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Wall Street: Spannung vor Bernanke-Rede, Merrill Lynch und BlackRock im Fokus
Im Fokus der Anleger findet sich die Fusion der Investment Management-Sparte von Merrill Lynch mit dem Vermögensverwalter BlackRock, die heute vorbörslich offiziell verkündet wurde. Die Anleger reagieren durchweg positiv auf die Meldung, so legen Aktien von Merrill Lynch leicht und die von BlackRock kräftig um 8 Prozent zu.
Des Weiteren richten sich die Blicke auf den Pharma- und Biotechnologiesektor. Hier verteuern sich Aktien von Cephalon nach einer Aufstufung durch Jefferies & Co um 2 Prozent. Zudem gewinnen Papiere von Merck 1 Prozent, nachdem der Pharmakonzern bekannt gab, dass die US-Gesundheitsbehörde FDA seinen Antrag auf Marktzulassung für das experimentelle Arzneimittel Januvia akzeptiert hat. Die von Genzyme gemeldeten Ergebnisse bargen keine großen Überraschungen, so dass der Titel gegenwärtig etwas schwächer tendiert. Dagegen brechen Papiere von RealNetworks nach der Präsentation von Geschäftszahlen an der NASDAQ um 8 Prozent ein.
Die amerikanische Merrill Lynch & Co. Inc. (ISIN US5901881087/ WKN 852935) hat eine Vereinbarung zur Fusion ihrer Investment Management-Sparte mit dem US-Vermögensverwalter BlackRock Inc. (ISIN US09247X1019/ WKN 928193) getroffen. Dies gaben beide Gesellschaften heute bekannt. Demnach werden die Konzernsparte Merrill Lynch Investment Managers (MLIM) und BlackRock zu einer neuen Gesellschaft verschmolzen, die mit einem verwalteten Vermögen von nahezu 1 Bio. Dollar zu einem der weltweit führenden Anbieter im Bereich Vermögensverwaltung zählen wird. Im Rahmen der Transaktion wird Merrill Lynch einen Anteil von 49,8 Prozent an der neu formierten Gesellschaft halten und über 45 Prozent der Stimmrechte verfügen. Die neue Gesellschaft wird weiterhin unter der Bezeichnung BlackRock firmieren. Im Rahmen der Transaktion wird die PNC Financial Services Group Inc. (ISIN US6934751057/ WKN 867679), die bislang mehrheitlich an BlackRock beteiligt war, ihren Anteil an der Vermögensverwaltungsgesellschaft auf rund 34 Prozent reduzieren. Im Rahmen der Transaktion geht PNC Financial von einem Nachsteuergewinn in Höhe von 1,6 Mrd. Dollar aus. Merrill Lynch erwartet aus dem Zusammenschluss von MLIM mit BlackRock einen Nachsteuergewinn von 1,1 Mrd. Dollar. Die Fusion, welche vom Board of Directors beider Gesellschaften bereits abgesegnet wurde, soll im dritten Quartal 2006 abgeschlossen werden.
Das amerikanische Biotech-Unternehmen Genzyme Corp. (ISIN US3729171047/ WKN 871137) teilte heute mit, dass es im vierten Quartal einen Gewinn erzielt hat. Im Vorjahr war noch ein Verlust ausgewiesen worden, der jedoch die Folge einer hohen Sonderbelastung war. Der Nettogewinn belief sich auf 106,6 Mio. Dollar bzw. 39 Cents pro Aktie, gegenüber einem Fehlbetrag von 157,3 Mio. Dollar bzw. 68 Cents pro Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten nahm der Gewinn pro Aktie von 52 Cents auf 60 Cents zu. Der Umsatz kletterte um 23 Prozent auf 728,7 Mio. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 60 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 726 Mio. Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal stellen sie ein EPS-Ergebnis von 64 Cents bei Erlösen von 758,4 Mio. Dollar in Aussicht. Der Konzern bestätigte seine Prognosen für 2006 und rechnet demnach weiterhin mit einem EPS-Ergebnis von 1,78 bis 1,88 Dollar bzw. 2,65 bis 2,75 Dollar vor Einmaleffekten und einem Umsatz von 3,10 bis 3,30 Mrd. Dollar. Die Markterwartungen liegen hier bei 2,75 Dollar bzw. 3,20 Mrd. Dollar.
Die Merck & Co. Inc. (ISIN US5893311077/ WKN 851719), der zweitgrößte Pharmakonzern in den USA, erzielte einen Fortschritt mit seinem Medikament Januvia. Wie der Konzern heute bekannt gab, akzeptierte die US-Gesundheitsbehörde FDA seinen Antrag auf Marktzulassung (New Drug Application) für das experimentelle Arzneimittel. Das Präparat soll zur Behandlung von Patienten mit Type 2 Diabetes freigegeben werden. Das Unternehmen rechnet eigenen Angaben zufolge damit, dass die Food and Drug Administration bis Mitte Oktober über den Antrag entscheiden wird.
Der amerikanische Pharmagroßhändler Caremark Rx Inc. (ISIN US1417051034/ WKN 899118) konnte beim Ergebnis im vierten Quartal aufgrund positiver Einmaleffekte aus dem Verkauf einer Unternehmensbeteiligung sowie der starken operativen Entwicklung einen Anstieg vorweisen. Wie der Gesundheitsdienstleister heute bekannt gab, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 290,66 Mio. Dollar bzw. 64 Cents je Aktie, nachdem im Vorjahresquartal ein Nettogewinn von 205,08 Mio. Dollar bzw. 45 Cents ausgewiesen werden konnte. Ohne die Berücksichtigung restrukturierungsbedingter Einmaleffekte sowie einem Einmalerlös aus dem Verkauf einer Beteiligung lag der Gewinn je Aktie im Schlussquartal 2005 bei 55 Cents. Der Konzernumsatz kletterte im Vorjahresvergleich von 8,01 Mrd. Dollar auf 8,37 Mrd. Dollar. Analysten hatten zuvor ein EPS von 55 Cents sowie einen Umsatz von 8,26 Mrd. Dollar erwartet. Für das laufende erste Quartal geht Caremark ohne die Berücksichtigung der Aktienoptionsprogramme für Mitarbeiter von einem EPS von 50 bis 51 Cents aus. Analysten erwarten hier ein EPS von 50 Cents sowie einen Umsatz von 8,95 Mrd. Dollar.
Die Ingram Micro Inc. (ISIN US4571531049/ WKN 903027) veröffentlichte am Dienstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Quartal 2005. Dabei konnte der weltgrößte Distributor von Computerprodukten Umsatz und Ergebnis steigern und die Erwartungen übertreffen. Das Nettoergebnis belief sich demnach auf 84,4 Mio. Dollar bzw. 51 Cents je Aktie, nach 79,2 Mio. Dollar bzw. 48 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Einmal-Effekte belief sich der Gewinn auf 90 Mio. Dollar bzw. 54 Cents je Aktie. Die Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von durchschnittlich 48 Cents erwartet. Die Umsatzerlöse stiegen von 7,45 Mrd. Dollar auf nun 7,96 Mrd. Dollar. Die Analysten hatten zuvor Umsätze von 7,88 Mrd. Dollar erwartet. Für das derzeit laufende erste Quartal erwarten die Analysten ein EPS von 36 Cents, bei Umsätzen von 7,40 Mrd. Dollar.
Die RealNetworks Inc. (ISIN US75605L1044/ WKN 910681) hat am Dienstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das Schlussquartal 2005 veröffentlicht. Dabei konnte der Software-Hersteller aufgrund von Sondereffekten einen Gewinn erwirtschaften. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 295,6 Mio. Dollar bzw. 1,61 Dollar je Aktie, nach einem Verlust von 0,97 Mio. Dollar bzw. 1 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn war allerdings nur durch den außerordentlichen Zufluss in Höhe von 434,4 Mio. Dollar aus dem kartellrechtlichen Verfahren mit der Microsoft Corp. (ISIN US5949181045/ WKN 870747) möglich. Die Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von durchschnittlich 1,45 Dollar erwartet. Die Umsatzerlöse stiegen von 72,5 Mio. Dollar auf nun 83,6 Mio. Dollar. Die Analysten hatten zuvor Umsätze von 84,56 Mio. Dollar erwartet. Für das derzeit laufende erste Quartal 2006 erwarten die Analysten ein EPS von 19 Cents, bei Umsätzen von 90,56 Mio. Dollar.
| 03.10.2008 | Merrill Lynch Downgrade | Citigroup Corp. | |
| 16.09.2008 | Merrill Lynch strikt meiden | Frankfurter Tagesdienst | |
| 06.08.2008 | Merrill Lynch sell | Ladenburg Thalmann & Co. Inc. | |
| 06.08.2008 | Merrill Lynch Kursziel gesenkt | Ladenburg Thalmann & Co. Inc. | |
| 21.07.2008 | Merrill Lynch outperform | Credit Suisse Group |
Aktien in diesem Artikel
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