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Wall Street: Schwächer, Research In Motion knicken ein
Papiere von Genentech verlieren knapp 2,5 Prozent, obwohl das Biotechnologieunternehmen am Vorabend die Zahlen zum ersten Quartal vorgelegt hat und dabei sowohl Umsatz wie auch Ergebnis stärker als von Analysten erwartet steigern konnte. Im Technologiesektor brechen Anteilsscheine von Research In Motion um über 9 Prozent ein. Der kanadische BlackBerry-Hersteller konnte seinen Gewinn im vergangenen Quartal auf Basis vorläufiger Zahlen kräftig steigern, Analysten hatten allerdings ein noch besseres Ergebnis prognostiziert.
Aktien von Wal-Mart finden sich ebenfalls auf dem absteigenden Ast und geben ein knappes Prozent ab. Der weltweit führende Einzelhandelskonzern konnte seine vergleichbaren Umsätze im März um 4,0 Prozent steigern, rechnet für den laufenden Monat allerdings mit einen Rückgang der vergleichbaren Filialumsätze von bis zu 2 Prozent. Papiere der Drugstore-Kette Rite Aid, die im vierten Quartal einen Umsatz- und Ergebnisrückgang ausweisen musste, büßen im frühen Handel annähernd 2 Prozent ein. Ähnlich hart trifft es die Titel von Bed Bath & Beyond. Der Sanitärausrüster konnte Umsatz und Gewinn weiter steigern und die Erwartungen leicht übertreffen.
Die Genentech Inc. (ISIN US3687104063/ WKN 924632) veröffentlichte am Mittwoch nach US-Börsenschluss die Zahlen zum ersten Quartal 2007. Dabei konnte das US-Biotechnologieunternehmen Umsatz und Gewinn deutlich steigern und damit die Erwartungen übertreffen. Der Nettogewinn belief sich auf 706 Mio. Dollar bzw. 66 Cents je Aktie, im Vergleich zu 421 Mio. Dollar bzw. 39 Cents je Aktie im Vorjahr. Das Ergebnis aus dem fortgeführten Geschäft belief sich auf 74 Cents je Aktie. Analysten waren im Vorfeld nur von einem Gewinn von 67 Cents je Aktie ausgegangen. Der Umsatz legte derweil um 43 Prozent auf 2,84 Mrd. Dollar zu. Analysten waren im Vorfeld von einem Umsatz von 2,74 Mrd. Dollar ausgegangen. Für das laufende zweite Quartal 2007 prognostizieren die Analysten ein Ergebnis je Aktie von 71 Cents bei Umsätzen von 2,88 Mrd. Dollar. Genentech selbst bekräftigte sein geplantes Gewinnwachstum um 25 bis 30 Prozent.
Der kanadische BlackBerry-Hersteller Research In Motion Ltd. (RIM) (ISIN CA7609751028/ WKN 909607) gab am Mittwoch nach US-Börsenschluss bekannt, dass er seinen Gewinn im vierten Fiskalquartal 2006/07 nach vorläufigen Zahlen kräftig gesteigert hat. Die Erwartungen wurden dabei knapp verfehlt. Der Nettogewinn verbesserte sich von 18,4 Mio. Dollar bzw. 10 Cents je Aktie auf vorläufig 187,9 Mio. Dollar bzw. 99 Cents je Aktie. Der Umsatz kletterte von 561,2 Mio. Dollar auf 930,4 Mio. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,00 Dollar je Aktie und einem Umsatz von 935,4 Mio. Dollar ausgegangen. Für das laufende erste Fiskalquartal 2007/08 erwarten sie ein EPS von 1,04 Dollar bei Erlösen von 1,00 Mrd. Dollar.
Die amerikanische Wal-Mart Stores Inc. (ISIN US9311421039/ WKN 860853) verbuchte im März einen Anstieg beim Konzernumsatz. Wie der weltweit führende Einzelhandelskonzern heute bekannt gab, lag der Gesamtumsatz im Berichtsmonat bei 34,255 Mrd. Dollar, nach 30,675 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Bei Niederlassungen, welche länger als ein Jahr geöffnet waren, verbuchte man einen Umsatzanstieg von 4,0 Prozent. Dabei konnte man vor allem von einer deutlich höheren Nachfrage nach Lebensmitteln, Gemüse sowie rezeptfreien Medikamenten profitieren. Für April stellt Wal-Mart einen Rückgang der vergleichbaren Filialumsätze von 0 Prozent bis zu -2 Prozent in Aussicht, was mit dem starken Wettbewerbsumfeld begründet wurde. Für das erste Quartal bestätigte der Konzern die Ergebnisprognose und erwartet nach wie vor ein EPS von 68 bis 71 Cents je Aktie. In diesem Zusammenhang wurde jedoch auf die deutlich verschärften Wettbewerbsbedingungen verwiesen, was eine Einhaltung der Prognose zur Herausforderung werden lässt, teilte der Konzern weiter mit. Analysten gehen für das laufende Quartal von einem EPS von 69 Cents sowie einem Umsatz von 87,09 Mrd. Dollar aus.
Die Rite Aid Corp. (ISIN US7677541044/ WKN 857022), die drittgrößte Drugstore-Kette in den USA, musste im vierten Quartal einen Umsatz- und Ergebnisrückgang ausweisen. Wie der Konzern heute erklärte, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 15,1 Mio. Dollar bzw. 1 Cent je Aktie, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettogewinn von 1,25 Mrd. Dollar bzw. 1,83 Dollar je Aktie ausgewiesen hatte. Das Ergebnis im Berichtszeitraum beinhaltet dabei diverse Sonderbelastungen in Höhe von 18,7 Mio. Dollar aus der vorzeitigen Ablösung von Konzernverbindlichkeiten sowie weitere positive Einmaleffekte. Im Vorjahreszeitraum verbuchte Rite Aid positive Einmaleffekte in Höhe von 1,83 Dollar je Aktie aus positiven Steuereffekten. Der Konzernumsatz verringerte sich im Vorjahresvergleich von 4,77 Mrd. Dollar auf 4,56 Mrd. Dollar. Analysten hatten zuvor ein EPS von 2 Cents sowie einen Umsatz von 4,63 Mrd. Dollar erwartet. Für das laufende Quartal liegen die Analystenschätzungen bei einem Break-Even-Ergebnis je Aktie sowie einem Umsatz von 4,46 Mrd. Dollar. In Zusammenhang mit der Berücksichtigung der Übernahme der Drogeriemarktkette Brooks Eckerd erwartet Rite Aid für das laufende Fiskaljahr einen Gesamtumsatz von 25,3 bis 26,0 Mrd. Dollar. Dabei wird das Ergebnis von Brooks Eckerd für neun Monate des Gesamtjahres berücksichtigt. In Zusammenhang mit der Integration von Brooks Eckerd erwartet der Konzern für das Geschäftsjahr 2008 einen Verlust von 11 bis 23 Cents. Ab dem Fiskaljahr 2009 erwartet Rite Aid in Verbindung mit der Akquisition von Brooks Eckerd einen positiven Ergebnisbeitrag im Bereich von 18 bis 20 Cents je Aktie. Analysten erwarten für das laufende Fiskaljahr 2008 ein EPS von 6 Cents je Aktie sowie einen Umsatz von 18,12 Mrd. Dollar.
Die Bed Bath & Beyond Inc. (ISIN US0758961009/ WKN 884304) hat am Mittwoch nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Fiskalquartal 2006/07 vorgelegt. Dabei konnte der US-Sanitärausrüster Umsatz und Gewinn weiter steigern. Das Nettoergebnis belief sich demnach im vergangenen Quartal auf 205,8 Mio. Dollar bzw. 72 Cents je Aktie, nach 197,9 Mio. Dollar bzw. 67 Cents je Aktie im Vorjahr. Das bereinigte EPS belief sich den Angaben zufolge auf 79 Cents. Analysten hatten im Vorfeld ebenfalls ein EPS von 78 Cents erwartet. Die Umsatzerlöse konnten im letzten Quartal von 1,69 Mrd. Dollar auf 1,99 Mrd. Dollar gesteigert werden. Die durchschnittliche Analystenerwartung hatte im Vorfeld bei 1,94 Mrd. Dollar gelegen. Analysten erwarten für das laufende erste Fiskalquartal 2007/08 ein durchschnittliches EPS von 39 Cents und Umsatzerlöse von 1,55 Mrd. Dollar.
Die Ford Motor Co. (ISIN US3453708600/ WKN 502391), der zweitgrößte Automobilhersteller in den USA, meldete am Mittwoch, dass sie 527.000 SUV-Fahrzeuge vom Typ Escape nach Berichten über Motorbränden zurückrufen wird. Die Rückrufaktion betrifft den Angaben zufolge Modelle der Baujahre 2001 bis 2004. Dabei werden 444.000 Fahrzeuge in den USA zurückgerufen, die restlichen Fahrzeuge wurden in Europa, Mexiko und Kanada verkauft. Hybrid-Versionen des Escape seien von der Aktion jedoch nicht betroffen. Bei dem genannten Modell wurden defekte ABS-Stecker identifiziert, die unter bestimmten Umständen zu einem Brand im Motorraum führen können. Bisher wurden rund 50 solcher Brände gemeldet. (12.04.2007/ac/n/m)
| 01.07.2008 | Genentech buy | UBS AG | |
| 03.06.2008 | Genentech outperform | RBC Capital Markets | |
| 16.04.2008 | Genentech outperform | RBC Capital Markets | |
| 16.04.2008 | Genentech neutral | Credit Suisse Group | |
| 16.04.2008 | Genentech spekulativ kaufen | Aktienservice Research |
Aktien in diesem Artikel
| Genentech | 50,3 | +2,9% | |
| Research In Motion | 77,0 | +3,0% | |
| Wal-Mart Stores | 37,6 | +1,7% | |
| Rite Aid | 0,8 | +0,6% | |
| Bed BathBeyond | 18,5 | +3,1% | |
| Ford Motor | 3,2 | +6,6% |
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