ConocoPhillips Aktie [WKN: 575302 / ISIN: US20825C1045]

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25.01.2006 16:18
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Wall Street: Starke Unternehmenszahlen, Amerada Hess legt deutlich zu

Gestützt von starken Vorgaben aus Europa und guten Unternehmensergebnissen startete die Wall Street mit grünen Vorzeichen in den Handel. Aktuell gewinnt der Dow Jones 0,38 Prozent auf 10.753,44 Punkte, während sich der S&P 500 um 0,36 Prozent auf 1.271,42 Zähler verbessert. Die Technologiebörse NASDAQ klettert um 0,42 Prozent auf 2.274,84 Punkte. Mit Spannung erwarten die Marktteilnehmer nun die Veröffentlichung des wöchentlichen Ölmarktberichts der Energy Information Administration (EIA) zur US Lagerhaltung.

Dank des nach wie vor auf hohem Niveau tendieren Ölpreises präsentierte der Ölkonzern ConocoPhillips heute einen kräftigen Ergebnisanstieg für das vergangene Quartal und traf damit im Großen und Ganzen auch die Erwartungen des Marktes, woraufhin Papiere des Unternehmens knapp 2 Prozent zulegen können. Ein deutlich über den Prognosen liegendes Ergebnis legte indes Amerada Hess auf den Tisch, infolge dessen sich Aktien des Unternehmens um 4,4 Prozent vorschieben.

Der Telefonkonzern BellSouth erlitt aufgrund der Wirbelstürme im abgelaufenen Quartal zwar einen deutlichen Gewinneinbruch, konnte die pessimistischen Erwartungen des Marktes aber dennoch übertreffen, was zu einem Kursplus von 1 Prozent bei Aktien des Unternehmens führt. Dagegen verbuchte der Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb trotz sinkender Umsätze einen leichten Gewinnanstieg, der zudem die Marktprognose übertrumpfen konnte. Auch hier greifen die Anleger zu und verhelfen Anteilsscheine des Unternehmens zu einem Plus von 1 Prozent. Einen kräftigeren Aufschlag von knapp 4 Prozent fahren Anteilsscheine des Pharmakonzern Abbott Laboratories ein, während Aktien von Sun Microsystems und General Dynamics nach der Verkündung von Zahlen leichter tendieren. Ein rund 3-prozentgiges Plus verzeichnen Papiere von Pixar, nachdem Walt Disney am Vorabend die Übernahme des Unternehmens für rund 7,3 Mrd. Dollar bekannt gab.

Der US-Medizintechnikkonzern Boston Scientific Corp. (ISIN US1011371077/ WKN 884113) hat in der Übernahmeschlacht mit dem Gesundheitskonzern Johnson & Johnson (J&J) (ISIN US4781601046/ WKN 853260) um die Guidant Inc. (ISIN US4016981056/ WKN 893513) am heutigen Mittwoch einen Sieg errungen, nachdem Guidant ein mit J&J geschlossenes Übernahmeabkommen aufgelöst hatte. Damit endet das fast zweimonatige Ringen um den Hersteller von Herz-Defibrillatoren, in dessen Rahmen die Offerten von beiden Seiten mehrmals erhöht worden waren. Boston Scientific zahlt für Guidant demnach insgesamt rund 27 Mrd. Dollar in Bargeld und Aktien, wobei jede Guidant-Aktie mit 80 Dollar bewertet wird. Dies entspricht der bisher höchsten Offerte. Sie wurde von Boston Scientific am 17. Januar abgegeben.Guidant hatte zwar im Vorfeld bereits das Übernahmeangebot von Johnson & Johnson in Höhe von 24,2 Mrd. Dollar (71 Dollar pro Aktie) angenommen, jedoch ließ der Gesundheitskonzern eine Fünf-Tages-Frist, in der er seine Offerte nochmals hätte erhöhen können, Dienstagnacht verstreichen, woraufhin Guidant das ursprünglich vereinbarte Übernahmeabkommen aufgelöst hat.Der J&J-Konzern gab indes bekannt, dass eine weitere Erhöhung seines Übernahmeangebots nicht im besten Interesse seiner Aktionäre gewesen wäre. Die Akquisition von Guidant durch Boston Scientific, die einen Konzern mit einem Jahresumsatz von fast 9 Mrd. Dollar hervorbringen würde, muss nun noch von den Behörden und den Aktionären beiden Seiten genehmigt werden. Der Abschluss der Transaktion soll noch im ersten Quartal erfolgen.

Der amerikanische Ölkonzern ConocoPhillips (ISIN US20825C1045/ WKN 575302) verbuchte im vierten Quartal aufgrund der anhaltend steigenden Notierungen bei Öl- und Erdgas einen kräftigen Ergebnisanstieg. Wie der Konzern heute bekannt gab, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 3,68 Mrd. Dollar bzw. 2,61 Dollar je Aktie, nach 2,43 Mrd. Dollar bzw. 1,72 Dollar je Anteilsschein im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsaktivitäten lag bei 3,78 Mrd. Dollar bzw. 2,69 Dollar je Aktie. Analysten waren zuvor von einem EPS von 2,62 Dollar ausgegangen. Beim Konzernumsatz verbuchte ConocoPhillips einen Anstieg von 40,1 Mrd. Dollar auf 52,2 Mrd. Dollar. Für das laufende Quartal liegt die durchschnittliche Analystenschätzung bei einem EPS von 2,30 Dollar.

Der amerikanische Ölkonzern Amerada Hess Corp. (ISIN US0235511047/ WKN 858159) konnte beim Gewinn aufgrund der stark angestiegenen Ölpreise deutlich zulegen und die Analystenprognose übertreffen. Wie der Konzern am Mittwoch bekannt gab, lag der Nettogewinn im Schlussquartal bei 452 Mio. Dollar bzw. 4,31 Dollar je Aktie, nach 229 Mio. Dollar bzw. 2,22 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten hingegen lediglich ein EPS von 3,26 Dollar erwartet. Der Konzernumsatz verbesserte sich ebenfalls deutlich von 4,7 Mrd. Dollar auf 7,15 Mrd. Dollar, womit die Analystenschätzung von 5,83 Mrd. Dollar geschlagen werden konnte. Für das laufende Quartal gehen Marktbeobachter von einem EPS von 4,95 Dollar aus.

Die BellSouth Corp. (ISIN US0798601029/ WKN 868403), die drittgrößte Telefongesellschaft in den USA, musste im Schlussquartal 2005 aufgrund von Hurrikan-Schäden einen kräftigen Gewinnrückgang verbuchen. Wie das Unternehmen heute bekannt gab, stiegen die Umsatzerlöse auf 5,24 Mrd. Dollar, gegenüber 5,15 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Dies entspricht einem Zuwachs von 1,9 Prozent. Dagegen sank der Nettogewinn um 55 Prozent von 1,36 Mrd. Dollar oder 74 Cents je Aktie auf nun 618 Mio. Dollar bzw. 34 Cents pro Aktie. Ohne die Berücksichtigung von Sondereffekten lag der Nettogewinn bei 53 Cents je Aktie. Analysten hatten durchschnittlich ein EPS von 45 Dollar geschätzt. Im gesamten Jahr 2005 kletterten die Umsätze um 1,2 Prozent auf 20,55 Mrd. Dollar, wogegen der Gewinn um 31 Prozent auf 3,29 Mrd. Dollar oder 1,80 Dollar pro Anteilschein zurückging. Für das laufende erste Quartal 2006 rechnen Analysten mit einem Gewinn pro Aktie von 49 Cents bei Umsatzerlösen in Höhe von 8,59 Mrd. Dollar.

Der US-Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb Co. (ISIN US1101221083/ WKN 850501) konnte seinen Gewinn im vierten Quartal 2005 trotz sinkender Umsätze steigern. Wie das Unternehmen heute verkündete, betrugen die Umsatzerlöse 5,02 Mrd. Dollar, nachdem sie im Vorjahresquartal bei 5,16 Mrd. Dollar gelegen hatten. Damit sind sie leicht um 1 Prozent zurückgegangen. Dagegen kletterte der Nettogewinn von 139 Mio. Dollar oder 7 Cents je Aktie auf nun 499 Mio. Dollar bzw. 26 Cents pro Aktie. Bereinigt um Sondereffekte betrug der Gewinn 31 Cents, während Analysten durchschnittlich ein EPS von 28 Cents erwartet hatten. Im Gesamtjahr 2005 verringerte sich der Umsatz um 1 Prozent auf 19,21 Mrd. Dollar. Der Gewinn stieg von 2,39 Mrd. Dollar oder 1,21 Dollar je Aktie auf 3,00 Mrd. Dollar oder 1,52 Dollar pro Anteilschein. Für das laufende erste Quartal 2006 gehen Analysten von einem Gewinn pro Aktie von 32 Cents bei Umsatzerlösen in Höhe von 4,59 Mrd. Dollar aus.

Der amerikanische Rüstungskonzern General Dynamics Corp. (ISIN US3695501086/ WKN 851143) hat seinen Umsatz und Gewinn im Schlussquartal 2005 verbessert. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, kletterten die Umsatzerlöse auf 5,83 Mrd. Dollar, nach 5,17 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Dies bedeutet ein Plus von 12,7 Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich der Nettogewinn von 336 Mio. Dollar oder 1,66 Dollar je Aktie auf nun 406 Mio. Dollar bzw. 2,00 Dollar pro Aktie. Analysten hatten durchschnittlich ein EPS von 1,97 Dollar prognostiziert. Im Gesamtjahr 2005 stieg der Umsatz um 11,1 Prozent auf 21,24 Mrd. Dollar und der Gewinn um 19,1 auf 1,46 Mrd. Dollar oder 7,22 Dollar pro Anteilschein. Für das laufende erste Quartal 2006 gehen Analysten von einem Gewinn pro Aktie von 1,72 Dollar bei Umsatzerlösen in Höhe von 5,19 Mrd. Dollar aus.

Die Sun Microsystems Inc. (ISIN US8668101046/ WKN 871111) hat am Dienstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Demnach belief sich der Nettoverlust auf 223 Mio. Dollar bzw. 7 Cents je Aktie, nach einem Gewinn von 4 Mio. Dollar, bzw. Break-Even je Aktie im Vorjahreszeitraum. Um außerordentliche Effekte bereinigt belief sich der Verlust auf 1 Cent je Aktie, was den Erwartungen der Analysten entspricht. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 3,34 Mrd. Dollar, nach 2,84 Md. Dollar im Vorjahreszeitraum. Im Vorfeld hatten die Analysten Umsätze von 3,49 Mrd. Dollar erwartet. Für das dritte Quartal erwarten die Analysten derzeit einen Verlust von 3 Cents je Aktie bei Umsätzen von 3,22 Mrd. Dollar.

Der amerikanische Pharmakonzern Abbott Laboratories (ISIN US0028241000/ WKN 850103) erzielte im vierten Quartal 2005 ein Ergebnis auf Vorjahresniveau. Unternehmensangaben vom Mittwoch zufolge erhöhten sich die Umsatzerlöse auf 6,05 Mrd. Dollar, nachdem sie im Vorjahresquartal mit 5,65 Mrd. Dollar angegeben worden waren. Dies bedeutet ein Wachstum um 7,0 Prozent. Der Nettogewinn wuchs von 974,6 Mio. Dollar oder 62 Cents je Aktie auf nun 976,4 Mio. Dollar bzw. 63 Cents pro Aktie. Bereinigt um Sondereffekte belief sich das EPS auf 76 Cents und traf damit exakt die Prognose der Analysten. Im gesamten Jahr 2005 kletterten die Umsätze um 13,5 Prozent auf einen Rekordwert von 22,34 Mrd. Dollar, während der Gewinn um 4,2 Prozent auf ein Rekordhoch von 3,37 Mrd. Dollar oder 2,16 Dollar pro Anteilschein anzog. Für das laufende erste Quartal 2006 rechnen Analysten mit einem Gewinn pro Aktie von 63 Cents bei Umsatzerlösen in Höhe von 5,30 Mrd. Dollar.

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