General Motors Aktie [WKN: 850000 / ISIN: US3704421052]

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28.03.2007 16:01
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Wall Street: Schwächer, Konjunkturdaten und gestiegener Ölpreis belasten

New York (aktiencheck.de AG) - Nachdem die großen US-Indizes gestern mit roten Vorzeichen aus dem Handel gingen, starten sie am Mittwochmorgen angesichts negativer Vorgaben aus Übersee und eines schwächer als erwarteten Anstiegs beim US-Auftragseingang langlebiger Güter schwächer in den Handel. Zudem wirkt der weiter steigende Ölpreis belastend auf die Märkte. Der Dow Jones verliert derzeit 0,37 Prozent auf 12.350,91 Punkte, während der S&P 500 bei 1.423,02 Zählern (-0,47 Prozent) steht. Der Technologieindex NASDAQ Composite gibt indes um 0,46 Prozent auf 2.426,10 Punkte ab.

Auf der Unternehmensseite gibt es heute überwiegend Nachrichten mit mittelschwerem Gewicht. Ausnahmen bilden hier lediglich General Motors und Beazer Homes. Der Automobilkonzern wird Presseangaben zufolge nicht für Chrysler, die angeschlagene US-Tochter von DaimlerChrysler, bieten. Der sechstgrößte US-Baukonzern für Eigenheime, teilte mit, dass er mit der Staatsanwaltschaft im Rahmen einer Untersuchung hinsichtlich seines Hypothekengeschäfts zusammenarbeiten wird. Die Aktie gibt aufgrund der bekannt gewordenen Untersuchung deutlich ab. Ansonsten meldete die bankrotte Delta Air Lines, dass sie einen Antrag auf Notierung ihrer neuen Stammaktien an der NYSE gestellt hat. Demnach will die drittgrößte US-Fluglinie ihre neuen Aktien ab dem 1. Mai notiert wissen.

Auf der Konjunkturseite präsentierte das US-Handelsministerium in Washington für Februar 2006 einen Zuwachs beim Auftragseingang langlebiger Güter, der jedoch unter den Erwartungen lag. So stieg die Zahl der Bestellungen auf Monatssicht um 2,5 Prozent, während Volkswirte sogar ein Plus von 3,5 Prozent bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren geschätzt hatten. Für Januar wurde der Rückgang von vorläufig 8,7 auf 9,3 Prozent nach oben revidiert. Beim Ölpreis lässt sich inzwischen ein klarer Aufwärtstrend erkennen. Nachdem dieser erst kürzlich ein Drei-Monats-Hoch verbuchen konnte, legt er momentan vor dem Hintergrund der jüngsten Spannungen zwischen dem Iran und dem Westen weiter zu. So kostet das Barrel an der NYMEX mittlerweile sogar über 64 Dollar. Am Abend erwarten die Börsianer noch die jüngsten Einschätzungen von Fed-Chairman Ben Bernanke, der diese dem US-Kongress mitteilen wird.

Der amerikanische Automobilkonzern General Motors Corp. (GM) (ISIN US3704421052/ WKN 850000) wird Presseangaben zufolge nicht für Chrysler, die angeschlagene US-Tochter des Automobilherstellers DaimlerChrysler AG (ISIN DE0007100000/ WKN 710000), bieten. Wie die englische Zeitung "Times" am Mittwoch berichtet, hat sich der weltgrößte Automobilhersteller gegen eine Offerte für Chrysler entschieden, da er der Ansicht ist, keinen Bedarf an zusätzlichen Kapazitäten zu haben. Angebote für den inzwischen viertgrößten US-Hersteller könnten noch bis Freitag bei JPMorgan Chase eingereicht werden, hieß es. Damit verbleiben, so die Zeitung weiter, neben dem kanadische Zulieferer Magna International Inc. (ISIN CA5592224011/ WKN 868610), der sich scheinbar mit der Private Equity-Gruppe Ripplewood zusammengeschlossen hat, noch die Private Equity-Bieter Cerberus Capital Management sowie eine Kombination von Blackstone und Centerbridge.

Die Beazer Homes USA Inc. (ISIN US07556Q1058/ WKN 889968), der sechstgrößte US-Baukonzern für Eigenheime, meldete am Mittwoch, dass sie mit der Staatsanwaltschaft im Rahmen einer Untersuchung hinsichtlich ihres Hypothekengeschäfts zusammenarbeiten wird. Bisher habe es noch keine Anschuldigungen gegeben, so das Unternehmen. Man stehe jedoch im Kontakt mit der Staatsanwaltschaft, die Unterlagen im Zusammenhang mit dem Hypothekengeschäft angefordert hat. Wie "BusinessWeek" am Dienstag berichtete, haben die Bundespolizei FBI, die Steuerbehörde IRS und das Justizministerium kürzlich eine Untersuchung in Bezug auf die Kreditpolitik des Unternehmens eingeleitet. Dabei wolle man mögliche Betrugsvorfälle prüfen.

Der amerikanische Einzelhandelskonzern REX Stores Corp. (ISIN US7616241052/ WKN 869089) meldete am Mittwoch, dass sein Gewinn im vierten Quartal deutlich gesunken ist. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 3,6 Mio. Dollar bzw. 30 Cents pro Aktie, im Vergleich zu 6,6 Mio. Dollar bzw. 57 Cents pro Aktie im Vorjahr. Der Gewinn aus dem laufenden Geschäft lag bei 34 Cents pro Aktie. Der Umsatz verringerte sich von 123,5 Mio. Dollar auf 104,4 Mio. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 42 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 121 Mio. Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal stellen sie Erlöse von 86 Mio. Dollar in Aussicht.

Die bankrotte Delta Air Lines Inc. (ISIN US2473611083/ WKN 850874), die drittgrößte Fluglinie in den USA, meldete am Mittwoch, dass sie einen Antrag auf Notierung ihrer neuen Stammaktien an der New York Stock Exchange (NYSE) nach dem Verlassen des Gläubigerschutzes gestellt hat. Das Unternehmen, das in diesem Jahr aufgrund von Kostensenkungen und höheren Umsätzen in die Gewinnzone zurückkehren will, wird voraussichtlich am 30. April aus dem Gläubigerschutz nach Chapter 11 treten. Danach - also am 1. Mai bzw. kurz darauf - sollen die neuen Aktien an der NYSE unter dem Tickersymbol "DAL" gehandelt werden. Die bestehenden Aktien werden eingezogen, so Delta weiter.

Die Online-Werbeagentur DoubleClick Inc., die im Jahr 2005 von einer Private Equity-Gesellschaft übernommen wurde, plant Presseangaben zufolge einen Verkauf und verhandelt derzeit mit dem amerikanischen Software-Konzern Microsoft Corp. (ISIN US5949181045/ WKN 870747) und anderen potenziellen Bietern. Wie das "Wall Street Journal" am Mittwoch in seiner Online-Ausgabe berichtet, hat das in New York ansässige Unternehmen die US-Investmentbank Morgan Stanley (ISIN US6174464486/ WKN 885836) mit der Prüfung seiner Optionen beauftragt, darunter auch ein erneutes Listing an der Börse. DoubleClick hatte Ende April 2005 gemeldet, dass man von der Hellman & Friedman LLC für rund 1,1 Mrd. Dollar übernommen wird. Laut dem jüngsten Zeitungsbericht will die Private Equity-Gesellschaft mindestens 2 Mrd. Dollar aus einem Verkauf erlösen.

Der amerikanische Technologiekonzern Cisco Systems Inc. (ISIN US17275R1023/ WKN 878841) hat am Mittwoch die Übernahme der nicht börsennotierten SpansLogic Inc. angekündigt. Wie aus der Pressemitteilung hervorgeht, handelt es sich bei der im Jahr 2004 gegründeten Gesellschaft um einen der führenden Entwickler von Netzwerkprozessoren, welche die Übertragung von Datenpaketen über das Internet sowie über Netzwerkverbindungen deutlich beschleunigen. Insgesamt beschäftigt SpansLogic 14 Mitarbeiter. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben.

Die Accenture Ltd. (ISIN BMG1150G1116/ WKN 795335) hat am Dienstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das zweite Fiskalquartal 2006/07 veröffentlicht. Dabei konnte das auf den Bermudas ansässige Management- und Technologie-Beratungsunternehmen seinen Gewinn vervierfachen. Der Nettogewinn erhöhte sich demnach von 69,7 Mio. Dollar bzw. 11 Cents je Aktie auf 296,7 Mio. Dollar bzw. 47 Cents je Aktie. Das bereinigte Ergebnis belief sich auf 37 Cents je Aktie. Die Analysten hatten im Vorfeld einen Gewinn von 42 Cents je Aktie erwartet. Die Umsatzerlöse stiegen von 4,49 Mrd. Dollar auf nun 5,17 Mrd. Dollar. Die Analystenerwartungen hatten sich zuvor auf 4,69 Mrd. Dollar belaufen. Für das derzeit laufende dritte Fiskalquartal 2006/07 erwarten die Analysten einen durchschnittlichen Gewinn von 54 Cents je Aktie bei Umsatzerlösen von 4,87 Mrd. Dollar. Für das Gesamtjahr 2006/07 erhöhte Accenture die EPS-Prognose von 1,80 bis 1,85 Dollar auf nun 1,88 bis 1,93 Dollar. Bei den Umsätzen erwartet Accenture ein Wachstum von 9 bis 12 Prozent (in Lokaler Währung). Die Analystenerwartungen belaufen sich auf ein EPS von 1,87 Dollar bei Umsätzen von 18,82 Mrd. Dollar. (28.03.2007/ac/n/m)

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