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Wall Street: Uneinheitlich, Arbeitslosenquote steigt, GM meldet Milliardenverlust
Laut Angaben des Arbeitsministeriums hat sich die Arbeitsmarktsituation im Juli eingetrübt. So stieg die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent. Das ist der höchste Stand seit vier Jahren. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg auf 5,6 Prozent gerechnet. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft verringerte sich um 51.000 Personen. Volkswirte hatten sogar einen Stellenabbau um 75.000 Beschäftigte erwartet. Der Anstieg der durchschnittlichen Stundenlöhne barg indes keine Überraschungen. In Kürze folgen noch die Bauausgaben und der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe.
Der Autobauer General Motors hat im zweiten Quartal angesichts rückläufiger Absatzzahlen in Nordamerika sowie hoher Sonderbelastungen einen Verlust von über 15 Mrd. Dollar erwirtschaftet. Auch vor Einmaleffekten wurde ein milliardenschwerer Verlust ausgewiesen. Ferner war der Umsatz deutlich rückläufig. Insgesamt konnte das Zahlenwerk alles andere als überzeugen, die Aktie verliert im frühen Handel mehr als 6 Prozent. Papiere des Mitbewerbers Ford geben nur leicht ab. Bei Chevron schlägt ein Minus von einem knappen Prozent zu Buche. Der zweitgrößte US-Ölkonzern konnte seinen Gewinn im zweiten Quartal um 11 Prozent steigern. Die Erwartungen wurden damit jedoch verfehlt.
Im Finanzsektor stehen mitunter Lehman Brothers im Blick. Einem Pressebericht zufolge verhandelt die Investmentbank derzeit mit potenziellen Käufern über den Verkauf von schwer zu bewertenden Wertpapieren im Volumen von rund 30 Mrd. Dollar. Die Aktie legt gut 1 Prozent zu. Anteilsscheine des Krankenversicherers CIGNA geben nach Zahlen fast 5 Prozent ab, obwohl der Konzern im vergangenen Quartal unerwartet gut verdient und seinen Ausblick angehoben hat.
Der bereinigte Gewinn des Technologiekonzerns Sun Microsystems ist im abgelaufenen Quartal weniger stark als von Analysten erwartet gefallen. Ferner wurde ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Dennoch verliert der Wert rund 8 Prozent. Titel des kanadischen Telekommunikationsausrüsters Nortel Networks brechen nach Ergebnissen um fast 12 Prozent ein.
Schering-Plough liegen aktuell mit 7,5 Prozent im Minus, nachdem die US-Gesundheitsbehörde FDA einem von dem Pharmakonzern zur Zulassung eingereichtes Medikament zunächst keine Genehmigung erteilet hat.
Unternehmensmeldungen:
Die General Motors Corp. (GM) (ISIN US3704421052/ WKN 850000), der größte Automobilkonzern in den USA, meldete heute, dass sie im zweiten Quartal einen Verlust von über 15 Mrd. Dollar erwirtschaftet hat, was mit rückläufigen Absatzzahlen in Nordamerika sowie hohen Sonderbelastungen, u.a. für ein massives Restrukturierungsprogramm und für ihr Autofinanzierungsgeschäft, zusammenhängt. Im jüngsten Ergebnis sind dabei Sonderbelastungen in Höhe von 9,1 Mrd. Dollar enthalten. Vor Einmaleffekten wurde ein Verlust von 6,35 Mrd. Dollar ausgewiesen. Der Gesamtumsatz ging um rund 19 Prozent zurück. Die Erwartungen der Analysten wurden damit deutlich verfehlt.
Der zweitgrößte US-Ölkonzern Chevron Corp. (ISIN US1667641005/ WKN 852552) gab heute bekannt, dass er seinen Gewinn im zweiten Quartal trotz eines Verlusts im Downstream-Geschäft um 11 Prozent steigern konnte, was mit den rekordhohen Ölpreisen zusammenhängt. Die Erwartungen wurden damit jedoch verfehlt. Der Gesamtumsatz des Konzerns erhöhte um 48 Prozent.
Die Investmentbank Lehman Brothers Holdings Inc. (ISIN US5249081002/ WKN 891041) verhandelt Presseangaben zufolge derzeit mit potenziellen Käufern über den Verkauf von Commercial Mortgage-Assets und anderen schwer zu bewertenden Wertpapieren im Volumen von rund 30 Mrd. Dollar. Wie die "New York Post" heute in ihrer Online-Ausgabe berichtet, geht es bei den vorläufigen Gesprächen um den Verkauf eines Teils der mit Risiken behafteten Lehman-Assets an eine inländische oder ausländische Gesellschaft sowie möglicherweise um die Bereitstellung einer Finanzierung für den Verkauf.
Der US-Krankenversicherer CIGNA Corp. (ISIN US1255091092/ WKN 866918) meldete heute, dass sich sein Gewinn im zweiten Quartal um 37 Prozent erhöht hat, was mit der Great West-Akquisition und einer operativen Kostenkontrolle zusammenhängt. Zudem wurde die Jahresplanung angehoben. Der bereinigte Gewinn aus dem laufenden Geschäft lag dabei über den Erwartungen. Der Konzernumsatz konnte ebenfalls verbessert werden. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit einem bereinigten EPS-Ergebnis von 4,05 bis 4,25 Dollar. Analysten erwarten hier einen Gewinn von 4,17 Dollar pro Aktie.
Die Sun Microsystems Inc. (ISIN US8668102036/ WKN A0M7N9) legte heute die Geschäftszahlen für das vierte Quartal vor. Demnach lag der Umsatz des auf die Bereiche Server und Software spezialisierten Konzerns im Berichtszeitraum wie erwartet leicht unter dem vergleichbaren Vorjahresniveau. Beim Nettoergebnis wurde ein deutlicher Rückgang verbucht. Ohne die Berücksichtigung zahlreicher Einmalbelastungen verringerte sich der Gewinn je Aktie im Vorjahresvergleich weniger stark als befürchtet. Im Anschluss kündigte der Konzern außerdem ein Aktienrückkaufprogramm im Gesamtvolumen von einer Milliarde Dollar an.
Der kanadische Telekommunikationsausrüster Nortel Networks Corp. (ISIN CA6565685089/ WKN A0LENQ) musste im zweiten Quartal aufgrund von Sonderbelastungen einen deutlich höheren Verlust ausweisen. Wie der Konzern heute erklärte, verbesserte sich der Umsatz im Vorjahresvergleich entgegen den Erwartungen leicht. Das Ergebnis im Berichtszeitraum war unter anderem durch restrukturierungsbedingte Einmaleffekte sowie negativen Einmaleffekten in Höhe in Zusammenhang mit der Bewertung eines Zins-Swaps belastet. Demgegenüber verbuchte man im Berichtszeitraum einen positiven Einmaleffekt.
Der auf den Bermudas ansässige Anlagen- und Maschinenbaukonzern Ingersoll-Rand Co. Ltd. (ISIN BMG4776G1015/ WKN 989747) meldete heute, dass sein Gewinn im zweiten Quartal drastisch gesunken ist, was mit bereits verkauften Geschäftsbereichen zusammenhängt. Der Gewinn aus dem laufenden Geschäft konnte die Erwartungen jedoch übertreffen. Der Umsatz nahm um 38 Prozent zu.
Die US-Gesundheitsbehörde FDA will für ein vom Pharmakonzern Schering-Plough Corp. (ISIN US8066051017/ WKN 850469) zur Zulassung eingereichtes Medikament zunächst keine Genehmigung erteilen. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hat die Aufsichtsbehörde demnach keine Zulassung für das Medikament mit der Bezeichnung "Sugammadex" vergeben. In einer ersten Reaktion zeigte man sich über die Entscheidung der FDA enttäuscht, will jedoch mit der Gesundheitsbehörde zusammenarbeiten um doch noch eine Zulassung zu erhalten. (01.08.2008/ac/n/m)
| 26.11.2008 | General Motors verkaufen | Der Aktionär | |
| 25.11.2008 | General Motors verkaufen | Raiffeisen Centrobank AG | |
| 20.11.2008 | General Motors sell | Citigroup Corp. | |
| 14.11.2008 | General Motors Downgrade | JP Morgan Chase & Co. | |
| 11.11.2008 | General Motors neues Kursziel | Credit Suisse Group |
Aktien in diesem Artikel
| General Motors | 3,7 | ||
| Chevron | 57,8 | -2,7% | |
| Lehman Brothers | 0,0 | -2,9% | |
| CIGNA | 8,8 | -6,5% | |
| Nortel Networks | 0,5 | -1,9% | |
| Ingersoll-Rand | 12,1 | +7,9% | |
| Schering-Plough | 12,3 | -4,1% |
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Aktuelle News
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