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Wall Street: Starker Auftakt, Citigroup und ADC im Fokus
Wie das Arbeitsministerium vor Handelsstart mitteilte, nahm die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal nur um 1,6 Prozent zu, während vorläufig noch ein Plus von 3,0 Prozent ausgewiesen worden war. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Anstieg um 1,7 Prozent erwartet. Die Lohnstückkosten wuchsen im Vorjahresvergleich um revidiert 6,6 (vorläufig: 1,7) Prozent. Im weiteren Verlauf stehen die Veröffentlichung der Industrieaufträge sowie eine Rede von Fed-Chef Ben Bernanke auf der Agenda.
Im Blickfeld findet sich unter anderem die Aktie der Citigroup, nachdem der Finanzkonzern heute eine Übernahmeofferte im Wert von bis zu 10,8 Mrd. Dollar für das japanische Handelshaus Nikko Cordial vorgelegt hat. Für die Investoren macht die Transaktion offensichtlich Sinn, die Aktie der Citigroup gewinnt im morgendlichen Handel 1,5 Prozent. Einen satten Aufschlag von 6 Prozent verbuchen Papiere von ADC Telecommunications. Der Konzern konnte im abgelaufenen Quartal wieder einen Gewinn erzielen und die Erwartungen des Marktes klar übertreffen.
Texas Instruments profitieren von einer Aufstufung durch Bear Stearns und legen mehr als 2 Prozent zu. Nach der Ankündigung eines milliardenschweren Aktienrückkaufs ziehen außerdem Anteilsscheine des Rundfunk- und Medienkonzerns CBS um knapp 3 Prozent an. Aktien des Kosmetikkonzerns Estee Lauder, der seine Ergebnisprognosen für das laufende Fiskaljahr bestätigt und ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt hat, rücken um 1,3 Prozent vor.
Der US-Finanzkonzern Citigroup Inc. (ISIN US1729671016/ WKN 871904) hat heute eine Übernahmeofferte für das japanische Handelshaus Nikko Cordial Corp. (ISIN JP3670000003/ WKN 857085), das erst kürzlich wegen eines Bilanzskandals in die Schlagzeilen geraten ist, vorgelegt. Demzufolge will der US-Konzern seine Beteiligung an Nikko Cordial von gegenwärtig 4,9 Prozent auf mindestens 50 Prozent ausbauen. Im Rahmen der Transaktion bietet die Citigroup 1.350 Japanische Yen (JPY) für jede Aktie von Nikko Cordial. Der Wert der Transaktion bei einer vollständigen Übernahme des Handelshauses beläuft sich auf 1,253 Bio. JPY (10,75 Mrd. Dollar). Das Board of Directors von Nikko Cordial hat das Angebot auf einer außerordentlichen Sitzung am heutigen Dienstag bereits angenommen. Zuvor hatte die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" berichtet, dass beide Konzerne eine grundlegende Übereinkunft getroffen haben, in deren Rahmen die Citigroup ihre Beteiligung an Nikko Cordial von 4,9 Prozent auf mehr als 50 Prozent ausbauen wird.
Die amerikanische ADC Telecommunications Inc. (ISIN US0008863096/ WKN A0EAXZ) veröffentlichte am Montag nach US-Börsenschluss die Zahlen zum ersten Fiskalquartal 2006/07. Dabei konnte der Telekommunikationsausrüster wieder einen Gewinn erzielen. Der Nettogewinn belief sich auf 3,6 Mio. Dollar bzw. 3 Cents je Aktie aus, nach einem Verlust von 1,8 Mio. Dollar bzw. 2 Cents je Aktie im Vorjahr. Ohne Sonderbelastungen und nicht weitergeführter Aktivitäten lag der Gewinn bei 9,4 Mio. Dollar bzw. 8 Cents je Aktie. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 6 Cents je Aktie ausgegangen. Der Umsatz erhöhte sich von 272,8 Mio. Dollar auf 297,2 Mio. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Umsatz von 262,8 Mio. Dollar ausgegangen. Für das laufende zweite Fiskalquartal 2006/07 prognostizieren sie ein EPS von 19 Cents bei Umsatzerlösen von 308,7 Mio. Dollar. Für das gesamte Jahr erwartet ADC einen Gewinn aus weitergeführten Aktivitäten in Höhe von 53 bis bis 63 Cents je Aktie bei Umsätzen von 1,26 bis 1,29 Mrd. Dollar. Die Analystenerwartungen liegen hier bei einem EPS von 84 Cents und Umsätzen von 1,27 Mrd. Dollar.
Der amerikanische Rundfunk- und Medienkonzern CBS Corp. (ISIN US1248572026/ WKN A0HM1P) meldete heute, dass er rund 47 Millionen eigene Aktien (Class B) zurückkaufen wird. Demnach will der Konzern über ein beschleunigtes Verfahren eigene Aktien im Wert von 1,4 Mrd. Dollar noch am heutigen Tage zurückkaufen. Der Rückkauf steht im Zusammenhang mit dem am 27. Februar angekündigten Aktienrückkaufprogramm.
Der US-Kosmetikkonzern Estee Lauder Cos. Inc. (ISIN US5184391044/ WKN 897933) hat heute seine Ergebnisprognosen für das laufende Fiskaljahr bestätigt und ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Wie der Konzern erklärte, geht man für das laufende Fiskaljahr 2007 von einem EPS aus dem laufenden Geschäft in Höhe von 2,10 bis 2,02 Dollar je Aktie aus. Dabei soll der um Wechselkurseffekte bereinigte Umsatz im Vorjahresvergleich um 6 bis 7 Prozent gesteigert werden. Die Analystenschätzungen für das laufende Fiskaljahr liegen bei einem EPS von 2,23 Dollar sowie einem Umsatz von 6,97 Mrd. Dollar. Bis zum Jahr 2010 strebt Estee Lauder beim Gewinn je Aktie jährliche Zuwachsraten von 10 bis 12 Prozent an. Des Weiteren kündigte der Kosmetikhersteller ein Aktienrückkaufprogramm im Gesamtvolumen von rund 750 Mio. Dollar an. Die rund 16 Millionen Anteilsscheine werden im Rahmen eines Abkommens von der Bank of America erworben. (06.03.2007/ac/n/m)
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Aktien in diesem Artikel
| Citigroup | 5,6 | +3,1% | |
| Nikko Cordial | |||
| ADC Telecommunications | 5,1 | -7,0% | |
| CBS | 5,1 | +3,9% | |
| Estée Lauder Companies | 19,8 | -8,9% |
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