03.03.2006 16:11
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Wall Street: Schwacher Start, Intel unter Druck

Angesichts des steigenden Ölpreises und schlechter Nachrichten von Intel starteten die amerikanischen Börsen durchweg mit roten Vorzeichen in den Tag, dabei traf es besonders die technologielastige NASDAQ, die aktuell 0,40 Prozent auf 2.301,80 Punkte verliert. Der Dow Jones verschlechtert sich um 0,18 Prozent auf 11.005,42 Zähler und der S&P 500 um 0,25 Prozent auf 1.285,91 Punkte. Der Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan wirkte sich nicht merklich auf die Kurse aus. Der kurz darauf veröffentlichte, besser als erwartet ausgefallene ISM Dienstleistungsindex indes hellte die Stimmung indes etwas auf.

Für brennende Luft sorgte kurzzeitig der Chip-Gigant Intel, der vorbörslich eine Umsatzwarnung für das erste Quartal aussprach. Demnach senkte der Konzern hier die Erwartungen von 9,1 bis 9,7 Mrd. Dollar auf 8,7 bis 9,1 Mrd. Dollar ab. In der Folge verliert der Titel aktuell aber nur noch 1 Prozent und lässt die bisherigen Tagestiefstände schon wider hinter sich. Dagegen verteuern sich Papiere des Mitbewerbers AMD um 2 Prozent. Wenig beeindruckt zeigen sich auch die Internetwerte, hier gewinnen Google-Aktien mehr als 2 Prozent und Papiere von Yahoo! noch 1 Prozent hinzu.

Massiv abwärts - gegenwärtig um 12 Prozent - geht es indes für Novell, nachdem der Anbieter von Netzwerk-Software Geschäftszahlen präsentierte und in der Folge durch mehrere Analystenhäuser abgestuft wurde. Auch Anteilsscheine von Ciena leiden unter negativen Analystenkommentaren und verbilligen sich um knapp 3 Prozent.

Hingegen geht es für World Wrestling einen Tag nach der Präsentation von guten Quartalsergebnissen weiter aufwärts, zumal der Titel von Jefferies & Co zum Kauf empfohlen wurde. Aktuell legen die Aktien so um knapp 2 Prozent zu. Aufgestuft wurde aber auch Wendy's, die sich gegenwärtig um 1,7 Prozent verbessern. Die Analysten von Prudential erhöhten das Rating von "underweight" auf "neutral".

Die amerikanische Intel Corp. (ISIN US4581401001/ WKN 855681), der größte Chip-Hersteller der Welt, gab am Freitag bekannt, dass ihr Umsatz im ersten Quartal voraussichtlich unter den Erwartungen liegen wird, was mit einer schwächer als geplanten Nachfrage zusammenhängt. Der Konzern rechnet demnach mit einem Umsatz von 8,7 bis 9,1 Mrd. Dollar, nachdem er zuletzt noch Erlöse in Höhe von 9,1 bis 9,7 Mrd. Dollar in Aussicht gestellt hatte. Analysten gehen für das laufende Quartal derzeit von einem Umsatz von 9,43 Mrd. Dollar aus. Darüber hinaus sieht Intel als Folge dieser Entwicklung geringere Bruttomargen. Die Ausgaben sollen indes ebenfalls niedriger ausfallen.

Der US-Mischkonzern General Electric Co. (GE) (ISIN US3696041033/ WKN 851144) meldete am Donnerstag nach US-Börsenschluss, dass er aus dem Verkauf seiner restlichen Anteile an der Genworth Financial Inc. (ISIN US37247D1063/ WKN A0CA8M) Nettoerlöse in Höhe von 2,8 Mrd. Dollar erzielen wird. Im Rahmen der geplanten Transaktion will GE 71 Millionen Genworth-Aktien zu je 32,75 Dollar verkaufen. Der GE-Konzern, der Genworth im Jahr 2004 abgespaltet hat, hatte im Vorfeld bekannt gegeben, dass er sich bis Ende 2006 von seinen Anteilen an der Versicherungs-Holding trennen will. Die Erlöse sollen zur Finanzierung von Akquisitionen und Aktienrückkäufen (7 bis 9 Mrd. Dollar in 2006) verwendet werden. Zudem bestätigte GE seine EPS-Prognosen für das erste Quartal und das Gesamtjahr 2006. Man geht demnach weiterhin von einem Ergebnis pro Aktie von 38 bis 40 Cents bzw. 1,94 bis 2,02 Dollar aus. Analysten prognostizieren hier 39 Cents bzw. 1,98 Dollar.

Die Novell Inc. (ISIN US6700061053/ WKN 873019) veröffentlichte am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das erste Fiskalquartal 2005/06. Dabei musste der Anbieter von Netzwerk-Software und Update-Services einen kräftigen Gewinnrückgang hinnehmen. Das Nettoergebnis belief sich demnach auf 1,9 Mio. Dollar bzw. Break-Even je Aktie, nach 395,2 Mio. Dollar bzw. 90 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Um Einmal-Effekte bereinigt belief sich das Ergebnis auf 18 Mio. Dollar bzw. 4 Cents nach 10,3 Mio. Dollar bzw. 3 Cents. Die Analystenerwartungen beliefen sich im Vorfeld auf 3 Cents je Aktie. Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtszeitraum 274,4 Mio. Dollar, nach 290,1 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Im Vorfeld hatten die Analysten die Umsätze bei 269,0 Mio. Dollar gesehen. Für das derzeit laufende zweite Fiskalquartal erwarten die Analysten ein EPS von 4 Cents bei Umsatzerlösen von 281,7 Mio. Dollar.

Der amerikanische Energieversorger AES Corp. (ISIN US00130H1059/ WKN 882177) meldete heute, dass seine indische Sparte ein Verständnismemorandum mit dem indischen Bundesstaat Chhattisgarh unterzeichnet hat, das den Bau eines Kohlekraftwerks im Wert von 1,2 Mrd. Dollar vorsieht. Nach dem Abkommen soll die AES India Private Ltd. das Recht erhalten, ein Kraftwerk mit einer Leistung von 1.000 Megawatt sowie eine dazugehörige Kohlemine zu entwickeln, zu bauen, zu besitzen und zu betreiben. Den Angaben zufolge hat AES India bereits mit einer entsprechenden Machbarkeitsstudie begonnen, um einen geeigneten Standort sowie andere Voraussetzungen für das Projekt zu bestimmen.

Die US-Kaufhauskette Dillard's Inc. (ISIN US2540671011/ WKN 861569) verbuchte im vierten Quartal (per 28. Januar 2006) einen Gewinnrückgang. Wie der Konzern heute erklärte, erhöhten sich die Umsatzerlöse auf 2,34 Mrd. Dollar, nach 2,30 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Dies bedeutet ein Plus von 1 Prozent. Dagegen sank der Nettogewinn von 108,6 Mio. Dollar oder 1,30 Dollar je Aktie auf nun 98,5 Mio. Dollar bzw. 1,24 Dollar pro Aktie. Im Gesamtjahr 2005 verharrte der Umsatz nahezu unverändert bei 7,56 Mrd. Dollar, während der Nettogewinn von 117,6 Mio. Dollar bzw. 1,41 Dollar je Aktie auf 121,5 Mio. Dollar oder 1,49 Dollar pro Anteilschein zulegte. Für das laufende erste Quartal 2006 gehen Analysten von einem Gewinn pro Aktie von 51 Cents bei Umsatzerlösen in Höhe von 1,84 Mrd. Dollar aus.

Die General Motors Corp. (GM) (ISIN US3704421052/ WKN 850000) und die Toyota Motor Corp. (ISIN JP3633400001/ WKN 853510), die beiden weltweit größten Automobilhersteller, werden ihre Partnerschaft bei der Brennstoffzellen-Forschung beenden, jedoch andere technologische Kooperationen auch in Zukunft weiterführen. Wie der US-Konzern am Donnerstag erklärte, wird man in den nächsten zwei Jahren weiterhin mit dem japanischen Konkurrenten zusammenarbeiten, wobei der Fokus hierbei auf Sicherheitstechnologien (Kommunikation zwischen Fahrzeugen zur Unfallprävention) und Lösungen für Verkehrstockungen (Fahrzeug-Ortungssysteme) liegen wird. Seit 1999 kooperieren GM und Toyota bei der Entwicklung von Hybrid-Modellen und Brennstoffzellen. In 2004 wurde die Partnerschaft verlängert, wobei man jedoch die Hybrid-Technologie nicht mehr verfolgt und sich vollständig auf Brennstoffzellen konzentriert hat. Diese Vereinbarung, die Ende März ausgelaufen wäre, wurde nun mit den geänderten Schwerpunkten bis zum 31. März 2008 verlängert.

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Intel 10,5 +1,4%
General Electric 13,3 +5,9%
Genworth Financial 1,0 -7,2%
Novell 3,2 -5,3%
AES 5,4 -9,0%
Dillards 2,3 -16,7%
General Motors 3,8 +2,2%
Toyota Motor 24,5 +4,9%

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