte Quartal erwartet der Konzern einen Nettogewinn im Bereich von 750 bis 830 Mio. Dollar bzw. ein EPS von 4,87 bis 5,39 Dollar. Die Ergebnisschätzung beinhaltet dabei Einmaleffekte in Höhe von 12 Mio. Dollar nach Steuern. Im Vorjahreszeitraum verbuchte Sears Holdings einen Nettogewinn von 648 Mio. Dollar bzw. 4,03 Dollar je Aktie. Analysten gehen für das vierte Quartal von einem EPS von 4,86 Dollar sowie einem Umsatz von 15,86 Mrd. Dollar aus. Für das laufende Fiskaljahr stellt Sears Holdings ein EPS von 9,12 bis 9,63 Dollar in Aussicht. Die durchschnittlichen Markterwartungen für das am 3. Februar endende Geschäftsjahr liegen bei einem EPS von 8,45 Dollar sowie einem Umsatz von 52,26 Mrd. Dollar.
Die US Airways Group Inc. (ISIN US90341W1080/ WKN A0HFWK) gab heute bekannt, dass sie ihr Übernahmeangebot für die bankrotte Delta Air Lines Inc. (ISIN US2473611083/ WKN 850874), die drittgrößte Fluglinie der USA, um 20 Prozent erhöht hat. Demnach hat US Airways seine Offerte um 1,7 Mrd. Dollar auf 10,2 Mrd. Dollar angehoben. Nun bietet man den Delta-Gläubigern 5 Mrd. Dollar in bar sowie 89,5 Millionen US Airways-Aktien. Das neue Angebot läuft bis zum 1. Februar, so die siebtgrößte US-Fluggesellschaft. Sollte die Transaktion gelingen, würde sie das Ergebnis des Konzerns im ersten Jahr nach Abschluss positiv beeinflussen. Das erste, am 15. November 2006 abgegebene Angebot würde Delta heute mit rund 8,5 Mrd. Dollar bewerten. Delta hatte es jedoch bereits Ende Dezember abgelehnt und einen Sanierungsplan eingereicht, um als eigenständige Fluglinie aus dem Gläubigerschutz zu treten. Delta hatte zuletzt mehrfach betont, dass man den Gläubigerschutz nach Chapter 11 als eigenständiger Carrier verlassen will. Der Konzern, der seit September 2005 unter Gläubigerschutz operiert, will im Frühjahr 2007 aus dem Chapter 11 heraustreten.
Der US-Fotokonzern Eastman Kodak Co. (ISIN US2774611097/ WKN 850937) kündigte heute den Verkauf seiner Konzernsparte Health Group an eine Tochter der kanadischen Buy-Out-Gesellschaft Onex Corp. (ISIN CA68272K1030/ WKN 873080) an. Im Rahmen des Abkommens erhält Eastman Kodak im Rahmen der Transaktion bis zu 2,55 Mrd. Dollar aus dem Verkauf der Konzernsparte. Das Transaktionsvolumen setzt sich dabei aus einem Betrag in Höhe von 2,35 Mrd. Dollar in bar sowie einer erfolgsabhängigen Komponente in Höhe von 200 Mio. Dollar zusammen, teilte der Konzern weiter mit. Aufgrund der hohen Verlustvorträge der Health Group geht Eastman Kodak davon aus, einen Großteil des Bar-Verkaufserlöses von 2,35 Mrd. Dollar steuerfrei vereinnahmen zu können. Der Konzern will einen Anteil von 1,15 Mrd. Dollar zur vorzeitigen Ablösungen von langfristigen Verbindlichkeiten verwenden, hieß es weiter. Die Konzernsparte Health Group ist auf die Entwicklung von Produkten und Anwendungen für medizinische Photo- und Bildtechnik spezialisiert und beschäftigt insgesamt rund 8.100 Mitarbeiter. Die Transaktion soll in der ersten Jahreshälfte 2007 abgeschlossen werden.
Die amerikanische Juwelierkette Tiffany & Co. Inc. (ISIN US8865471085/ WKN 872811) verbuchte im Zeitraum von Anfang November bis Ende Dezember 2006 aufgrund der starken Absatzentwicklung in den USA einen Umsatzanstieg. Wie der Konzern heute erklärte, verbesserte sich der Gesamtumsatz im Zeitraum vom 1. November bis 31. Dezember um 15 Prozent auf 818,1 Mio. Dollar. Dabei verbuchte der Tiffany auf dem Heimatmarkt einen Umsatzanstieg von 12 Prozent auf 432,4 Mio. Dollar, während die Vergleichbaren Umsatzerlöse, bei Filialen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, um 8 Prozent zulegen konnten.
Der amerikanische Technologiekonzern RF Micro Devices Inc. (ISIN US7499411004/ WKN 907250) geht für das zweite Quartal von einer Ergebnisverbesserung aus. Wie der auf Mobilfunktechnologie spezialisierte Konzern im Rahmen einer Investorenkonferenz erklärte, geht man aufgrund einer gesteigerten Produktionsrate sowie schneller wachsenden Umsatzerlösen für das zweite Quartal von einer Ergebnisverbesserung im Vergleich zum Vorquartal aus. Gleichzeitig erklärte der Konzern, dass der Verkauf der Mehrheit der Bluetooth-Assets an den Mobilfunktechnologie-Spezialisten QUALCOMM Inc. (ISIN US7475251036/ WKN 883121) bereits abgeschlossen wurde. In Zusammenhang mit dieser Anfang Dezember 2006 bekannt gegebenen Transaktion erwartet RF Micro Devices einen Rückgang der jährlichen operativen Aufwendungen in Höhe von 4 bis 6 Cents je Anteilsschein. Analysten erwarten für das laufende Quartal ein EPS von 13 Cents sowie einen Umsatz von 272 Mio. Dollar. (10.01.2007/ac/n/m)
| 17.11.2008 | Alcoa neutral | UBS AG | |
| 11.11.2008 | Alcoa market perform | Friedman, Billings, Ramsey Group, Inc. | |
| 31.10.2008 | Alcoa mit 50% Discount kaufen | Der Aktionärsbrief | |
| 17.10.2008 | Alcoa halten | Raiffeisen Centrobank AG | |
| 14.10.2008 | Alcoa Downgrade | Barclays Capital |
Aktien in diesem Artikel
| Alcoa | 7,6 | -1,7% | |
| Sears | 25,1 | -11,6% | |
| US Airways Group | 4,4 | -4,6% | |
| Delta Air Lines | |||
| Eastman Kodak | 5,7 | -5,0% | |
| TiffanyCo | 14,4 | -6,0% | |
| RF Micro Devices | 0,9 | -19,1% |
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